Dienstag, 12. Oktober 2010
Schon wieder ein Tag rum...
Ja, die Zeit vergeht echt schnell hier. Bob (der echt schwer zu verstehdene "Vorarbeiter" hier) meinte mit einem Augenzwinkern, als ich ihm das sagte " Timeruns, whenyouhavefun, dschooodsch!" Wahrscheinlich ist das der Grund...^^

Naja, ich werd mal flink weitererzählen.
Ich war bei der Fahrt nach Tyunga(so heißt die Farm). Also, da angekommen wurde mir erstmal mein Haus gezeigt, von dem ich nur 50% nutze, da hier locker 4 normale Menschen oder ca.10 Flüchtlingsfamlilein auf längere Zeit unterkommen könnten. Ich nutze eig nur die Küche, das Bad, mein Zimmer und den Vorraum mit Waschmaschine. Also erstmal ausgiebig duschen und weitere Körperpflege betriben (welch Wohltat :) ), dann bin ich zum Haus von Johannes und seiner Familie gegangen, das ca 350m entfernt liegt.



Im Laufe des abends lernte ich den Rest der Familie kennen, die Mutter, die beiden Töchter (15 und 7) und das Aupair, welches aus dem Rheinland kommt und eine Woche länger hier ist als ich. Alle sehr nett, ich komme dementsprechend gut mit allen aus und fühle mich in dem Haus wohl.

Die erste Woche, die ich da war, waren noch Ferien in OZ, deswegen waren auch alle die ganze Zeit da und ich bekam abends immer leckeres, warmes Essen. Mittlerweile hat die Schule wieder angefangen und die Kinder wohnen samt Mutter in der Woche in der nächsten Stadt (ca.50km entfernt). Heißt für mich: auch abends auf Nahrungssuche gehen...

Am Sonntag machten wir einen kleinen Ausflug zum Fluss (mit dem Pickup^^) und ich spielte CoD auf der X-Box gegen den Sohn und einen Kumpel von ihm. Da Übung nun mal den Meister macht, war der Kommentar über mich meistens: Neutralized!^^ Ich hab aber letztens mal wieder gespielt und da konnte ich den ein oder anderen "Feind" ins virtuelle Nirvana befördern. Und das als Ex- Zivi! :P

Am Montag gings dann (wie jeden Tag)um 7 los mit die Arbeit. Also um 6 aufstehen, Früstücken, am Anfang noch starken(zwecks Schlafumstellung), mittlerweile normalen Kaffe trinken. Dazu sei gesagt, dass ich jetzt einen Schlafrythmus habe, den ich in D aus unerklrälichen Gründen nie gefunden habe.^^
Naja, ich traf dann in der großen Halle ein und nach mir die anderen Mitarbeiter(im Schnitt sind da 4-5 Mitarbeiter, je nach Jahreszeit). Leider fiel es mir anfangs sehr schwer sie zu verstehen, da sie leichten Dialekt sprechen, zu schnell oder zu undeutlich oder alles zusammen. Das besserte sich aber mit der Zeit...
Nachdem ich einen platten Reifen von einer mobilen Förderschnecke abgebaut und das Loch identifiziert hatte, musste ich 2 Trecker waschen, von außen und innen. Das nahm ca 4 h in Anspruch und ich holte mir einen kleinen Sonnenbrand im Nacken...gegen Abend kam ich auch ncoh dazu mit einem Trecker zu arbeiten. Und zwar walzte ich in 2h 20ha Maisland direkt nach dem drillen mit einer Reifenwalze, damit es nicht zu schnell austrocknet. Interessant ist, dass hier jedes Jahr auf den gleichen kleinen Dämmen geplanzt wird, die 1m Abstand haben. Die werden mit GPS angelegt und selbst, wenn man später auf einem Trecker ohne GPS arbeitet kann man normalerweise zwischen den Vorgewenden die Finger vom Lenkrad lassen und ausgiebig in der Nase oder im Ohr Bohren oder oder sich ganz auf die Musik im Radio konzentrieren. Die Räder bleiben die meiste Zeit selbstständig in der Spur zwischen den Dämmen und man muss nur selten eingreifen, wenn sie ausscheren.





Dann war der erste Tag auch schon rum und ich schlief nach dem Essen in Frieden ein!

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