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Mittwoch, 14. März 2012
Motorrad fahren und Regen
georgk, 08:20h
Da ich schon lange keine zwei Blogs mehr innerhalb eines Monats veröffentlicht habe, werde ich diese Tradition mal wieder aufleben lassen. Das auch vor dem Hintergrund, dass e mir echt Spaß macht meine alten Blogs zu lesen und in Erinnerungen von „damals“ zu schwelgen!^^
Naja, jetzt auch mal ein wenig zu meiner aktuellen Lage. Ich bin gerade in Adelheide, der Hauptstadt von Südaustralien. Es hat gegen sechs Uhr abends angefangen zu schiffen, was für einen Reisenden mit seinem Auto immer etwas unangenehm ist, da man in seinen Aktivitäten dann stark eingeschränkt ist. Da ich kein Hostel mit Campinggelegenheit oder einen günstigen Campingplatz finden konnte entschied ich mich für Plan 95 Z.
Ich ging zu Mac Doof. Und das aus folgenden Gründen. Dort ist es trocken, es gibt Steckdosen und man kann das freie W-Lan benutzen,was heute auch recht gut lüppt. Und selbst wenn man nichts kauft, darf man dort so lange sitzen wie man möchte. Das blöde ist, dass die Klimaanlage dort immer zu kalt ist, aber ich habe mir meinen grauen , mittlerweile von der Sonne schon etwas ausgebleichten, H&M Kapuzenpulli mitgenommen, also bin ich bestens gerüstet. Draußen waren heute 35°C…da eigentlich immer ein laues Lüftchen um die Ecken wehte war es aber noch erträglich.
Als ich durch die Straßen schlenderte(was für ein schönes Wort, das ungehetze Lockerheit beschreibt) kam ich an einem Friseur vorbei, der ein unschlagbares Angebot hatte: Men’s Haircuts: 10$ . Uiuiui, eigentlich waren meine Haare noch nicht wieder an der Länge angekommen, an der ich sie normalerweise stutzen lasse, aber als Tompom mich das letzte Mal in Mission Beach (ist auch schon wieder 6 Monate her) zum Friseur schleppte, weil er meinte, wir würden mit gepflegtem Aussehen besser einen Job finden, war ich von dem Ergebnis angetan. Aus diesem Grund entschied ich mich für meinen dritten Friseurbesuch im Land der Kängurus. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden und für 10$ dürfte man sowieso nicht viel meckern: Ich hätt‘s ja selber nicht besser gekonnt!
Da ich mich aber schon länger nicht mehr rasiert habe, sieht der Bart mit den kurzen Haaren auf dem Kopf etwas komisch aus. Schottisch oder Irisch. Ich wurde hier schon öfter für Irisch gehalten, was vielleicht an einem leichten Rotstich in meinem Haaren kommt, der vor allem an meinem Bart sichtbar wird. Ein lustige Laune der Natur, da keine meiner Ahnen, die ich kenne rote Haare gehabt hätte. Meine Eltern hatten zwar eine Lösung parat:ein gewisser Onkel Theo aus der Linie meiner Mutter hätte auch welche gehabt. Zu der Zeit, als Onkel Theo noch lebte gab es aber wohl noch keine Farbphotos, weshalb er mir nie aufgefallen ist. Ich habe aber eine andere Theorie: Mutation, was gar nicht mal so abwegig ist, da zu meiner Geburt das missglückte Experiment von Tschernobyl nur 3 Jahre her war und Mutationen ja sowieso etwas natürliches sind. Wie dem auch sei, darf ich vorstellen:
George MacGregor

Auf dem Bild kommt das "schottische" leider nicht so gut rüber! ;)
Was für ein langer Gedankengang/strom/fluss…irgendwann hatten wir in Deutsch mal über diese Schreibweise/Stilmittel geredet an Beispiel des…ähmmm….wie hieß es denn gleich?! „Der Turm“ oder sowas von Ulrich …naja, ist ja nicht so wichtig. Auf jeden Fall soll das Buch ganz supertoll sein und lest es ruhig mal. Das „literarische ich“ (unglaublich, was für Ausdrücke in meinen Gehirnwindungen lauern) fuhr mit der Straßenbahn durch Dresen `45 und so weiter…
Zurück zum Thema Auckland 2011: Also fuhr ich mit dem Bus über die Hafenbrücke Aucklands auf die Nordseite der Stadt um zum Te Waipounamu Motorradverleih zu kommen. Das Maori-Wort heißt soviel wie „Südinsel“. Wenn ihr denkt, der Name ist kompliziert, habt ihr wohl recht. Wenn nicht ein Sticker von denen auf dem Motorrad gewesen wäre, könnte ich ihn wahrscheinlich immer noch nicht. Aber zu der Maori-Sprache/Ortsnamen später mehr.
Es erwartete mich Paul, der sehr nett war und die Yamaha FZ-6, Bj.07, 4 Zyl. , 600ccm,Höchstdrehzahl: 16.000, knapp 100PS. Wir tratschten ein wenig über dies und jenes und erledigten die Formalitäten zu denen gehörte, dass ich einen Sicherheitspfand von 2500 NZ Dollar hinterlegen musste. Aufgrund meiner Blödheit ist das leider für später relevant.
Ich verstaute mein Hab und Gut in den beiden Seitentaschen und auf dem Soziussitz und los ging‘s.
Hier ist der Packesel:
Erstmal war ich so aufgeregt und zufrieden mit meinem Gefährt , dass ich ziel- und planlos durch die Stadt fuhr, ohne zu wissen wo ich hin wollte/musste. Nach ca. 10 Minuten suchte ich mir dann den Highway Richtung Norden und los gings. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt, fing es dann sehr zu meinem Missfallen an zu regnen und ihr könnt euch vorstellen, dass Regen auf einer Motorradtour mit Zelt noch blöder ist, als mit dem Auto. Das hat drei Gründe: Im Auto macht man bei Regen den Scheibenwischer an, auf dem Motorrad macht man bei Regen erstmal nichts…außer Regentropfen auffangen und so langsam durchzuweichen und sich von ganzem Herzen wünschen es möge doch bald aufhören.
Au Weia, jetzt muss ich doch nochmal kurz was dazwischen werfen, es kommt nämlich gerade Sunchyme von Dario G. aus den Lautsprechern und ich werde ca. zwei Jahre in der Zeit zurückgeworfen, sitze im Hausmeisterraum vom DTW, meiner Zivistelle und entspanne mich(mit geschlossenen Augen). Dann kommt bei NDR 2 im Radio dieses sehr schöne Lied, was meine Aufmerksamkeit auf das Radio lenkt und ich mir das Lied später “ besorge“. Weil ich das Lied so gut finde, hatte ich ihn sogar eine Zeit lang als Weckton auf meinem Handy, bis ich feststellte, dass es keine schöne oder gute Weckmusik gibt, da sie letztendlich doch nervt, da man weiterschlafen möchte! Welch philosophisch wichtige Erkenntnis. Nun habe ich irgendein Metal Lied als Weckton und lasse mich von schrillen E-Gitarren aus dem Schlaf reißen, wenn es den nötig ist(während des Reisens nciht so oft der Fall ;) ).
Wie dem auch sei. Neu Seeland, Motorrad, Regen, ahja….Weiterhin ist eine schöne Sache beim Motorrad fahren, dass man beim Kurvenfahren nicht nur am Lenker ziehen muss, sondern mit seinem ganzen Körper in die Kurve legen muss, was die ganze Sache spassig macht. Wasser vermindert aber die Reibung, weshalb man aus Vernunftsgründen dann lieber langsam und nur wenig Neigungswinkel durch die Kurven fährt, sehr blöd.
Wie dem auch sei, ich konnte es nicht ändern, aber hatte mir aus irgendeinem Grund vorgenommen, in der ersten Nacht kein Geld für Unterkunft auszugeben, also wild zu campen. Nach ein bisschen Suchen fand ich dann eine geeignete Stelle und baute mein Zelt unter einem großen Farnbaum auf.

