Mittwoch, 9. März 2011
Wenn ich dein Gesicht sehe…
Denke ich an einen Birkenstockschlappen… rein treten und wohl fühlen!

Neben diesem nerv tötendem Lied kam die Tage folgendes Lied im Radio: „Bycycle race“ von Queen.(on Zidnis only classic rock station, of course).

Das versetzte mich gedanklich in eine andere Zeit und an einen anderen Ort.
Hessisch Oldendorf im Jahre 2002, Orientierungsstufe, Englisch Eins Kurs bei Frau Holzkultivator! (Lukas und Julian erinnern sich vielleicht). In einer der wundervoll lockeren Stunden hörten wir von der Lern- CD dieses Lied, von einem fiktiven Radiosender gespielt.
Der Sprecher kommentierte den Song nachfolgend mit „ An oldie but a goldie!“ . Dieser simple Reim schien unserer Lehrerin zu gefallen, was sie dazu veranlasste ihn zu wiederholen! Schön war’s gewesen…mehr oder weniger! ;)

Weiterhin frage ich mich, was Queen dazu veranlasst hat, diesen Song aufzunehmen, der sich anhört wie der Gedankenwelt eines Fünfjährigen entnommen. Eigentlich verbinde ich mit denen eher „We will rock you“ (was ja eher die Biographie eines Hooligans ist) und sowas…

Bei diesen Gedanken widmete ich mich der nächsten tretenden zum ersten mal gekalbten Kuh(freshy) und dachte wieder mal:

http://www.youtube.com/watch?v=w8g-VCVfYGw

Nachdem wir einige Tage mit den Schweizern Sonja und Forty unterwegs waren und ein paar schöne Abende in ihrem großem Auto verbacht hatten trennten sich unsere Wege wieder.



Bis dahin, besuchten wir aber die Fitzroy Falls, von denen wir leider nicht viel sahen.



Außerdem waren wir beim Jervis Bay. Dort verbrannte ich mir bei meist bedecktem Himmel allerdings den Pelz.



Wir haben auch den Fluss gefunden, wo das Guinnes Bier herkommt!


Blas dich nicht so auf Freundchen!



Ironisch an der Geschichte ist, dass ich mir die Sonnencreme sogar mitgenommen hatte. Zum eincremen war ich dann zu faul.



Georg=dummer Idiot !



Und wer schaut mal nach mir???

Als sich unsere Wege dann wieder getrennt hatten, fuhr ich mit Philip und Jens weiter an der Küste entlang Richtung Melbourne.

Sonja und Forty nahmen die Strecke übers Inland. So kamen wir an den Ben Boyd Nationalpark am Meer, der sich vor allem später als echter Glücksgriff erweisen sollte.



Erstmal mussten wir ca.25km auf unbefestigter Straße fahren um dort an die See zu gelangen.



Es lohnte sich aber, da wir dort an einen Leuchtturm kamen und den Blick auf einen wunderbaren Strand hatten.



An den Klippen spielten wir dann noch ein bisschen herum und ich „riskierte“ mein Leben
http://www.youtube.com/watch?v=KqqY1bfTmpw
Mit den Wellen zu spielen war echt knorke!










Als wir dieses Ort mit dem Leuchtturm verließen suchten wir uns einen Platz, an dem wir eine Nacht bleiben konnten! Ein paar hundert Meter abseits der Küste fanden wir dann einen netten Parkplatz, der für die nächsten Stunden unser Heim sein sollte. Dort geschah dann folgendes: völlig entkräftet, kurz vor dem Hungertod konnten wir zum Glück ein Wallaby aufspüren (oder es uns). Wir opferten unsere letzten Brotkrumen um es anzulocken, ich ging in Stellung und: http://www.youtube.com/watch?v=f-G_nEc9Y5U



Von meinen Attacken nicht sonderlich beeindruckt, fraß das Wallaby fleißig weiter an unserem Brot und ich heckte einen geschickten Angriffsplan aus.

http://www.youtube.com/watch?v=oheC5MK1FZo

Zum Glück konnten wir noch ein paar Eier, Tomaten, Thunfisch und alle weiteren Zutaten für leckeres Rührei auftreiben und speisten dann königlich.

Am nächsten Tagen fuhren wir dann weiter nach Melbourne. Dort trafen wir Florian und Jasmin wieder, mit denen wir die nächsten Tage verbrachten. Wir waren bei den Queen Victoria Markets, bei den AUS Open,


Der Blick der Frau, rechts am Bildrand spricht wohl meiner Mutter aus der Seele!


"Komm Bengel, iss ma was gesundes!"

Meine Favoritin dieses Spiels, nicht nur aufgrund ihrer Tennisfähigkeiten:



auf höchsten begehbarem Turm der südlichen Hemisphäre(hört sich toll an, oder?! War es auch! ;P Dort konnte ich übrigens meinen Schülerausweis nutzen, den ich mitgenommen hatte und mittlerweile schon Vergünstigungen im Wert von Mindestens 20$ bekommen habe!))









und erkundeten Melbourne zu Fuß oder mit der Straßenbahn. Eine schöne Stadt, sie gefällt mir bis jetzt von den australischen Großstädten am besten!

Ein Mausoleum:


Tagsüber im Museum:


So ist das manchmal:



Außerdem fuhren wir an die Great Ocean Road, wo wir folgendes spektakuläre Photo schießen konnten.



