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Mittwoch, 20. Juli 2011
Another day…
georgk, 08:51h
…another Dollar!
Stellt euch vor: Georg geht an die hintere, dunkle Ecke des Bücherregals. Dort wischt er einige Spinnenweben weg und zieht ein Buch mit der Aufschrift: "Blog" aus dem Regal. Er legt es auf den Tisch, bläst und wischt den Staub ab, öffnet es und fängt unter schon verblichener Schrift, aber unzweifelhaft seiner Sauklaue(ich hatte in Schrift und Form trotzdem eine 2) zuzuordnen, an zu schreiben.
Lange, lange war nichts los hier und das hat verschiedene Gründe…zum einen war ich viel am schaffen die letzten Wochen

, zum andern war ich etwas lustlos. Am Samstag hatten wir seit drei Wochen mal wieder ein paar Millimeter Regen, und ich habe den freien Tag dazu ausgenutzt um ein paar Filme zu schauen, Chips und Snickers zu fressen, sowie Cola zu trinken. Nachdem ich schön aufgeräumt habe und alles sauber war, fing ich mit der laaangen Version von Apocalypse Now an, die ich zwar schon kannte, ich mir aber trotzdem nochmal gern angeschaut habe. Nach 200Min Dschungel, Wahnsinn und dem Walkürenritt machte ich mir ein Steak und machte dann mit „Leg dich nicht mit Zohan an!“ weiter , der mir aber nur mittelmäßig gefallen hat. „Shutter Island“ hatte ich mir extra für den Schluss aufgehoben, damit der gruselige Film bei Dunkelheit seine volle Wirkung entfalten konnte, was er dann auch tat. Ein prima Film, den ich nur weiterempfehlen kann.
Gestern(sonntag) schlief ich bis 10 Uhr, für mich schon fast ungewöhnlich lange. Es ist etwas merkwürdig, in den letzten Wochen hat sich mein Schlaf sehr verändert. Und zwar wache ich immer öfter zwischen den einzelnen Schlafphasen auf, die ja ca. Eineinhalb Stunden dauern. Ich habe dann zwar keine Probleme mit dem wieder einschlafen, aber etwas komisch finde ich das schon, hoffentlich ist das kein Zeichen dafür, dass ich älter werde… Wie dem auch sei, am Sonntag machte ich mir drei von beiden Seiten gebratene Spiegeleier mit Zwiebeln und Speck. *sabber* die ich zusammen mit einem Becher Tee vernaschte. Danach räumte ich meinen Ford mal aus und machte ihn schön sauber.
Dabei habe ich etwas schon längst verloren Geglaubtes wiedergefunden. Meinen 20$ Aufladegutschein, für meine Telstra-Simkarte…JUHUUUU! Wenn man sich über die kleinen Sachen im Tagesverlauf freut, wird das Leben sehr viel schöner. Deswegen packe ich mir auch immer ein Snickers oder ein Stückchen TraubenNussSchokolade in meine Lunchbox:

(hier noch nicht drin^^)
Über so unerwartete Reichtümer erfreut, entschied ich mich abends noch in den Pub von Brookstead zu fahren um. Geld gegen Genussmittel in Form von Bier, Rum-Cola, Hühnchenschnitzel und Pommes einzutauschen. Ich gab an dem Abend ca. 80$ aus…hört sich nach Totalschaden mit völligem Gedächnisverlust an, war es aber nicht. Das Lebens und Genussmitttel in Australien etwas teurer sind, hatte ich schon mal erwähnt. Eine Zigarettenschachtel kostet 15$ glaube ich, zum Glück bin kein Sklave des Nikotins…Um halb 1 war ich zu Haus um 1 im Bett, um 6 ging der Radiowecker an…son Ärger, ich schlummerte noch bis 7 vor mich hin, stand dann endlich auf, um halb achte geht’s Arbeiten los.
So, das ist eine gute Möglichkeit, meinen Ziellosen Gedankenstrom mal in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die letzten Wochen habe ich Baumwolle geerntet, bzw. dabei geholfen. Morgens um viertel nach 6 stand ich immer auf, putzte mir die Zähne, und bereitete dann meine Mahlzeiten für dem Tag vor, da beim pflücken keine Pause gemacht wird, in der ich nach Hause fahren und mir was zu Essen machen könnte. Meine Renner waren: Hamburger, Chickenburger, Honig-Soja- Chicken-Wings, oder anderes Geflügel mit Kartoffel n oder Reis. Manchmal hatte ich auch Nudeln mit Soße.
Für die Zwischenmahlzeiten machte ich Sandwiches mit den verschiedensten Belägen. Neben der Kocherei, trank ich ne Tasse Tee und aß ein paar Cornflakes. Wie gesagt, fängt der Arbeitstag um halb acht an.
Als erstes wird dann zum Feld gefahren und die Baumwollpflücker gewartet, abgeschmiert, sauber gemacht und mit Flüssigkeiten aufgetankt, also Wasser, Öl und Sprit. Menschenskinder, ich weiss gar nicht, was ich zuerst erzählen soll…. Also erstmal für die Landwirtschaftstechnik unkundigen. Abschmieren meint, dass Lager, Rollen und andere bewegliche Teile an einer Maschine mit Schmierfett versorgt werden müssen. Das vermindert Reibung, und reduziert somit Verschleiß . Das Abschmieren macht man mit einer Fettpresse, ein Gerät, dass an Ambivalenz wohl kaum zu überbieten ist.
Auf der einen Seite unentbehrlich und wirklich nützlich, andererseits hat sie das unglaubliche Talent den Bediener sehr ärgerlich zu machen. Die zu schmierenden Teile haben einen sogenannten Schmiernippel,
an den man die Fettpresse anschließt und dann kräftig pumpt. Das hört sich zwar sehr simpel an, ist es aber meist in der Praxis dann doch nicht. Luft in der Fettpresse, vergnaddelte oder schwer zu erreichende Schmiernippel usw. lassen das Abschmieren öfters mal sehr „interessant“ werden. Meistens landet ein Teil des Fetts auch nicht dort wo es hingehört, sondern neben dem Schmiernippel , von wo man es dann unbemerkt mit dem Hosenbein oder dem Pulli mitnimmt. Dort bleibt es dann solange, bis man es auf Sitze schmiert oder es an die Hand bekommt. Wer schonmal per Hand Zutaten für Buletten geknetet hat, weiss wie gut sich Fett von Haus löst.
Kommen wir zum Baumwollpflücker.

Im Gegensatz zu einem Mähdrescher ist das Funktionsprinzip recht einfach. An jedem Pflückkopf gibt es drei elementare Bestandteile. Diese sind: Spindeln, Baumwollabnhemer und Moisturingspads…herrgott, wie übersetzt man das…..Befeuchtungskissen?!
Die um sich selbst drehenden,leicht gezahneten Spindeln nehmen die Baumwolle auf,
diese wird an den gegenläufig rotierenden Doffern(Abnehmern) von der Spindel entfernt.

Jeder Baumwollpflücker hat ein Riesengebläse, mit dem er einen starken Luftstrom erzeugt, der die Baumwolle dann über die schwarzen Plastikrohre in den Korb bläst.