Beim Abendessen, vermischte sich dann noch Regen mit Blut, da ich mich mit meinem Solinger Messer, was sonst wirklich erste Sahne ist, in den kleinen Finger schnitt. Irgendwann kroch ich dann in mein Zelt, zog meine nassen Klamotten aus, legte sie in Ecke und stellte dann fest, wieso das Zelt nur 26 Australische Dollar gekostet hatte: Es tropfte…genau in der Mitte des Zelts.
„Wieder nur Scheiße gekauft!“, dachte ich mir, mit dem Gefühl mit dem man eine schlechte Stelle an einem gerade erst erworbenen Apfel entdeckt. Leider hatte ich gerade keinen Eimer oder Wanne griffbereit und legte deshalb ein Handtuch unter das Leck und versuchte mich so hinzulegen, ohne großartig nass zu werden. Das hört sich alles nicht so gemütlich für euch an? Es war absoluter Mist…selten so schlecht geschlafen, mittlerweile kann ich zwar drüber schmunzeln, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich sehr sehnsüchtig an meinen Ford Falcon, der an Gemütlichkeit nicht zu überbieten ist. Ich müsste nur noch einen Kamin einbauen.
Hier mal ein Bild von dem Zelt an einem Sonnigen Tag. Dafür war es echt in Ordnung, ein Schönwetterzelt sozusagen.
Naja, mit der sehr verlockenden Erwartung in meine klammen und nassen Klamotten steigen zu müssen, stand ich dann irgendwann auf und frühstückte, baute mein Zelt ab und organisierte meine Sachen.

Haferflocken und ein halber Apfel:

Und dann war es so weit. Für ca. fünf Minuten schaffte es die Sonne sich durch die Wollen zu boxen und mir etwas Wärme auf meine Haut und mein Gemüt zu geben. Selten habe ich Sonnenstrahlen so genossen. Aber dann war wieder Grau und Grau.