Am Denkmal für die Erbauer der Great Ocean Road, machte ich nützlich und half den zwei Kameraden hinter mir:




Auf der Great Ocean Road fuhren wir ein Stückchen bis Apollo Bay, wo wir für 120$ pro Person einen Rundflug machten. Wir hatten viel Spaß mit unserem Piloten Jay,



wobei ich es allerdings unfair fand, dass ich das gleiche bezahlen musste wie Jens, da er ungefähr das doppelte meines Gewichts auf die Waage bringt! Ich hatte aber nicht lange Zeit mir über diese grenzenlose Ungerechtigkeit den Kopf zu zerbrechen(außerdem vertröstete ich mich mit dem Gedanken, dass Jens bei Niederschlag mehr Regen abbekommt als ich! ), da ich von allen möglichen Sinneseindrücken überflutet wurde.

Tüte war auch mit dabei:








Jay machte es Spaß ein paar Parabeln zu fliegen und unseren Gleichgewichtssinn in sonst unbekannte Bereiche vordringen zu lassen. Außerdem war der Blick, den wir bei bestem Wetter genießen konnten erste Sahne!




Des Weiteren saß ich auf dem Copilotensitz und Jay erlaubte mir sogar für ein bis zwei Minuten das Steuerruder in die Hand zu nehmen. Unglaublich! Aufgrund meiner gesammelten Pilotenerfahrung aus dem Computerspiel „Battlefield 1942“ (ich nenne das Genre mal Großkonfliktsimulation^^), wusste ich ungefähr was zu tun war und hatte sehr viel Spaß!



http://www.youtube.com/watch?v=7_3O9n57mjo


Nach der Dreiviertelstunde landeten wir dann wieder (was blieb uns sonst auch übrig?)und machten ein schönes Abschlussphoto.



Abends hatten wir noch ein leckeres Barbecue und am nächsten Tag ging es zurück nach Melbourne.



Mein kleiner Freund hört auf den Namen "Schnitzel".


Hier noch ein Ausblick von der Großen Ozean Straße:



Ich musste langsam aber sicher auch wieder zurück nach Norden, da ich ja am 24. Januar anfangen wollte zu arbeiten. In Melbourne trennten sich dann auch entgültig die Wege. Die beiden Berliner flogen mit Zwischenstopp in Perth zurück nach D. Jens, Philip und ich verbrachten noch einen Tag in Melbourne, frühstückten mit Sonja und Forty und fuhren dann wieder zurück nach Sydney!
Auch auf dem Rückweg hielten wir an einigen schönen Stränden an, ich zeige euch nur den, den ich als absolutes Highlight empfunden habe. Es handelt sich um den Strand, den wir auf der Hinfahrt schon gesichtet aber noch nicht erkundet hatten. Nachdem wir uns einige Male verfahren hatten kamen wir letztendlich doch dort an. Ein riesiger menschenleerer Strand, mit großen Wellen. Philip und ich konnten unserem Entdeckerdrang nicht widerstehen und erkundeten die Klippen und die dahinterliegende Verbindung eines Sees zum Meer, wo es eine Strömung gab. Je nachdem welche Gezeit war/kam, floss das Wasser ins Meer zurück oder in den See hinein. Aufgrund der Szenerie kam ich mir vor, wie auf einer Südseeinsel; ich habe den Tag sehr genossen!















http://www.youtube.com/watch?v=pwxEtjOIpvI

http://www.youtube.com/watch?v=DGIJHX6kxoA

Hier noch mal das ganze von oben, rot ist die route vom ersten Mal.grün die vom zweiten Mal. Wir hatten uns leicht verfahren...



Danach sind wir dann nach Bateman’s Bay gefahren, haben dort genächtigt und sind am nächsten Tag(Sonntag, den 23.1.) in den örtlichen K-Mart gegangen und ich habe mir Arbeitsschuhe und –socken gekauft. Gegen Mittag fuhren wir nochmal nach Jervy’s Bay, wo wir mit den Schweizern schon mal waren und haben uns dort entspannt und zum letzten Mal gemeinsam was Leckeres zu essen gekocht.

Schöner Strand:




Gegen Abend trennten sich unsere Wege, Philip und Jens fuhren nach Sydney und ich fuhr Richtung Bringelly, wo ich die Nacht hinter einem Laden verbrachte. Am Montag stand ich gegen 6 Uhr auf, um pünktlich beim Melken zu sein!

Außerdem war ich letztens beim Friseur und habe mich rasiert, weshalb ich jetzt jedes Mal vorm Spiegel sage „Geh da weg, du kurzhaariger Teenie!!!“








Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen...

So lässt sich meine momentane Situation gerade gut beschreiben. Auf Umwegen erreichte mich heute ein Brief von der Versicherung. Der Bezog sich auf den Unfallschaden Mitte Dezember (ihr erinnert euch?!). Da hier die Haftpflicht nur Personenschäden abdeckt,(was mir leider nicht ganz klar war und Philip nie müde wurde das zu erzählen) muss ich den am Unfallbeteiligten Auto entstandenen Schaden aus eigener Tasche bezahlen. 3100 $... ich sprach mit der Frau von der Allianzversicherung, erklärte ihr mein Lage und sie bot mir an, wenn ich die 2900$, die sich gerade auf meinem Konto befinden, sofort überweise würde, wäre ich aus dem Schneider. Das tat ich auch und demzufolge befinden sich jetzt noch auf meinem Konto 47$. Ich bin also finanziell ungefähr wieder am 23. Januar angekommen.



Naja...was will man machen, das Leben geht weiter; für mich halt in Australien :) und mit 3000$ weniger :( . Ganz so schlimm wie bei Hiob ist es also nicht und ich habe noch einen schönen Spruch gefunden:

"Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit" (Hebräer 12,11)

Wenn sich das nicht gut anhört...


... comment