Die Moisturingpads haben zweierlei Aufgabe: Sie säubern die Spindeln, bevor neue Baumwolle aufgenommen wird und sie befeuchten, wie der Name schon sagt, die Spindeln. Feuchte Spindeln nehmen nämlich die Baumwolle besser auf. Muss wohl was mit Adhäsionskräften zu tun haben(oder waren es Kohäsionskräfte? Meine Mutter wird es wissen).


Die Spindelbalken bewegen sich natürlich auch, hier tun sie es von oben auf sie herabgesehen gegen den Uhrzeigersinn. In dem Teil, den ihr nicht sehen könnt, wird die Baumwolle aufgenommen. Links ist die Dofferstange, rechts könnt ihr die Moisturingpads erkennen.
Wenn der Pflückerkorb voll ist, wird in den Bollbuggy übergeladen. „boll“ heißt soviel wie Samenkapsel…keine Ahnung warum das arme Ding nicht einfach cottonbuggy heißen darf?!


Vom Bollbuggy gelangt es über Wunder der modernen Technik in den sog. „module builder“ , die Modulpresse.
Hier wird die Baumwolle komprimiert. Das geschieht mit dem sog. „monkey“ . Einen Fachausdruck habe ich für das Ding noch nicht gehört, aber es heißt wohl „monkey“, da es wie ein Affe auf dem Builder herumturnt.


Wenn die Presse voll mit zusammengedrückter Baumwolle ist, öffnet man die hintere Tür, hebt den ganzen Rahmen etwas an und zieht die Presse ab. Dann wird die Tür wieder zugemacht
(le boeuf- der Ochs,
la vache- die Kuh;
Fermez la porte! – Die Tür mach zu! ),
und es kann mit einem neuen Modul begonnen werden.


Zu guter Letzt muss noch eine Plane aufgezogen werden, damit die Baumwolle bei Regen nicht nass wird. Das ganze geschieht, da lose Baumwolle, ähnlich wie Heu, nur sehr uneffektiv zu transportieren und zu lagern ist. Die Module nehmen weniger als ein Drittel des Platzes ein, den sie im losen Zustand benötigt hätten.
Soviel dazu…die nächsten Tage mehr von der Ernte und meinen persönlichen Erfahrungen. Ich habe aber gute Nachricht. Heute hat Bob die letzte zu pflückende Baumwolle gepflückt, diese befindet sich zwar noch im Pflücker, aber das psychologische Moment ist doch immens. Als ich ihn auf dem Weg zurück zur Farm darauf ansprach, fing er an spontan zu hupen an…herrlich. Wie heißen doch gleich diese Glückshormone? Glücksotamine? Ne…Endorphine waren es glaube ich… Darauf erstmal 1-5 kühle Bier...
Stellt euch vor: Georg geht an die hintere, dunkle Ecke des Bücherregals. Dort wischt er einige Spinnenweben weg und zieht ein Buch mit der Aufschrift: "Blog" aus dem Regal. Er legt es auf den Tisch, bläst und wischt den Staub ab, öffnet es und fängt unter schon verblichener Schrift, aber unzweifelhaft seiner Sauklaue(ich hatte in Schrift und Form trotzdem eine 2) zuzuordnen, an zu schreiben.
Lange, lange war nichts los hier und das hat verschiedene Gründe…zum einen war ich viel am schaffen die letzten Wochen

, zum andern war ich etwas lustlos. Am Samstag hatten wir seit drei Wochen mal wieder ein paar Millimeter Regen, und ich habe den freien Tag dazu ausgenutzt um ein paar Filme zu schauen, Chips und Snickers zu fressen, sowie Cola zu trinken. Nachdem ich schön aufgeräumt habe und alles sauber war, fing ich mit der laaangen Version von Apocalypse Now an, die ich zwar schon kannte, ich mir aber trotzdem nochmal gern angeschaut habe. Nach 200Min Dschungel, Wahnsinn und dem Walkürenritt machte ich mir ein Steak und machte dann mit „Leg dich nicht mit Zohan an!“ weiter , der mir aber nur mittelmäßig gefallen hat. „Shutter Island“ hatte ich mir extra für den Schluss aufgehoben, damit der gruselige Film bei Dunkelheit seine volle Wirkung entfalten konnte, was er dann auch tat. Ein prima Film, den ich nur weiterempfehlen kann.
Gestern(sonntag) schlief ich bis 10 Uhr, für mich schon fast ungewöhnlich lange. Es ist etwas merkwürdig, in den letzten Wochen hat sich mein Schlaf sehr verändert. Und zwar wache ich immer öfter zwischen den einzelnen Schlafphasen auf, die ja ca. Eineinhalb Stunden dauern. Ich habe dann zwar keine Probleme mit dem wieder einschlafen, aber etwas komisch finde ich das schon, hoffentlich ist das kein Zeichen dafür, dass ich älter werde… Wie dem auch sei, am Sonntag machte ich mir drei von beiden Seiten gebratene Spiegeleier mit Zwiebeln und Speck. *sabber* die ich zusammen mit einem Becher Tee vernaschte. Danach räumte ich meinen Ford mal aus und machte ihn schön sauber.
Dabei habe ich etwas schon längst verloren Geglaubtes wiedergefunden. Meinen 20$ Aufladegutschein, für meine Telstra-Simkarte…JUHUUUU! Wenn man sich über die kleinen Sachen im Tagesverlauf freut, wird das Leben sehr viel schöner. Deswegen packe ich mir auch immer ein Snickers oder ein Stückchen TraubenNussSchokolade in meine Lunchbox:

(hier noch nicht drin^^)
Über so unerwartete Reichtümer erfreut, entschied ich mich abends noch in den Pub von Brookstead zu fahren um. Geld gegen Genussmittel in Form von Bier, Rum-Cola, Hühnchenschnitzel und Pommes einzutauschen. Ich gab an dem Abend ca. 80$ aus…hört sich nach Totalschaden mit völligem Gedächnisverlust an, war es aber nicht. Das Lebens und Genussmitttel in Australien etwas teurer sind, hatte ich schon mal erwähnt. Eine Zigarettenschachtel kostet 15$ glaube ich, zum Glück bin kein Sklave des Nikotins…Um halb 1 war ich zu Haus um 1 im Bett, um 6 ging der Radiowecker an…son Ärger, ich schlummerte noch bis 7 vor mich hin, stand dann endlich auf, um halb achte geht’s Arbeiten los.
So, das ist eine gute Möglichkeit, meinen Ziellosen Gedankenstrom mal in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die letzten Wochen habe ich Baumwolle geerntet, bzw. dabei geholfen. Morgens um viertel nach 6 stand ich immer auf, putzte mir die Zähne, und bereitete dann meine Mahlzeiten für dem Tag vor, da beim pflücken keine Pause gemacht wird, in der ich nach Hause fahren und mir was zu Essen machen könnte. Meine Renner waren: Hamburger, Chickenburger, Honig-Soja- Chicken-Wings, oder anderes Geflügel mit Kartoffel n oder Reis. Manchmal hatte ich auch Nudeln mit Soße.
Für die Zwischenmahlzeiten machte ich Sandwiches mit den verschiedensten Belägen. Neben der Kocherei, trank ich ne Tasse Tee und aß ein paar Cornflakes. Wie gesagt, fängt der Arbeitstag um halb acht an.
Als erstes wird dann zum Feld gefahren und die Baumwollpflücker gewartet, abgeschmiert, sauber gemacht und mit Flüssigkeiten aufgetankt, also Wasser, Öl und Sprit. Menschenskinder, ich weiss gar nicht, was ich zuerst erzählen soll…. Also erstmal für die Landwirtschaftstechnik unkundigen. Abschmieren meint, dass Lager, Rollen und andere bewegliche Teile an einer Maschine mit Schmierfett versorgt werden müssen. Das vermindert Reibung, und reduziert somit Verschleiß . Das Abschmieren macht man mit einer Fettpresse, ein Gerät, dass an Ambivalenz wohl kaum zu überbieten ist.
Auf der einen Seite unentbehrlich und wirklich nützlich, andererseits hat sie das unglaubliche Talent den Bediener sehr ärgerlich zu machen. Die zu schmierenden Teile haben einen sogenannten Schmiernippel,
an den man die Fettpresse anschließt und dann kräftig pumpt. Das hört sich zwar sehr simpel an, ist es aber meist in der Praxis dann doch nicht. Luft in der Fettpresse, vergnaddelte oder schwer zu erreichende Schmiernippel usw. lassen das Abschmieren öfters mal sehr „interessant“ werden. Meistens landet ein Teil des Fetts auch nicht dort wo es hingehört, sondern neben dem Schmiernippel , von wo man es dann unbemerkt mit dem Hosenbein oder dem Pulli mitnimmt. Dort bleibt es dann solange, bis man es auf Sitze schmiert oder es an die Hand bekommt. Wer schonmal per Hand Zutaten für Buletten geknetet hat, weiss wie gut sich Fett von Haus löst.
Kommen wir zum Baumwollpflücker.

Im Gegensatz zu einem Mähdrescher ist das Funktionsprinzip recht einfach. An jedem Pflückkopf gibt es drei elementare Bestandteile. Diese sind: Spindeln, Baumwollabnhemer und Moisturingspads…herrgott, wie übersetzt man das…..Befeuchtungskissen?!
Die um sich selbst drehenden,leicht gezahneten Spindeln nehmen die Baumwolle auf,
diese wird an den gegenläufig rotierenden Doffern(Abnehmern) von der Spindel entfernt.

Jeder Baumwollpflücker hat ein Riesengebläse, mit dem er einen starken Luftstrom erzeugt, der die Baumwolle dann über die schwarzen Plastikrohre in den Korb bläst.

Die Moisturingpads haben zweierlei Aufgabe: Sie säubern die Spindeln, bevor neue Baumwolle aufgenommen wird und sie befeuchten, wie der Name schon sagt, die Spindeln. Feuchte Spindeln nehmen nämlich die Baumwolle besser auf. Muss wohl was mit Adhäsionskräften zu tun haben(oder waren es Kohäsionskräfte? Meine Mutter wird es wissen).


Die Spindelbalken bewegen sich natürlich auch, hier tun sie es von oben auf sie herabgesehen gegen den Uhrzeigersinn. In dem Teil, den ihr nicht sehen könnt, wird die Baumwolle aufgenommen. Links ist die Dofferstange, rechts könnt ihr die Moisturingpads erkennen.
Wenn der Pflückerkorb voll ist, wird in den Bollbuggy übergeladen. „boll“ heißt soviel wie Samenkapsel…keine Ahnung warum das arme Ding nicht einfach cottonbuggy heißen darf?!


Vom Bollbuggy gelangt es über Wunder der modernen Technik in den sog. „module builder“ , die Modulpresse.
Hier wird die Baumwolle komprimiert. Das geschieht mit dem sog. „monkey“ . Einen Fachausdruck habe ich für das Ding noch nicht gehört, aber es heißt wohl „monkey“, da es wie ein Affe auf dem Builder herumturnt.


Wenn die Presse voll mit zusammengedrückter Baumwolle ist, öffnet man die hintere Tür, hebt den ganzen Rahmen etwas an und zieht die Presse ab. Dann wird die Tür wieder zugemacht
(le boeuf- der Ochs,
la vache- die Kuh;
Fermez la porte! – Die Tür mach zu! ),
und es kann mit einem neuen Modul begonnen werden.


Zu guter Letzt muss noch eine Plane aufgezogen werden, damit die Baumwolle bei Regen nicht nass wird. Das ganze geschieht, da lose Baumwolle, ähnlich wie Heu, nur sehr uneffektiv zu transportieren und zu lagern ist. Die Module nehmen weniger als ein Drittel des Platzes ein, den sie im losen Zustand benötigt hätten.
Soviel dazu…die nächsten Tage mehr von der Ernte und meinen persönlichen Erfahrungen. Ich habe aber gute Nachricht. Heute hat Bob die letzte zu pflückende Baumwolle gepflückt, diese befindet sich zwar noch im Pflücker, aber das psychologische Moment ist doch immens. Als ich ihn auf dem Weg zurück zur Farm darauf ansprach, fing er an spontan zu hupen an…herrlich. Wie heißen doch gleich diese Glückshormone? Glücksotamine? Ne…Endorphine waren es glaube ich… Darauf erstmal 1-5 kühle Bier...
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Montag, 6. Juni 2011
Verdammte Kiste!
georgk, 08:49h
Heute habe ich mir vorgenommen, nicht so viel zu schreiben und dafür mehr Bilder hochzuladen. Mal sehen, ob meine Internetverbindung heute so gütig ist...
Ich fange mal an, mit ein paar Bildern, die ich noch von der Milchfarm habe:

Kann man nicht so gut erkennen, ganz unten stand eigentlich: Zero tollerance to drugs and alcohol. Wir furchtbaren Scherzkekste haben aber das "zero" überklebt! *kicher* Der Cowboy ist übrigens Luke.

Das ist Kevin...der 150Kilo Mann (brachte es zu Spitzenzeiten auf 190!) kann auch freundlich gucken, tut es aber nicht für jeden. Ich habe mich gut mit ihm verstanden, vor allem, da man mit ihm immer gut Spässe machen konnte.

Philip ist sehr nett, sehr groß (er steht nicht auf einer Bierkiste) und hate deutsche Wurzeln, deshlab kann er auch ncoh ein paar Brocken Deutsch: " Du alte Sau!", sagte er zum Beispiel zu Ricky(übrigens Holländische Vorfahren über NZ in OZ gelandet!, Ricky van Voonroy), als der mal wieder unmöglich zu überhören die überflussige Luft aus seinem Magen entfernte, nachdem er seinen Wrap verschlungen hatte. Philip war außerdem so nett Ricky seine Aussage zu übersetzen, der daraufhin nur sagte:
" I don't care..."
Philip daraufhin:" Hm?! "
Ricky erneut: " I don't care..."
Philip: "About what?! "
Ricky: " About what YOU say! "
:D

David und Goliath...^^

Das Licht der Millionenmetropole Sydneys erleuchten den bedeckten Nachthimmel am Horizont. Hat etwas gespentisches, ich musste an das Inferno von Dresden denken.