Aber wie sagte ein gewisser Herr Röhricht bei solchen Anlässen: "Was ham wir ein Glück mim Wedda, stell dir vor es würde scheien!!!"
Ich würde zwar gerne noch etwas weiter schreiben, aber die Uhr sagt, dass es Zeit für den Kofferraum ist, weshalb ich für heute Schluss mache…bis die Tage!
Naja, jetzt auch mal ein wenig zu meiner aktuellen Lage. Ich bin gerade in Adelheide, der Hauptstadt von Südaustralien. Es hat gegen sechs Uhr abends angefangen zu schiffen, was für einen Reisenden mit seinem Auto immer etwas unangenehm ist, da man in seinen Aktivitäten dann stark eingeschränkt ist. Da ich kein Hostel mit Campinggelegenheit oder einen günstigen Campingplatz finden konnte entschied ich mich für Plan 95 Z.
Ich ging zu Mac Doof. Und das aus folgenden Gründen. Dort ist es trocken, es gibt Steckdosen und man kann das freie W-Lan benutzen,was heute auch recht gut lüppt. Und selbst wenn man nichts kauft, darf man dort so lange sitzen wie man möchte. Das blöde ist, dass die Klimaanlage dort immer zu kalt ist, aber ich habe mir meinen grauen , mittlerweile von der Sonne schon etwas ausgebleichten, H&M Kapuzenpulli mitgenommen, also bin ich bestens gerüstet. Draußen waren heute 35°C…da eigentlich immer ein laues Lüftchen um die Ecken wehte war es aber noch erträglich.
Als ich durch die Straßen schlenderte(was für ein schönes Wort, das ungehetze Lockerheit beschreibt) kam ich an einem Friseur vorbei, der ein unschlagbares Angebot hatte: Men’s Haircuts: 10$ . Uiuiui, eigentlich waren meine Haare noch nicht wieder an der Länge angekommen, an der ich sie normalerweise stutzen lasse, aber als Tompom mich das letzte Mal in Mission Beach (ist auch schon wieder 6 Monate her) zum Friseur schleppte, weil er meinte, wir würden mit gepflegtem Aussehen besser einen Job finden, war ich von dem Ergebnis angetan. Aus diesem Grund entschied ich mich für meinen dritten Friseurbesuch im Land der Kängurus. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden und für 10$ dürfte man sowieso nicht viel meckern: Ich hätt‘s ja selber nicht besser gekonnt!
Da ich mich aber schon länger nicht mehr rasiert habe, sieht der Bart mit den kurzen Haaren auf dem Kopf etwas komisch aus. Schottisch oder Irisch. Ich wurde hier schon öfter für Irisch gehalten, was vielleicht an einem leichten Rotstich in meinem Haaren kommt, der vor allem an meinem Bart sichtbar wird. Ein lustige Laune der Natur, da keine meiner Ahnen, die ich kenne rote Haare gehabt hätte. Meine Eltern hatten zwar eine Lösung parat:ein gewisser Onkel Theo aus der Linie meiner Mutter hätte auch welche gehabt. Zu der Zeit, als Onkel Theo noch lebte gab es aber wohl noch keine Farbphotos, weshalb er mir nie aufgefallen ist. Ich habe aber eine andere Theorie: Mutation, was gar nicht mal so abwegig ist, da zu meiner Geburt das missglückte Experiment von Tschernobyl nur 3 Jahre her war und Mutationen ja sowieso etwas natürliches sind. Wie dem auch sei, darf ich vorstellen:
George MacGregor

Auf dem Bild kommt das "schottische" leider nicht so gut rüber! ;)
Was für ein langer Gedankengang/strom/fluss…irgendwann hatten wir in Deutsch mal über diese Schreibweise/Stilmittel geredet an Beispiel des…ähmmm….wie hieß es denn gleich?! „Der Turm“ oder sowas von Ulrich …naja, ist ja nicht so wichtig. Auf jeden Fall soll das Buch ganz supertoll sein und lest es ruhig mal. Das „literarische ich“ (unglaublich, was für Ausdrücke in meinen Gehirnwindungen lauern) fuhr mit der Straßenbahn durch Dresen `45 und so weiter…
Zurück zum Thema Auckland 2011: Also fuhr ich mit dem Bus über die Hafenbrücke Aucklands auf die Nordseite der Stadt um zum Te Waipounamu Motorradverleih zu kommen. Das Maori-Wort heißt soviel wie „Südinsel“. Wenn ihr denkt, der Name ist kompliziert, habt ihr wohl recht. Wenn nicht ein Sticker von denen auf dem Motorrad gewesen wäre, könnte ich ihn wahrscheinlich immer noch nicht. Aber zu der Maori-Sprache/Ortsnamen später mehr.
Es erwartete mich Paul, der sehr nett war und die Yamaha FZ-6, Bj.07, 4 Zyl. , 600ccm,Höchstdrehzahl: 16.000, knapp 100PS. Wir tratschten ein wenig über dies und jenes und erledigten die Formalitäten zu denen gehörte, dass ich einen Sicherheitspfand von 2500 NZ Dollar hinterlegen musste. Aufgrund meiner Blödheit ist das leider für später relevant.
Ich verstaute mein Hab und Gut in den beiden Seitentaschen und auf dem Soziussitz und los ging‘s.
Hier ist der Packesel:
Erstmal war ich so aufgeregt und zufrieden mit meinem Gefährt , dass ich ziel- und planlos durch die Stadt fuhr, ohne zu wissen wo ich hin wollte/musste. Nach ca. 10 Minuten suchte ich mir dann den Highway Richtung Norden und los gings. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt, fing es dann sehr zu meinem Missfallen an zu regnen und ihr könnt euch vorstellen, dass Regen auf einer Motorradtour mit Zelt noch blöder ist, als mit dem Auto. Das hat drei Gründe: Im Auto macht man bei Regen den Scheibenwischer an, auf dem Motorrad macht man bei Regen erstmal nichts…außer Regentropfen auffangen und so langsam durchzuweichen und sich von ganzem Herzen wünschen es möge doch bald aufhören.
Au Weia, jetzt muss ich doch nochmal kurz was dazwischen werfen, es kommt nämlich gerade Sunchyme von Dario G. aus den Lautsprechern und ich werde ca. zwei Jahre in der Zeit zurückgeworfen, sitze im Hausmeisterraum vom DTW, meiner Zivistelle und entspanne mich(mit geschlossenen Augen). Dann kommt bei NDR 2 im Radio dieses sehr schöne Lied, was meine Aufmerksamkeit auf das Radio lenkt und ich mir das Lied später “ besorge“. Weil ich das Lied so gut finde, hatte ich ihn sogar eine Zeit lang als Weckton auf meinem Handy, bis ich feststellte, dass es keine schöne oder gute Weckmusik gibt, da sie letztendlich doch nervt, da man weiterschlafen möchte! Welch philosophisch wichtige Erkenntnis. Nun habe ich irgendein Metal Lied als Weckton und lasse mich von schrillen E-Gitarren aus dem Schlaf reißen, wenn es den nötig ist(während des Reisens nciht so oft der Fall ;) ).
Wie dem auch sei. Neu Seeland, Motorrad, Regen, ahja….Weiterhin ist eine schöne Sache beim Motorrad fahren, dass man beim Kurvenfahren nicht nur am Lenker ziehen muss, sondern mit seinem ganzen Körper in die Kurve legen muss, was die ganze Sache spassig macht. Wasser vermindert aber die Reibung, weshalb man aus Vernunftsgründen dann lieber langsam und nur wenig Neigungswinkel durch die Kurven fährt, sehr blöd.
Wie dem auch sei, ich konnte es nicht ändern, aber hatte mir aus irgendeinem Grund vorgenommen, in der ersten Nacht kein Geld für Unterkunft auszugeben, also wild zu campen. Nach ein bisschen Suchen fand ich dann eine geeignete Stelle und baute mein Zelt unter einem großen Farnbaum auf.

