Sonntag, 7. Dezember 2014
Guadeloupe. Die Zweite
georgk, 19:32h

Nachdem sich ein gewisser Felix H. aus H. ohne F. darüber beschwert hat, dass es mit meinem Blog so gut voran geht wie mit dem Berliner Flughafen und auch mein großer Bruder, der sonst nicht so die Leseratte ist, gefragt hat, was mit meinem Blog ist, werde ich mal wieder ein paar Zeilen zu digitalem Papier bringen.
Ich bin froh, dass ich eine „normale“ deutsche Tastatur zum schreiben habe, denn die französischen Tastauren sind sehr eigen. Neben den gewohnten Änderungen wie fehlende Umlaute sind auch zu allem Unglück das die französische Sprache mit sich bringt(manche Leute bekommen sogar Muskelkater im Gesicht davon) noch viele Buchstaben vertauscht. Anstatt euch zu erklären, was alles anders ist, rate ich euch einfach „frz tastatur“ bei Google einzugeben und euch selber von den Eigenheiten ein Bild zu machen. Auf jeden Fall muss man um Zahlen zu schreiben die „shift“ Taste drücken…wie hohl ist das denn?! MON DIEU! Wo ich gerade dabei bin ich mich zu beschweren: Die Mücken nerven hier und es ist manchmal (oft)sehr warm, wenn man keinen Ventilator hat oder um die Mittagsstunden Sport macht.
Die Mücken stehen auf Füße, weil die Haut dort wohl dünner ist...ich trage aus diesem Grunde öfter Socken als nötig:

Gegen die Mücken habe ich aber seit einer guten Woche ein Geschenk des Himmels erworben: Eine elektrische Mückenklatsche! Der Gerät sieht aus wie ein kleiner, schlecht verarbeiteter Tennisschläger. Anstelle eines gespannten Netzes befinden sich aber drei hintereinander angeordnete sich nicht berührende Metallgitter zwischen dem Rahmen. Um den Kontakt zu verhindern gibt es Distanzhalter in Kreisform, die zusammen eine stilisierte Blumenblüte darstellen. Das ist prima, denn selbst wenn der Gerät nur rumliegt erfüllt er einen dekorativen Zweck! Außerdem wird der Gerät nie müde und schwitzt nicht(zum Schwitzen später mehr)!
Kleiner Scherz am Rande, wenn jetzt durch unterschiedlichste Dinge, die den elektrischen Strom leiten, der Kontakt zwischen dem innerem Gitter und einem der außenliegenden Gitter hergestellt wird, z.B. durch ein Bratwürstchen oder eine Mücke, dann BAMMM (Jonge) gibt es einen kurzen Lichtbogen und es ist vorbei mit der Übeltäterei. Hat sich die Mücke in den Gittern verfangen, folgen noch einige kleine Blitzchen wenn man den Aktivationsknopf gedrückt hält und die dreckige kleine Arthropode wird in alle Einzelteile zerlegt und es fängt an nach verbranntem organischen Material zu riechen. Wer schon mal nachts, mit den Händen klatschend durchs Zimmer gelaufen ist um einen dieser kleinen Plagegeister zu erledigen, weiß eine solche Hilfe enorm zu schätzen. Ich bin so begeistert, ich wäre sogar bereit in einer Dauerwerbesendung dafür zu werben.
„ Und weisst du noch früher Jimmy, als du die Mücken um deinen Kopf schwirren hörtest und du verzweifelt versucht hast ins Dunkle hinein eine zu erwischen, das war schrecklich, nicht wahr?! Aber damit ist jetzt Schluss, denn der „MozzieBuzzer 3000 Super“ hat auch eine eingebaute LED Birne die du einfach anmachen kannst und du kannst sofort loslegen Mücken zu braten ohne erst zum Lichtschalter hasten zu müssen!“ „Wow, das ist ja wirklich unglaublich George und wenn Sie innerhalb der nächsten Stunde anrufen und bestellen bekommen sie ein garantiert unnützliches Kleinteil Ihrer Wahl kostenlos dazu. Also, warten Sie nicht zu lang, die Mücken tun es auch nicht!“ „ HAHAHA, Jimmy, du alter Scherzkeks, aber wo er Recht hat, hat er Recht, also runter vom Sofa und und ab ans Telefon!“
Ich hätte sogar schon einen Werbeslogan für den Australischen Markt, den ich mal in Cairns(Nordostaustralien) an einer Werbetafel gelesen habe: „ For Aussies who hate Mozzies! The Mozziebuzzer 3000 Super“
Wie auch immer…achja…schwitzen…tut man hier in den Tropen ziemlich viel…besonders wenn man in einem Haus lebt, wo nicht so viel Durchzug ist, wie ich. Aber seitdem ich meinen Ventilator gekauft habe, geht es mittlerweile. Man muss sich auch am besten damit abfinden öfters einfach durchgeschwitzt zu sein. Besonders am Rücken… ich kann mich nicht erinnern jemals so viel am Rücken geschwitzt zu haben wie hier, das blöde ist, dass der Rückenschweißfleck die Eigenheit hat nach einiger Zeit anzufangen muffig zu riechen, also irgendwie anders als sonst. Aber ich bin ja auch kein Schwitzologe, sollen die sich damit beschäftigen.
Nachdem ich nun einige Tatsachen angeführt habe, die gegen den Besuch dieser Insel sprechen, so möchte ich nun einige Argumente nennen die gegenteiliger Natur sind.
Es ist warm. Ja, ich weiß, das hatte ich schon, es ist aber auch ambivalent, wobei die Vorteile definativ schwerer wiegen, denn: Man muss keine Gedanken machen ob man noch einen Pulli oder ne Jacke mit nimmt, weil es ja vielleicht frisch werden könnte. Es wird nicht frisch auf Guadeloupe. So war es zumindest als ich hier angekommen bin. Mittlerweile wird es nachts um vier ein bisschen kühler weshalb man dann ein Bettlaken zum zudecken braucht. Und auf dem knapp 1500meter hohen Vulkan, wo eine frische Brise herrscht und der meist von den Wolken eingepackt wird war es auch kühl. Aber ansonsten könnte man eigentlich die ganze Zeit nackt rum laufen. Das wäre aber besonders für meine Haut eine schlechte Idee, weshalb man mich selten oberkörperfrei sieht. Auch beim surfen trage ich (fast) immer brav mein Surfshirt. Surfen mach Spaß Punkt Auch wenn’s manchmal nicht so läuft ist es einfach nur knorke im Wasser rumzuplanschen und mit den Wellen zu spielen. Die Wassertemperatur beträgt hier übrigens so 28°C , also so wie im Sportbecken im Hallenbad oder ein bisschen wärmer. Naja, ich lasse einfach mal ein baar Bilder sprechen...
Ich beim rauspaddeln...

Unser kleines Auto:

Wir hatten uns im Dschungel verlaufen und ich habe die Gegend erkundet:

Auf so nem Felsen halt^^:

Ich würde eigentlich gern noch ein par Bilder zusätzlich hochladen, aber im Moment ist unser Internet mal wieder so flüssig wie der Verkehr um 7 Uhr morgens in Pointe a Pitre, weshlab ich es dabei belasse und es spter noch einmal versuchen werde.
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