Melkstand mit "fließend" Wasser.
Claus und ich in den blauen Bergen. Die Schuhe...ich könnt heulen.... :(

Hydraulischer Klauenpflegestand, bei dem der ein oder andere Milchbauer mit Sicherheit neidisch wird.

Der Vorhof zur Hölle...ähhh Dairy. Hier warten normalerweise die Kühe aufs gemolken werden. Hier wird aber gerade das System gespült und deswegen ist er Kuhlos.

"Three Sisters" in den Blue Mountains.
Dann geht es weiter mit meiner momentanen Tätigkeit. Hier noch ein paar Bilder vom 7930:

Cooler Typ!
Kabine

Ein Lenker. Außer dem Blinker und dem "Richtungshebel" befinden sich alle Bedienelemente an der rechten Armlehne oder
auf der Bedienarmatur!

Ein Gaspedal, welches wirklich nur seltenst genutzt wird, da man fast nur den Handgasschieber gebraucht. Das ganz kleine Pedal ist dafür da, um das Lenkrad zum Fahrersitz neigen können. Wenn man aussteigt, tritt man auf das Pedal, das Lenkrad rastet aus und man kann es nach vorne neigen, wo es auch wieder einrastet.(wie man es auf dem Bild "Kabine" sieht!) Dementsprechend andersherum. Diese Funktion erleichtert Ein-und Ausstiegt, da man mehr Platz hat. Der kleine "Knopf" in der Mitte aktiviert die permanente Differentialsperre, die solange an bleibt, bis man die Kupplung oder die Bremse tritt.

Die Bedienarmatur. Rechts oben sind Kippschalter für Warnblinker, Allrad und Heckscheibenwischer.
Die beiden Drehknöpfe in der Mitte sind für Frontscheibenwischer und Beleuchtung. Dabei muss ich folgende Funktion erwähnen. Wenn der Trecker ausgeschaltet ist und man den Drehknopf in die ganz linke Position dreht, springt der Knopf zurück auf "Licht aus", der Witz dabei ist aber, dass danach die Arbeitsberleuchtung für 2Min an bleibt, dann ausgeschaltet wird und man so vom Trecker steigen kann, ohne sich die Beine zu brechen und ins Auto zu steigen oder Ähnliches.
Als ich mit Edward die Kreiselegge erleichtert hatte, hatte ich erstmal einen Tag frei . Danach verdiente ich dann weiter Geld. Die erste Aufgabe am nächsten Tag war ein paar Zinken hinter einem Grubber zu wechseln. Das war schnell getan, da Johannes noch auf eine Lieferung frischer, passender Zinken aus Adelaide wartete und wir so nur ein paar wechseln konnte. Danach zeigte mir Bob meinen nächsten "job": Handwerkerei! Ich sollte aus ein paar unschuldig aussehenden Holzbrettern
passende Holzkisten

(man beachte auch das "S(C)REWS" ) Der Typ, der dafür verantwortlich ist, arbeitet aber schon nicht mehr auf Tyunga.)
für das Regal bauen!
Ich glaube, ich habe die Maße sogar noch im Kopf.
Also für daheim zum Nachbasteln:
Grundplatte: Höhe(Holzstärke): 15mm, Länge:522mm, Breite: 352mm
Seitenplatten: Höhe: 9mm, Länge 522mm, Breite 400mm
Front- und Rückseite: Höhe: 9mm, Länge: 370mm, Breite, 400mm
Also machte ich mich ans Werk. Dazu sage ich noch, dass es sich zwar liest, wie eine Aufgabe aus dem Werkunterricht der 6. Klasse, es aber echt sehr präzises und ordentliches Arbeiten erfordert, wenn man am Ende ein vernünftiges Ergebnis haben möchte. Ich zumindest habe einen neuen Respekt für Tischler bekommn. Wobei die wahrscheinlich nicht mehr mit Hand und Kreissäge versuchen einen graden Schnitt zu landen.
Es hieß dann wieder "Measure twice, cut once!" (Zweimal messen und dafür nur EIN Mal schneiden). Wie wahr, wie wahr, Bob! ;)

Es kreist die Säge, nicht der Hammer!


In die Vorder- und Rückseite wird an passender Stelle eine Loch gebohrt, damit man später mit der Säge auch zum Stich kommt!

Das zweite Bild als Beweis dafür, dass ich mich auch bewegt habe
Mit der Stichsäge die Henkel ausschneiden!


Mit Schliefpapier alles etwas hübsch machen:

Immer wieder mal messen.

Schön vorbohren, damit das Holz nicht reisst, wenn die Schrauben reinkommen!


Es nimmt Form an...

Mit Winkelschleifer blöde Kanten, Rauheiten und überstehende Schrauben abschleifen, etwas handwerkeruntypisch, wie ich zugeben muss!^^
Fertig ist die Kiste!

Insgesamt habe ich fünf gemacht und ich muss sagen, dass ich es eigentlich ganz schön fand, unter anderem auch, da Holz besser riecht als Metall, vor allem beim schneiden. Edward meinte dazu: " Yee, but if you f&!% it up, it's hard to fix ! " Hat er auch wieder recht.
Ich habe mir erlaubt, sein Queensland- Englisch mal in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Das Original geschrieben wiederzugeben ist nicht so einfach, ich probiers mal: "Tvapdklstmdrudcnkodocodsebsnced!"
Zum Abschluss noch ein paar Bilder, die ich unkommentiert lasse!





Gute Nacht! :)
Ich fange mal an, mit ein paar Bildern, die ich noch von der Milchfarm habe:

Kann man nicht so gut erkennen, ganz unten stand eigentlich: Zero tollerance to drugs and alcohol. Wir furchtbaren Scherzkekste haben aber das "zero" überklebt! *kicher* Der Cowboy ist übrigens Luke.

Das ist Kevin...der 150Kilo Mann (brachte es zu Spitzenzeiten auf 190!) kann auch freundlich gucken, tut es aber nicht für jeden. Ich habe mich gut mit ihm verstanden, vor allem, da man mit ihm immer gut Spässe machen konnte.

Philip ist sehr nett, sehr groß (er steht nicht auf einer Bierkiste) und hate deutsche Wurzeln, deshlab kann er auch ncoh ein paar Brocken Deutsch: " Du alte Sau!", sagte er zum Beispiel zu Ricky(übrigens Holländische Vorfahren über NZ in OZ gelandet!, Ricky van Voonroy), als der mal wieder unmöglich zu überhören die überflussige Luft aus seinem Magen entfernte, nachdem er seinen Wrap verschlungen hatte. Philip war außerdem so nett Ricky seine Aussage zu übersetzen, der daraufhin nur sagte:
" I don't care..."
Philip daraufhin:" Hm?! "
Ricky erneut: " I don't care..."
Philip: "About what?! "
Ricky: " About what YOU say! "
:D

David und Goliath...^^

Das Licht der Millionenmetropole Sydneys erleuchten den bedeckten Nachthimmel am Horizont. Hat etwas gespentisches, ich musste an das Inferno von Dresden denken.