Beim Abendessen, vermischte sich dann noch Regen mit Blut, da ich mich mit meinem Solinger Messer, was sonst wirklich erste Sahne ist, in den kleinen Finger schnitt. Irgendwann kroch ich dann in mein Zelt, zog meine nassen Klamotten aus, legte sie in Ecke und stellte dann fest, wieso das Zelt nur 26 Australische Dollar gekostet hatte: Es tropfte…genau in der Mitte des Zelts.
„Wieder nur Scheiße gekauft!“, dachte ich mir, mit dem Gefühl mit dem man eine schlechte Stelle an einem gerade erst erworbenen Apfel entdeckt. Leider hatte ich gerade keinen Eimer oder Wanne griffbereit und legte deshalb ein Handtuch unter das Leck und versuchte mich so hinzulegen, ohne großartig nass zu werden. Das hört sich alles nicht so gemütlich für euch an? Es war absoluter Mist…selten so schlecht geschlafen, mittlerweile kann ich zwar drüber schmunzeln, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich sehr sehnsüchtig an meinen Ford Falcon, der an Gemütlichkeit nicht zu überbieten ist. Ich müsste nur noch einen Kamin einbauen.
Hier mal ein Bild von dem Zelt an einem Sonnigen Tag. Dafür war es echt in Ordnung, ein Schönwetterzelt sozusagen.
Naja, mit der sehr verlockenden Erwartung in meine klammen und nassen Klamotten steigen zu müssen, stand ich dann irgendwann auf und frühstückte, baute mein Zelt ab und organisierte meine Sachen.

Haferflocken und ein halber Apfel:

Und dann war es so weit. Für ca. fünf Minuten schaffte es die Sonne sich durch die Wollen zu boxen und mir etwas Wärme auf meine Haut und mein Gemüt zu geben. Selten habe ich Sonnenstrahlen so genossen. Aber dann war wieder Grau und Grau.

Aber wie sagte ein gewisser Herr Röhricht bei solchen Anlässen: "Was ham wir ein Glück mim Wedda, stell dir vor es würde scheien!!!"
Ich würde zwar gerne noch etwas weiter schreiben, aber die Uhr sagt, dass es Zeit für den Kofferraum ist, weshalb ich für heute Schluss mache…bis die Tage!
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Montag, 12. März 2012
Neu Seeland
georgk, 22:56h
So, liebe Leute. Ich befinde mich gerade in der Bücherei von Tanunda, Südaustralien und ich habe mir vorgenommen mir eine halbe Stunde Zeit zu nehmen um ein paar Zeilen für den Blog zu schreiben.
Nun an denn: Ich war also in Auckland angekommen. Mir fiel von Anfang an auf, dass die Vegetation eher der meiner Heimat entspricht als die in Australien, was mir gefiel. Auch der Rasen und das Gras sahen so aus wie daheim. Ich suchte mir also ein Hostel, was lange genug dauerte, da ich natürlich nicht vorgebucht hatte und ich deshalb meinen 20kg schweren Koffer einmal die ganze Queenstreet in Auckland hochschleppte. Naja, am Ende fand ich dann doch noch eine bleibe, leider nur für zwei Nächte aber das war mir erstmal egal. Ich nahm mir etwas Geld mit und machte mich auf, meinen Eindruck von der Stadt zu vergrößern.
Das erste was ich tat war mir ein Chinesisches Gericht zu kaufen, was auch sehr lecker war. Mjam mjam mjam! Genau so wie in Australien gibt es in Neu Seeland sehr viele asiatische Einwanderer, was den Vorteil hat, dass man viele gute günstige asiatische Restaurants findet. Danach suchte ich mir ein Fleckchen Rasen und machte einen kleinen Erholungsschlaf. Es war ca. 19 Uhr und die Sonne war immer noch nicht hinter dem Horizont verschwunden. Eine prima Sache, da ich mich wieder ein paar hundert Kilometer vom Äquator entfernt hatte, wurden die Tage wieder länger. Das wurde dann noch verstärkt, als ich mit dem Motorrad auf dem Südteil der Südinsel Neu Seelands unterwegs war und die Sonne noch eine Stunde länger Licht und Wärme schenkt.
Ich lief also die ganze Queen Street wieder runter und schaute mir dann den sehr schönen Hafen an und machte ein paar hübsche Bilder. Irgendwann wollte ich dann wieder zurück zu meinem Hostel und da fiel mir auf, dass es in Auckland einen Bus gibt, der die ganze Zeit in der Innenstadt herum fährt und jeden, der sich benimmt umsonst mitnimmt. Wieder beim Hostel lernte ich auch meine Zimmergenossinen kennen, es handelte sich um Deutsche.
Es war kurz vor Weihnachten:

Die Skyline:

Coca Cola veranstaltete ein cooles Weihnachtskonzert im Park:

Manchmal habe ich den Eindruck jeder Deutsche im Alter von 18-28 Jahren befindet sich in Neu Seeland oder Australien. Ein bisschen nervig ist das, wenn man eigentlich Leute aus anderen Ländern und Kulturen kennen lernen bzw. sich nicht über Abitur oder Studium unterhalten möchte. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich meine die Deutschen sind ja auch alle sehr nett und ich bin letztendlich ja auch immer noch deutsch, aber wenn ich in ein Hostel komme und überall nur Deutsch gesabbelt wird, krieg ich die Motten!
Als dann noch im Museum eine original V2 hing, wurde ich paranoid:

Hier noch eine Version von "Mein Krampf":

Wohingegen ich es sehr interessant und spannend finde, im Ausland mit der deutschen, unrühmlichen Vergangenheit konfrontiert zu werden, da man so einen Eindruck davon bekommt, wie sie von anderen Völkern wahrgenommen wurde/wird.
Das große Museum in Auckland:

Die nächsten Tage erkundete ich dann allein oder mit anderen Reisenden die Stadt und besorgte letzte Dinge, die ich für meine Motorradabenteuer benötigte. Unter anderem war da ein Russe, Ilja war sein Name, der zwar nicht so gut Englisch konnte, aber eine sehr interessante Reise vor sich /bzw schon hinter sich hatte.
Er und seine 4 Genossen waren in Alaska mit dem Schneemobil gestartet. Dann mit dem Auto durch die USA, ein stückchen zu Fuß in Südamerika um im Dezember Neu Seeland mit dem Fahrrad zu erobern. Danach sollte es glaube ich mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln nach Asien gehen. Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, aber Segelboot und andere coole Dinge standen auf der Liste. Die Reise dauerte insgesamt 2 Jahre glaube ich und falls ich irgendwann mal einen Dukatenscheißer fange oder über einen Klumpen Gold stolpere mache ich sowas auch!
Naja, die Tage vergingen recht fix und mirnichtsdirnichts war auch schon der 13.12.11 und es war der Tag an dem ich mein Motorrad in empfang nehmen sollte. Ihr seid jetzt wahrscheinlich alle furchtbar gespannt oder auch nicht, aber meine halbe Stunde ist um und ich will heute noch was anderes machen außer in einer klimatisierten Bücherei vor dem Bildschrim zu hocken.

Nun an denn: Ich war also in Auckland angekommen. Mir fiel von Anfang an auf, dass die Vegetation eher der meiner Heimat entspricht als die in Australien, was mir gefiel. Auch der Rasen und das Gras sahen so aus wie daheim. Ich suchte mir also ein Hostel, was lange genug dauerte, da ich natürlich nicht vorgebucht hatte und ich deshalb meinen 20kg schweren Koffer einmal die ganze Queenstreet in Auckland hochschleppte. Naja, am Ende fand ich dann doch noch eine bleibe, leider nur für zwei Nächte aber das war mir erstmal egal. Ich nahm mir etwas Geld mit und machte mich auf, meinen Eindruck von der Stadt zu vergrößern.
Das erste was ich tat war mir ein Chinesisches Gericht zu kaufen, was auch sehr lecker war. Mjam mjam mjam! Genau so wie in Australien gibt es in Neu Seeland sehr viele asiatische Einwanderer, was den Vorteil hat, dass man viele gute günstige asiatische Restaurants findet. Danach suchte ich mir ein Fleckchen Rasen und machte einen kleinen Erholungsschlaf. Es war ca. 19 Uhr und die Sonne war immer noch nicht hinter dem Horizont verschwunden. Eine prima Sache, da ich mich wieder ein paar hundert Kilometer vom Äquator entfernt hatte, wurden die Tage wieder länger. Das wurde dann noch verstärkt, als ich mit dem Motorrad auf dem Südteil der Südinsel Neu Seelands unterwegs war und die Sonne noch eine Stunde länger Licht und Wärme schenkt.
Ich lief also die ganze Queen Street wieder runter und schaute mir dann den sehr schönen Hafen an und machte ein paar hübsche Bilder. Irgendwann wollte ich dann wieder zurück zu meinem Hostel und da fiel mir auf, dass es in Auckland einen Bus gibt, der die ganze Zeit in der Innenstadt herum fährt und jeden, der sich benimmt umsonst mitnimmt. Wieder beim Hostel lernte ich auch meine Zimmergenossinen kennen, es handelte sich um Deutsche.
Es war kurz vor Weihnachten:

Die Skyline:

Coca Cola veranstaltete ein cooles Weihnachtskonzert im Park:

Manchmal habe ich den Eindruck jeder Deutsche im Alter von 18-28 Jahren befindet sich in Neu Seeland oder Australien. Ein bisschen nervig ist das, wenn man eigentlich Leute aus anderen Ländern und Kulturen kennen lernen bzw. sich nicht über Abitur oder Studium unterhalten möchte. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich meine die Deutschen sind ja auch alle sehr nett und ich bin letztendlich ja auch immer noch deutsch, aber wenn ich in ein Hostel komme und überall nur Deutsch gesabbelt wird, krieg ich die Motten!
Als dann noch im Museum eine original V2 hing, wurde ich paranoid:

Hier noch eine Version von "Mein Krampf":

Wohingegen ich es sehr interessant und spannend finde, im Ausland mit der deutschen, unrühmlichen Vergangenheit konfrontiert zu werden, da man so einen Eindruck davon bekommt, wie sie von anderen Völkern wahrgenommen wurde/wird.
Das große Museum in Auckland:

Die nächsten Tage erkundete ich dann allein oder mit anderen Reisenden die Stadt und besorgte letzte Dinge, die ich für meine Motorradabenteuer benötigte. Unter anderem war da ein Russe, Ilja war sein Name, der zwar nicht so gut Englisch konnte, aber eine sehr interessante Reise vor sich /bzw schon hinter sich hatte.
Er und seine 4 Genossen waren in Alaska mit dem Schneemobil gestartet. Dann mit dem Auto durch die USA, ein stückchen zu Fuß in Südamerika um im Dezember Neu Seeland mit dem Fahrrad zu erobern. Danach sollte es glaube ich mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln nach Asien gehen. Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, aber Segelboot und andere coole Dinge standen auf der Liste. Die Reise dauerte insgesamt 2 Jahre glaube ich und falls ich irgendwann mal einen Dukatenscheißer fange oder über einen Klumpen Gold stolpere mache ich sowas auch!
Naja, die Tage vergingen recht fix und mirnichtsdirnichts war auch schon der 13.12.11 und es war der Tag an dem ich mein Motorrad in empfang nehmen sollte. Ihr seid jetzt wahrscheinlich alle furchtbar gespannt oder auch nicht, aber meine halbe Stunde ist um und ich will heute noch was anderes machen außer in einer klimatisierten Bücherei vor dem Bildschrim zu hocken.