Melkstand mit "fließend" Wasser.
Claus und ich in den blauen Bergen. Die Schuhe...ich könnt heulen.... :(

Hydraulischer Klauenpflegestand, bei dem der ein oder andere Milchbauer mit Sicherheit neidisch wird.

Der Vorhof zur Hölle...ähhh Dairy. Hier warten normalerweise die Kühe aufs gemolken werden. Hier wird aber gerade das System gespült und deswegen ist er Kuhlos.

"Three Sisters" in den Blue Mountains.
Dann geht es weiter mit meiner momentanen Tätigkeit. Hier noch ein paar Bilder vom 7930:

Cooler Typ!
Kabine

Ein Lenker. Außer dem Blinker und dem "Richtungshebel" befinden sich alle Bedienelemente an der rechten Armlehne oder
auf der Bedienarmatur!

Ein Gaspedal, welches wirklich nur seltenst genutzt wird, da man fast nur den Handgasschieber gebraucht. Das ganz kleine Pedal ist dafür da, um das Lenkrad zum Fahrersitz neigen können. Wenn man aussteigt, tritt man auf das Pedal, das Lenkrad rastet aus und man kann es nach vorne neigen, wo es auch wieder einrastet.(wie man es auf dem Bild "Kabine" sieht!) Dementsprechend andersherum. Diese Funktion erleichtert Ein-und Ausstiegt, da man mehr Platz hat. Der kleine "Knopf" in der Mitte aktiviert die permanente Differentialsperre, die solange an bleibt, bis man die Kupplung oder die Bremse tritt.

Die Bedienarmatur. Rechts oben sind Kippschalter für Warnblinker, Allrad und Heckscheibenwischer.
Die beiden Drehknöpfe in der Mitte sind für Frontscheibenwischer und Beleuchtung. Dabei muss ich folgende Funktion erwähnen. Wenn der Trecker ausgeschaltet ist und man den Drehknopf in die ganz linke Position dreht, springt der Knopf zurück auf "Licht aus", der Witz dabei ist aber, dass danach die Arbeitsberleuchtung für 2Min an bleibt, dann ausgeschaltet wird und man so vom Trecker steigen kann, ohne sich die Beine zu brechen und ins Auto zu steigen oder Ähnliches.
Als ich mit Edward die Kreiselegge erleichtert hatte, hatte ich erstmal einen Tag frei . Danach verdiente ich dann weiter Geld. Die erste Aufgabe am nächsten Tag war ein paar Zinken hinter einem Grubber zu wechseln. Das war schnell getan, da Johannes noch auf eine Lieferung frischer, passender Zinken aus Adelaide wartete und wir so nur ein paar wechseln konnte. Danach zeigte mir Bob meinen nächsten "job": Handwerkerei! Ich sollte aus ein paar unschuldig aussehenden Holzbrettern
passende Holzkisten

(man beachte auch das "S(C)REWS" ) Der Typ, der dafür verantwortlich ist, arbeitet aber schon nicht mehr auf Tyunga.)
für das Regal bauen!
Ich glaube, ich habe die Maße sogar noch im Kopf.
Also für daheim zum Nachbasteln:
Grundplatte: Höhe(Holzstärke): 15mm, Länge:522mm, Breite: 352mm
Seitenplatten: Höhe: 9mm, Länge 522mm, Breite 400mm
Front- und Rückseite: Höhe: 9mm, Länge: 370mm, Breite, 400mm
Also machte ich mich ans Werk. Dazu sage ich noch, dass es sich zwar liest, wie eine Aufgabe aus dem Werkunterricht der 6. Klasse, es aber echt sehr präzises und ordentliches Arbeiten erfordert, wenn man am Ende ein vernünftiges Ergebnis haben möchte. Ich zumindest habe einen neuen Respekt für Tischler bekommn. Wobei die wahrscheinlich nicht mehr mit Hand und Kreissäge versuchen einen graden Schnitt zu landen.
Es hieß dann wieder "Measure twice, cut once!" (Zweimal messen und dafür nur EIN Mal schneiden). Wie wahr, wie wahr, Bob! ;)

Es kreist die Säge, nicht der Hammer!


In die Vorder- und Rückseite wird an passender Stelle eine Loch gebohrt, damit man später mit der Säge auch zum Stich kommt!

Das zweite Bild als Beweis dafür, dass ich mich auch bewegt habe
Mit der Stichsäge die Henkel ausschneiden!


Mit Schliefpapier alles etwas hübsch machen:

Immer wieder mal messen.

Schön vorbohren, damit das Holz nicht reisst, wenn die Schrauben reinkommen!


Es nimmt Form an...

Mit Winkelschleifer blöde Kanten, Rauheiten und überstehende Schrauben abschleifen, etwas handwerkeruntypisch, wie ich zugeben muss!^^
Fertig ist die Kiste!

Insgesamt habe ich fünf gemacht und ich muss sagen, dass ich es eigentlich ganz schön fand, unter anderem auch, da Holz besser riecht als Metall, vor allem beim schneiden. Edward meinte dazu: " Yee, but if you f&!% it up, it's hard to fix ! " Hat er auch wieder recht.
Ich habe mir erlaubt, sein Queensland- Englisch mal in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Das Original geschrieben wiederzugeben ist nicht so einfach, ich probiers mal: "Tvapdklstmdrudcnkodocodsebsnced!"
Zum Abschluss noch ein paar Bilder, die ich unkommentiert lasse!





Gute Nacht! :)
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Mittwoch, 1. Juni 2011
Ich bin so ein guter Mensch…
georgk, 09:22h
Meinen Sabber habe ich gegeben für 9(! )Postkarten, die Morgen hoffentlich Tyunga verlassen. Auf dass sie auch alle an ihrem Ziel ankommen! Ansonsten geht es mir recht gut, obwohl sich mein Gemütszustand gestern wohl am besten mit Stromberg(Christoph Maria Herbst) beschreiben lässt: „ Es gibt so Tage, da hat man ja November im Kopf!“ Wobei das meteorologische Äquivalent zum deutschen November hier der Mai ist, wie passend.
Von komischen Träumen geplagt, die mich an meine hügelige Heimat mit den schönen Bäumen erinnerten, wachte ich auf, erblickte den grauen Himmel und wäre am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben. Armer Petterson! Nur, dass ich nicht mal über einen Findus verfüge…
Wie auch immer, es half alles nichts. Ich hatte einen Tag frei, da es am Sonntag geregnet hatte und wir demenstprechend nicht weiter Baumwolle ernten konnten, was wir am Freitag angefangen hatten. Also stand ich auf, und machte einen Plan für den Tag. Ich putzte, marinierte Fleisch für heute und ging einkaufen. Desperate Housewife sozusagen…Zu allem Überfluss plagten mich immer noch meine mysteriösen Rückenschmerzen, die ich seit ein paar Tagen habe, die sich aber langsam zu bessern scheinen. Mysteriös deshalb, weil ich nicht weiss, woher sie kommen und wie ich mir Linderung verschaffen kann. Ganz komisch ist auch ihr Ort…heute hier , morgen dort. Stetig sind sie nur im rechten Lendenwirbelbereich. Vielleicht ist unter euch ja ein professioneller Hypochonder, der mir sagen kann worunter ich leide!
Zum Einkaufen fuhr ich nach Pittsworth, wo ich auch gleich zur Bücherei(!) ging um das von mir bestellte Buch abzuholen. Dort erwartete mich eine positive Überraschung. Und zwar sprach der zuständige Mitarbeiter beim Aushändigen meiner Mitgliedskarte meinen Nachnamen richtig aus : KÖpke! 8 Monate habe ich darauf warten müssen. Das Rätsel löste sich im weiteren Gesprächsverlauf: Er hatte wohl einige Zeit in Freiburg im Breisgau gelebt und konnte deswegen ein bisschen Deutsch. Er war sogar mal in Hameln um sich das Glockenspiel und den anderen touristischen Schmökes anzutun. Als wir beim Abschied auf das Wetter zu sprechen kamen, sagte er „bedeckt“ und daraufhin, wie komisch es doch wäre, was für Wörter manchmal hängen bleiben… In der Tat…
Um den Tag nicht in trostloser Einsamkeit abzuschließen, spielte ich nachmittags noch ein wenig Fußball mit Jack, welches der sechsjährige Sohn von Bob ist. Da ich schon lange nicht mehr gespielt hatte, verlor ich das Spiel gegen ihn mit 12:6. ;) Bob hält zwar nicht allzuviel vom Fußball spielen, aber als er mich einmal den Ball hochhalten(mit den Füßen jonglieren) sah, meinte er doch anerkennend: „ You got pretty quick feet, dschooodsch!“ Wenn ich ein Indianer wäre, würde ich also „Schneller Fuß“ heißen…nicht schlecht und allemal besser als „brennende Tüte“! :)
Dann will ich mal noch ein wenig von meiner Arbeit erzählen, die die letzten zwei Wochen erledigt habe. Die ersten Tage verbrachte ich damit die Wege um die Baumwollfelder schon eben zu machen. Das geschah mit folgendem Gerät, welches sich „Box-Leveler“ schimpft.

Eigentlich hatte ich nach einem Tag schon genug, aber zum Glück saß ich auf dem 7930, welches der modernste Trecker hier ist. Der ist ein prima Typ und ich werde ihn euch vorstellen.

Er verfügt überKlimaanlage, Radio und einen „Activeseat“ , welcher sich insofern von einem normalen gefederten Sitz unterscheidet, dass er der Auf bzw. Abbewegung entgegenwirkt, indem der Sitz blitzschnell runter bzw. hoch gepresst wird und man so vom „Schaukeln“ oder Rütteln kaum etwas mitbekommt.
Außerdem hat er ein stufenloses Getriebe, das nur über einen kleinen, unscheinbaren Schalthebel verfügt, mit dem man seine Geschwindigkeit auswählt. Vorbei also die Zeiten, bei denen man sich mit bis zu drei Schalthebeln herumschlagen muss. Man kann mit diesem Wunderhebel seine Geschwindigkeit von 50m/h bis zu 42km/h vorwählen.
Die Kupplung wird theoretisch auch nicht mehr benötigt, da man am Lenkrad einen kleinen Hebel hat, mit dem man zwischen P (Parken), N (Neutral), sowie Vorwärts und Rückwärts auswählen kann automatisch gekuppelt wird, sobald man einen Fahrmodus auswählt. Schaltet man den Hebel während der Fahrt zwischen Vorwärts und Rückwärts ist er nicht im Neutralberich sondern er wird der Schlepper sanft aber bestimmt zum Stillstand gebracht.
Das stufenlose Getriebe ermöglicht zu beschleunigen/langsamer zu werden ohne die Drehzahl zu verändern und anders herum( gleiche Geschwindigkeit und veränderte Drehzahl). Man kann aus vier verschiedenen Getriebevoreinstellungen wählen, die automatisch, falls möglic,h die Drehzahl runter regeln ohne die vorgegebene Geschwindigkeit zu ändern und die da sind:
Normal: Der Schlepper läuft bei der Drehzahl, welche durch das (Hand)Gaspedal vorgegeben wird.
Zapfwellenbetrieb:(Die Zapfwelle ist das der kleine Stummel, der hinten am Trecker rausguckt und den man eine Welle befestigen kann , die bei gewissenhaften Bauern mit einer gelben Plastikschützhülle umgeben ist. Auf diese Art kann man eine Drehbewegung/Kräfte auf Anbaugeräte übertragen um diese anzutreiben(zB eine Kreiselegge), was den englischen Begriff erklärt: PTO- Power Take Off .) In diesem Modus wird die Drehzahl möglichst so reduziert, dass sich die Zapfwelle mit 1060 Umdrehungen/Minute dreht. Das macht zwar nur einen kleinen Unterschied zum „Normal-Modus“ aus, ist aber schon spürbar.
Zugbetrieb Feld: Dieser Modus ist für schwerere Zugarbeiten mit einem Bodenbearbeitungsgerät gedacht, bei der man aber nicht die volle Motorleistung nutzen kann, da man durch die Art der Arbeit in seiner Geschwindigkeit limitiert ist. Die Drehzahl wird soweit reduziert, wie möglich ohne die Kraft und Geschwindigkeit zu beeinflussen.
Zugbetrieb Straße: In diesem Modus kann man den Handgashebel auf Vollgas stellen, da die Elektronik automatisch die Drehzahl wählt, die für den Beschleunigungsvorgang, bzw., die zu haltende Geschwindigkeit benötigt wird. Wenn man also beispeilsweise mit 2050 UPM bei 42km/h angekommen ist, wird diese nach und nach auf 1550 UPM reduziert was den Kraftstoffverbrauch um ein Fünftel reduziert und auch die Geräuschkulisse angenehmer gestaltet.
Wobei die Kabine sowieso sehr Ohrenfreundlich ist und nur wenn der Zusatzlüfter anspringt, was er tut , wenn die Hydrauliköltemp. Über 84°C steigt, es etwas lauter wird. Woher weiss er denn das alles so genau? Der John Deere hat einen super Boardcomputer, der einen mit fast allen nötigen Daten informiert. Und zwar kann man sich anzeigen lassen: Kühlwassertemperatur, Hydrauliköltemperatur, Hydrauliköldruck, zurückgelegte Strecke (von 0-10.000m), bearbeitete Fläche in ha (nach Eingabe der Arbeitsbreite, es wird nur „gezählt“, wenn das Hubwerk unten ist), momentane Arbeitsgeschwindigkeit in ha/h, Kraftstoffverbrauch in l/h, Kraftstoffverbrauch in l/ha, noch verfügbare Arbeitszeit bei momentanem Verbrauch und Kraftstoffvorrat, Auslastung des Motors, Arbeitsstunden, Geschwindigkeit, Zapfwellendrehzahl, Motordrehzahl,aktuelle Höhe des Hubwerks.