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Mittwoch, 1. Februar 2012
Townsville-Brisbane
georgk, 03:01h
Um Anzufangen noch ein paar Photos als Eindrücke von der Bananenzeit.
Frische Staude:

Die heir ist etwas weiter:

Mit Tom aufm Weg zum Bach:

Waschweib:

Am Aligator Creek, an dem wir uns gerne nach der Arbeit entspannt haben:

Auf dem Weg zum kleinen Fluss, wo wir auch das einm oder andere Mal waren, man musste immer über eine Eisenbahnbrücke:

Also fuhren wir dann weiter nach Townsville, wo wir gegen Abend eintrafen. Dort wollten wir uns mit Noah treffen. Ich hatte Noah in Rainbow Beach kennen gelernt, er hat aber merkwürdigerweise bis jetzt noch keine Erwähnung in meinem Blog gefunden. Er kommt aus Kanada(somewhere near the Rockies,man) und ist ein prima Typ mit einer interessanten Sichtweise auf einige Dinge. Eines Abends stand ich neben einem ca. 1,80m hohen Holzzaun und unterhielt mich mit jemanden, als Noah über diesen Zaun gesprungen kam. Als wir ihn etwas fragend anblickten, sagte er nur: „ Hey man, gates are for pussies!“ „Hey Mann, (Zaun)Tore sind was für Weicheier!“
Hier ist er, rechts im Bild!

Er ist ein prima Zeitgenosse und reist mit seinem Fahrrad durch Australien. Wohlgemerkt Australien, wo man auch mal hundert Kilometer Straße ohne einen Rastplatz mit McDoofnalds haben kann. Noah hatte sich in Townsville ein Boot gekauft. (jaja, wie lustig, wahrscheinlich ist er gerade in Australien unterwegs um Tierpärchen zu suchen). Das Boot war zwar sehr günstig, dafür aber auch nicht richtig seetauglich. Seit ein paar Monaten ist er dabei, dass zu ändern. Das Boot steht momentan bei einer Werft, er arbeitet Tagsüber im Abrissgewerbe und abends an seinem Boot, in dem er mittlerweile auch lebt.
Die Tage, die wir in Townsville verbrachten hingen wir auf dem Werftgelände rum, Anton, der übrigens gelernter Koch ist, bekochte uns, wir gingen in die Stadt, entspannten uns und machten dies und jenes. Einen Tag halfen wir Noah auch ein bisschen bei seinem Boot, wofür er uns im Gegenzug einige Dosen Bier spendierte. Was für ein Deal. Arbeit gegen Naturalien. Der erste Schritt in der Befreiung von den Fesseln des Geldes, welches alles und jeden in seiner Macht hat ohne Gnade oder Mitgefühl für jene zu zeigen, die sich dem kapitalistischen System nicht anpassen wollen oder können. Oh man, ich glaube Karl Marx wäre stolz auf mich!
Entspannung:

Selbstgebarautes Bier von Noah abfüllen:

Rechts das Boot von Noah:

Hier warten wir auf Hühnchen, das im Garer ist:

Tom und ich beraten über die Aufteilung des Erdballs, nachdem wir die Weltherrschaft an uns gerissen haben:

Am Montagmorgen verabschiedete ich mich von Tom, für den die drei Schicksalsweberinnen eine Reise nach Tasmanien vorgesehen hatten. Ich fuhr dann mit Anton weiter nach Airlie Beach, wo ich nochmal einen Ausflug zum Great Barrier Reef machte. Anton buchte sich einen Segeltrip mit Tauchkurs und ich fuhr dann allein weiter nach Childers, wo ich noch mal zwei Nächte verbrachte, bevor es weiter nach Süden ging. Am 8. Dezember sollte mein Flug von Brisbane nach Auckland gehen.
Auf dem Weg nach Airlie Beach:

Anton:

Wir waren auch nochmal bei den Cedar Creek Falls, die aber leider immer noch trocken waren.

Ich in Airlie Beach mit der Gitarre, die Tom mir großzügigerweise überlassen und der ich versuche ab und zu mal ein paar wohlklingende Töne oder Melodien zu entlocken:

Armin erklärt mir den Bewässerer:

In Aktion:
Ich fuhr nochmal nach Rainbow Beach, surfte ein wenig, spielte mal wieder Fußball und lernte unter anderem Sjoerd aus Holland kennen, der sich dazu entschloss ein bisschen mit mir durch die Gegend zu fahren, weil sein Auto nach einem unglücklichen Missgeschick auf Fraser Island für unbestimmte Zeit in der Werkstatt war.
Hier eine fiese Schürfwunde vom Fußball spielen:
Also fuhren wir nach Noosa, wo wir das Wochenende verbrachten.
Der große Pelikan in Noosa:

Ich vor der großen Ananas irgendwo nördlcih von Brisbane. Letztens bin ich an der großen Banane in Coffs Harbour vorbei gefahren. Es gibt auch die große Erdnuss, die große Garnele, die große Mango usw. :

Am Montag fuhren wir nach Maleny, wo wir im örtlichen Pub zu Abend aßen und uns dann ein paar lokale Bands anhörten die da live spielten und eine tolle Atmosphäre schufen. Neben uns saß ein alter Mann. Eigentlich würde man ja aus Höflichkeit von einem älteren Herrn sprechen, Herr Evans ist aber 88 Jahre alt und deswegen nicht mehr nur ein älterer Herr. Das soll aber keine Abwertung sein.