Zum ganz anschaun einfach hier drauf klicken!
http://georgoz.blogger.de/images/7930/
Bei solch einer Fülle an Informationen habe ich bestimmt was vergessen… Die Hubhöhe lässt sich übrigens in 150 Schritten genau einstellen und nach oben und unten limitieren. Auch lässt sich die Ölflussgeschwindigkeit der einzelnen Hydraulikanschlüsse reduzieren. Was ein klasse Mitarbeiter, der John! Weiterhin kann man den Sitz sehr unkompliziert jeweils um 45° nach links und rechts drehen, was den Rücken etwas entlastet, wenn man ständig nach hinten schauen muss. Das Bedienfeld ist an der rechten Armlehne befestigt, was ergonomisch sehr geschickt ist und dreht sich mit. Die Kipphebel für die Hydraulik und das Hubwerk lassen sich einfach durch Schieber abdecken, was unbeabsichtigtes Betätigen effektiv verhindert. Ich mag ihn echt gerne, den „seventy-nine“ !
Nachdem ich also viele, viele Meter Weg geebnet hatte, durfte ich mein Gerät ändern und zwar wurde der „rootcutter“ (Wurzelschneider) angehängt und ich bearbeitete Maisland nach.

Lieber die Finger da rauslassen!

Maiswurzel

Abgeschnitten

Immer schön schauen, dass nichts verstopft!

Da die Pflanzenreste, die nach der Ernte übrig bleiben, möglichst schnell verrotten sollen um ihre wertvollen Nährstoffe der nächsten Feldfrucht zu Verfügung zu stellen, werden sie so kleine wie möglich gemacht. Des Weiteren sollen sie nicht rumnerven und bei der späteren Bearbeitung irgendwelche Maschinen verstopfen!^^ Oberhalb der Erdoberfläche wird das mit dem Mulcher erledigt. Die Wurzeln erledigt der Rootcutter.
Bei der Baumwolle ist dieser Schritt übrigens doppelt wichtig, da diese sonst einfach weiter wachsen würde. Ich kümmerte mich also um viele, viele Hektar Maisland, bis ich am letzten Montag vom Regen gestoppt wurde. Da der Regen ziemlich ergiebig war, waren wir gezwungenermaßen in der großen Halle gefangen und mussten uns dort die Zeit vertreiben.
Als erstes baute ich mit Edward zusammen die Zinken der Lely-Kreiselegge ab, die ich noch gut aus dem Vorjahr kannte.

Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus, als erwartet. Mit einem riesigen Inbusschlüssel bewaffnet machte ich mich frohen Mutes ans Werk und konnte mit Hilfe eines langen Rohrs sogar einige Zinken befreien. Ich hatte das Gefühl Arnold Schwarzenegger zu seinen besten Zeiten hätte die Schrauben mit aller Kraft angezogen…der Rost und einige Arbeitsstunden taten wohl ihr übriges, um mir Widerstand zu leisten. Irgendwann war ich mit meinem Schlosserlatein am Ende, da ich immer wieder aus dem Schraubenkopf abrutschte.
Edward entschied, ein Teil des Inbusschlüssels abzusägen und ihn auf eine Mutter zu schweißen um letztendlich mit dem großen Schlagschrauber angreifen zu können. Was leider auch nicht zum lösen der Schrauben führte, da der Schlagschrauber hier zwar aussieht wie 100PS stark, letztendlich aber ein furchtbarer Schwächling ist. Bob kam dann auf die Idee, mit dem Schlagschrauber erst rechts und dann linksherum drehen zu lassen, um das Gewinde etwas los zu rütteln(Schlagschrauber: rattle gun: Rüttelpistole), woraufhin ich dann nochmal meine Julius Röhrich Technik anwendete, was auch ganz gut funktionierte.
http://youtu.be/MdkplnX92Tw?t=1m28s

"Sabbel nicht, dat geit!!!"
Hatte ich einige hundert Newtonmeter Drehmoment auf die Schraube ausgebübt, lösten diese sich meist mit einem lauten Knacken und Knarzen. Daraufhin konnte Eddie die Schrauben dann fix mit dem Schlagschrauber lösen (es nervt mich gerade, dass es kein Synonym für „Schlagschrauber gibt^^). Leider waren drei schrauben extrem widerstandsfähig weshalb sie eine Spezialbehandlung benötigten. Diese beinhaltete Folgendes: „ Schraube aufschweißen, schraube abreißen, kürzere Schraube aufschweißen , bis es endlich ging. Letztendlich brauchten wir für die drei Zinken wahrscheinlich genau so viel Zeit, wie für den ganzen Rest….aber so ist ja öfters mal, nicht wahr, kleiner Husqvarnamotorrad- Kolbenbolzenclip?! ;) Ich bin zwar noch nicht am Ende, aber der Tag ist es bald und ich muss ins Bett!
Gute Nacht!
Von komischen Träumen geplagt, die mich an meine hügelige Heimat mit den schönen Bäumen erinnerten, wachte ich auf, erblickte den grauen Himmel und wäre am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben. Armer Petterson! Nur, dass ich nicht mal über einen Findus verfüge…
Wie auch immer, es half alles nichts. Ich hatte einen Tag frei, da es am Sonntag geregnet hatte und wir demenstprechend nicht weiter Baumwolle ernten konnten, was wir am Freitag angefangen hatten. Also stand ich auf, und machte einen Plan für den Tag. Ich putzte, marinierte Fleisch für heute und ging einkaufen. Desperate Housewife sozusagen…Zu allem Überfluss plagten mich immer noch meine mysteriösen Rückenschmerzen, die ich seit ein paar Tagen habe, die sich aber langsam zu bessern scheinen. Mysteriös deshalb, weil ich nicht weiss, woher sie kommen und wie ich mir Linderung verschaffen kann. Ganz komisch ist auch ihr Ort…heute hier , morgen dort. Stetig sind sie nur im rechten Lendenwirbelbereich. Vielleicht ist unter euch ja ein professioneller Hypochonder, der mir sagen kann worunter ich leide!
Zum Einkaufen fuhr ich nach Pittsworth, wo ich auch gleich zur Bücherei(!) ging um das von mir bestellte Buch abzuholen. Dort erwartete mich eine positive Überraschung. Und zwar sprach der zuständige Mitarbeiter beim Aushändigen meiner Mitgliedskarte meinen Nachnamen richtig aus : KÖpke! 8 Monate habe ich darauf warten müssen. Das Rätsel löste sich im weiteren Gesprächsverlauf: Er hatte wohl einige Zeit in Freiburg im Breisgau gelebt und konnte deswegen ein bisschen Deutsch. Er war sogar mal in Hameln um sich das Glockenspiel und den anderen touristischen Schmökes anzutun. Als wir beim Abschied auf das Wetter zu sprechen kamen, sagte er „bedeckt“ und daraufhin, wie komisch es doch wäre, was für Wörter manchmal hängen bleiben… In der Tat…
Um den Tag nicht in trostloser Einsamkeit abzuschließen, spielte ich nachmittags noch ein wenig Fußball mit Jack, welches der sechsjährige Sohn von Bob ist. Da ich schon lange nicht mehr gespielt hatte, verlor ich das Spiel gegen ihn mit 12:6. ;) Bob hält zwar nicht allzuviel vom Fußball spielen, aber als er mich einmal den Ball hochhalten(mit den Füßen jonglieren) sah, meinte er doch anerkennend: „ You got pretty quick feet, dschooodsch!“ Wenn ich ein Indianer wäre, würde ich also „Schneller Fuß“ heißen…nicht schlecht und allemal besser als „brennende Tüte“! :)
Dann will ich mal noch ein wenig von meiner Arbeit erzählen, die die letzten zwei Wochen erledigt habe. Die ersten Tage verbrachte ich damit die Wege um die Baumwollfelder schon eben zu machen. Das geschah mit folgendem Gerät, welches sich „Box-Leveler“ schimpft.