Im Gegenteil, er ist ein knorke Typ! Er saß da wie wir, trank einige Gläser Wein, fragte nebenbei, wo wir über Nacht bleiben wollten und auf unsere Unwissende Antwort reagierte er mit dem Angebot uns bei ihm schlafen zu lassen. Die einzige Gegenleistung war halt, ihn nach Hause zu fahren. Noch ein klasse Geschäft in dem Geld keine Rolle spielte. Also übernachteten wir bei ihm im Kinderzimmer und er machte uns sogar am nächsten Tag noch Frühstück. Für seine 88 Jahre ist er echt noch ziemlich fit und ziemlich aktiv. Wie viele 88 jährige kennt ihr, die regelmäßig in die Kneipe gehen um Wein und Musik zu genießen?
Wir bei ihm zu Haus:
Am nächsten Tag fuhren wir nach Brisbane, der 8. Dezember rückte immer näher. Dort besuchten wir noch Freunde von Sjoerd, schauten uns ein wenig um und ich organisierte noch letzte Sachen und packte meinen Koffer.
Ich als Teil eines Kunstwerks im Museum in Brisbane:

Sjoerd erklärt mir gerade, warum die Welt für den Königlichen Niederländischen Verband des fusBalls gerade nicht ganz so rosig aussieht wie im Hintergrun:

Das Nummernschild!
Ich hatte mir unter anderem Beim „Big W“-Markt für 30$ ein kleines Zelt gekauft, welches ihr noch öfter sehen werdet.
Ich kann zwar in meinem Auto schlafen, aber diesen Vorzug hat ein Motorrad leider nicht. Dafür, da es keine schwere Karosserie und nur zwei anstatt der vier Reifen usw. mit sich herumfährt hat es den Vorteil eines sehr guten Gewichts/Leistungs verhältnisses was sich in einer fulminanten Beschleunigung äußert. Ein tolles Gefühl, mit einer leichten Drehbewegung der rechten Hand so ziemlich jedes Auto stehen lassen zu können. Das musste ich aber nicht jedem anderen Verkehrsteilnehmer zeigen, dass Wissen über dieses Potential ist meist schon genug.
Nichtsdestotrotz wurde mir des Öfteren ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert, wenn die vier kleinen, laut schreienden Zylinder die Kurbelwelle in Bereiche jenseits der 10.000 U/Min versetzten und so das volle Drehmoment zur Verfügung gestellt wurde.
Oh, jetzt bin ich schon etwas abgeschweift und hatte einen kleinen Exkurs. Soweit bin ich noch nicht. Nach einer furchbaren von ca. 50 Mücken geplagten vorerst letzten Nacht im Falcon, brachte mich Sjoerd zum Flughafen, er kümmerte sich die nächste Zeit um den Ford. Beim einchecken lief alles prima und nach 3 ½ Stunden Flug führte der Pilot eine klasse Landung in Auckland durch.
Ich war also in Neu Seeland. Weiter kann man sich auf dem Erdball nicht von Deutschland entfernen, der Zeitunterschied betrug genau 12h. Ende der Geschichte…für heute…nur noch ein kleiner Vorgeschmack:

Frische Staude:

Die heir ist etwas weiter:

Mit Tom aufm Weg zum Bach:

Waschweib:

Am Aligator Creek, an dem wir uns gerne nach der Arbeit entspannt haben:

Auf dem Weg zum kleinen Fluss, wo wir auch das einm oder andere Mal waren, man musste immer über eine Eisenbahnbrücke:

Also fuhren wir dann weiter nach Townsville, wo wir gegen Abend eintrafen. Dort wollten wir uns mit Noah treffen. Ich hatte Noah in Rainbow Beach kennen gelernt, er hat aber merkwürdigerweise bis jetzt noch keine Erwähnung in meinem Blog gefunden. Er kommt aus Kanada(somewhere near the Rockies,man) und ist ein prima Typ mit einer interessanten Sichtweise auf einige Dinge. Eines Abends stand ich neben einem ca. 1,80m hohen Holzzaun und unterhielt mich mit jemanden, als Noah über diesen Zaun gesprungen kam. Als wir ihn etwas fragend anblickten, sagte er nur: „ Hey man, gates are for pussies!“ „Hey Mann, (Zaun)Tore sind was für Weicheier!“
Hier ist er, rechts im Bild!

Er ist ein prima Zeitgenosse und reist mit seinem Fahrrad durch Australien. Wohlgemerkt Australien, wo man auch mal hundert Kilometer Straße ohne einen Rastplatz mit McDoofnalds haben kann. Noah hatte sich in Townsville ein Boot gekauft. (jaja, wie lustig, wahrscheinlich ist er gerade in Australien unterwegs um Tierpärchen zu suchen). Das Boot war zwar sehr günstig, dafür aber auch nicht richtig seetauglich. Seit ein paar Monaten ist er dabei, dass zu ändern. Das Boot steht momentan bei einer Werft, er arbeitet Tagsüber im Abrissgewerbe und abends an seinem Boot, in dem er mittlerweile auch lebt.
Die Tage, die wir in Townsville verbrachten hingen wir auf dem Werftgelände rum, Anton, der übrigens gelernter Koch ist, bekochte uns, wir gingen in die Stadt, entspannten uns und machten dies und jenes. Einen Tag halfen wir Noah auch ein bisschen bei seinem Boot, wofür er uns im Gegenzug einige Dosen Bier spendierte. Was für ein Deal. Arbeit gegen Naturalien. Der erste Schritt in der Befreiung von den Fesseln des Geldes, welches alles und jeden in seiner Macht hat ohne Gnade oder Mitgefühl für jene zu zeigen, die sich dem kapitalistischen System nicht anpassen wollen oder können. Oh man, ich glaube Karl Marx wäre stolz auf mich!
Entspannung:

Selbstgebarautes Bier von Noah abfüllen:

Rechts das Boot von Noah:

Hier warten wir auf Hühnchen, das im Garer ist:

Tom und ich beraten über die Aufteilung des Erdballs, nachdem wir die Weltherrschaft an uns gerissen haben:

Am Montagmorgen verabschiedete ich mich von Tom, für den die drei Schicksalsweberinnen eine Reise nach Tasmanien vorgesehen hatten. Ich fuhr dann mit Anton weiter nach Airlie Beach, wo ich nochmal einen Ausflug zum Great Barrier Reef machte. Anton buchte sich einen Segeltrip mit Tauchkurs und ich fuhr dann allein weiter nach Childers, wo ich noch mal zwei Nächte verbrachte, bevor es weiter nach Süden ging. Am 8. Dezember sollte mein Flug von Brisbane nach Auckland gehen.
Auf dem Weg nach Airlie Beach:

Anton:

Wir waren auch nochmal bei den Cedar Creek Falls, die aber leider immer noch trocken waren.

Ich in Airlie Beach mit der Gitarre, die Tom mir großzügigerweise überlassen und der ich versuche ab und zu mal ein paar wohlklingende Töne oder Melodien zu entlocken:

Armin erklärt mir den Bewässerer:

In Aktion:
Ich fuhr nochmal nach Rainbow Beach, surfte ein wenig, spielte mal wieder Fußball und lernte unter anderem Sjoerd aus Holland kennen, der sich dazu entschloss ein bisschen mit mir durch die Gegend zu fahren, weil sein Auto nach einem unglücklichen Missgeschick auf Fraser Island für unbestimmte Zeit in der Werkstatt war.
Hier eine fiese Schürfwunde vom Fußball spielen:
Also fuhren wir nach Noosa, wo wir das Wochenende verbrachten.
Der große Pelikan in Noosa:

Ich vor der großen Ananas irgendwo nördlcih von Brisbane. Letztens bin ich an der großen Banane in Coffs Harbour vorbei gefahren. Es gibt auch die große Erdnuss, die große Garnele, die große Mango usw. :

Am Montag fuhren wir nach Maleny, wo wir im örtlichen Pub zu Abend aßen und uns dann ein paar lokale Bands anhörten die da live spielten und eine tolle Atmosphäre schufen. Neben uns saß ein alter Mann. Eigentlich würde man ja aus Höflichkeit von einem älteren Herrn sprechen, Herr Evans ist aber 88 Jahre alt und deswegen nicht mehr nur ein älterer Herr. Das soll aber keine Abwertung sein.

Im Gegenteil, er ist ein knorke Typ! Er saß da wie wir, trank einige Gläser Wein, fragte nebenbei, wo wir über Nacht bleiben wollten und auf unsere Unwissende Antwort reagierte er mit dem Angebot uns bei ihm schlafen zu lassen. Die einzige Gegenleistung war halt, ihn nach Hause zu fahren. Noch ein klasse Geschäft in dem Geld keine Rolle spielte. Also übernachteten wir bei ihm im Kinderzimmer und er machte uns sogar am nächsten Tag noch Frühstück. Für seine 88 Jahre ist er echt noch ziemlich fit und ziemlich aktiv. Wie viele 88 jährige kennt ihr, die regelmäßig in die Kneipe gehen um Wein und Musik zu genießen?
Wir bei ihm zu Haus:
Am nächsten Tag fuhren wir nach Brisbane, der 8. Dezember rückte immer näher. Dort besuchten wir noch Freunde von Sjoerd, schauten uns ein wenig um und ich organisierte noch letzte Sachen und packte meinen Koffer.
Ich als Teil eines Kunstwerks im Museum in Brisbane:

Sjoerd erklärt mir gerade, warum die Welt für den Königlichen Niederländischen Verband des fusBalls gerade nicht ganz so rosig aussieht wie im Hintergrun:

Das Nummernschild!
Ich hatte mir unter anderem Beim „Big W“-Markt für 30$ ein kleines Zelt gekauft, welches ihr noch öfter sehen werdet.
Ich kann zwar in meinem Auto schlafen, aber diesen Vorzug hat ein Motorrad leider nicht. Dafür, da es keine schwere Karosserie und nur zwei anstatt der vier Reifen usw. mit sich herumfährt hat es den Vorteil eines sehr guten Gewichts/Leistungs verhältnisses was sich in einer fulminanten Beschleunigung äußert. Ein tolles Gefühl, mit einer leichten Drehbewegung der rechten Hand so ziemlich jedes Auto stehen lassen zu können. Das musste ich aber nicht jedem anderen Verkehrsteilnehmer zeigen, dass Wissen über dieses Potential ist meist schon genug.
Nichtsdestotrotz wurde mir des Öfteren ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert, wenn die vier kleinen, laut schreienden Zylinder die Kurbelwelle in Bereiche jenseits der 10.000 U/Min versetzten und so das volle Drehmoment zur Verfügung gestellt wurde.
Oh, jetzt bin ich schon etwas abgeschweift und hatte einen kleinen Exkurs. Soweit bin ich noch nicht. Nach einer furchbaren von ca. 50 Mücken geplagten vorerst letzten Nacht im Falcon, brachte mich Sjoerd zum Flughafen, er kümmerte sich die nächste Zeit um den Ford. Beim einchecken lief alles prima und nach 3 ½ Stunden Flug führte der Pilot eine klasse Landung in Auckland durch.
Ich war also in Neu Seeland. Weiter kann man sich auf dem Erdball nicht von Deutschland entfernen, der Zeitunterschied betrug genau 12h. Ende der Geschichte…für heute…nur noch ein kleiner Vorgeschmack:

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