Eigentlich hatte ich nach einem Tag schon genug, aber zum Glück saß ich auf dem 7930, welches der modernste Trecker hier ist. Der ist ein prima Typ und ich werde ihn euch vorstellen.

Er verfügt überKlimaanlage, Radio und einen „Activeseat“ , welcher sich insofern von einem normalen gefederten Sitz unterscheidet, dass er der Auf bzw. Abbewegung entgegenwirkt, indem der Sitz blitzschnell runter bzw. hoch gepresst wird und man so vom „Schaukeln“ oder Rütteln kaum etwas mitbekommt.
Außerdem hat er ein stufenloses Getriebe, das nur über einen kleinen, unscheinbaren Schalthebel verfügt, mit dem man seine Geschwindigkeit auswählt. Vorbei also die Zeiten, bei denen man sich mit bis zu drei Schalthebeln herumschlagen muss. Man kann mit diesem Wunderhebel seine Geschwindigkeit von 50m/h bis zu 42km/h vorwählen.
Die Kupplung wird theoretisch auch nicht mehr benötigt, da man am Lenkrad einen kleinen Hebel hat, mit dem man zwischen P (Parken), N (Neutral), sowie Vorwärts und Rückwärts auswählen kann automatisch gekuppelt wird, sobald man einen Fahrmodus auswählt. Schaltet man den Hebel während der Fahrt zwischen Vorwärts und Rückwärts ist er nicht im Neutralberich sondern er wird der Schlepper sanft aber bestimmt zum Stillstand gebracht.
Das stufenlose Getriebe ermöglicht zu beschleunigen/langsamer zu werden ohne die Drehzahl zu verändern und anders herum( gleiche Geschwindigkeit und veränderte Drehzahl). Man kann aus vier verschiedenen Getriebevoreinstellungen wählen, die automatisch, falls möglic,h die Drehzahl runter regeln ohne die vorgegebene Geschwindigkeit zu ändern und die da sind:
Normal: Der Schlepper läuft bei der Drehzahl, welche durch das (Hand)Gaspedal vorgegeben wird.
Zapfwellenbetrieb:(Die Zapfwelle ist das der kleine Stummel, der hinten am Trecker rausguckt und den man eine Welle befestigen kann , die bei gewissenhaften Bauern mit einer gelben Plastikschützhülle umgeben ist. Auf diese Art kann man eine Drehbewegung/Kräfte auf Anbaugeräte übertragen um diese anzutreiben(zB eine Kreiselegge), was den englischen Begriff erklärt: PTO- Power Take Off .) In diesem Modus wird die Drehzahl möglichst so reduziert, dass sich die Zapfwelle mit 1060 Umdrehungen/Minute dreht. Das macht zwar nur einen kleinen Unterschied zum „Normal-Modus“ aus, ist aber schon spürbar.
Zugbetrieb Feld: Dieser Modus ist für schwerere Zugarbeiten mit einem Bodenbearbeitungsgerät gedacht, bei der man aber nicht die volle Motorleistung nutzen kann, da man durch die Art der Arbeit in seiner Geschwindigkeit limitiert ist. Die Drehzahl wird soweit reduziert, wie möglich ohne die Kraft und Geschwindigkeit zu beeinflussen.
Zugbetrieb Straße: In diesem Modus kann man den Handgashebel auf Vollgas stellen, da die Elektronik automatisch die Drehzahl wählt, die für den Beschleunigungsvorgang, bzw., die zu haltende Geschwindigkeit benötigt wird. Wenn man also beispeilsweise mit 2050 UPM bei 42km/h angekommen ist, wird diese nach und nach auf 1550 UPM reduziert was den Kraftstoffverbrauch um ein Fünftel reduziert und auch die Geräuschkulisse angenehmer gestaltet.
Wobei die Kabine sowieso sehr Ohrenfreundlich ist und nur wenn der Zusatzlüfter anspringt, was er tut , wenn die Hydrauliköltemp. Über 84°C steigt, es etwas lauter wird. Woher weiss er denn das alles so genau? Der John Deere hat einen super Boardcomputer, der einen mit fast allen nötigen Daten informiert. Und zwar kann man sich anzeigen lassen: Kühlwassertemperatur, Hydrauliköltemperatur, Hydrauliköldruck, zurückgelegte Strecke (von 0-10.000m), bearbeitete Fläche in ha (nach Eingabe der Arbeitsbreite, es wird nur „gezählt“, wenn das Hubwerk unten ist), momentane Arbeitsgeschwindigkeit in ha/h, Kraftstoffverbrauch in l/h, Kraftstoffverbrauch in l/ha, noch verfügbare Arbeitszeit bei momentanem Verbrauch und Kraftstoffvorrat, Auslastung des Motors, Arbeitsstunden, Geschwindigkeit, Zapfwellendrehzahl, Motordrehzahl,aktuelle Höhe des Hubwerks.

Zum ganz anschaun einfach hier drauf klicken!
http://georgoz.blogger.de/images/7930/
Bei solch einer Fülle an Informationen habe ich bestimmt was vergessen… Die Hubhöhe lässt sich übrigens in 150 Schritten genau einstellen und nach oben und unten limitieren. Auch lässt sich die Ölflussgeschwindigkeit der einzelnen Hydraulikanschlüsse reduzieren. Was ein klasse Mitarbeiter, der John! Weiterhin kann man den Sitz sehr unkompliziert jeweils um 45° nach links und rechts drehen, was den Rücken etwas entlastet, wenn man ständig nach hinten schauen muss. Das Bedienfeld ist an der rechten Armlehne befestigt, was ergonomisch sehr geschickt ist und dreht sich mit. Die Kipphebel für die Hydraulik und das Hubwerk lassen sich einfach durch Schieber abdecken, was unbeabsichtigtes Betätigen effektiv verhindert. Ich mag ihn echt gerne, den „seventy-nine“ !
Nachdem ich also viele, viele Meter Weg geebnet hatte, durfte ich mein Gerät ändern und zwar wurde der „rootcutter“ (Wurzelschneider) angehängt und ich bearbeitete Maisland nach.

Lieber die Finger da rauslassen!

Maiswurzel

Abgeschnitten

Immer schön schauen, dass nichts verstopft!

Da die Pflanzenreste, die nach der Ernte übrig bleiben, möglichst schnell verrotten sollen um ihre wertvollen Nährstoffe der nächsten Feldfrucht zu Verfügung zu stellen, werden sie so kleine wie möglich gemacht. Des Weiteren sollen sie nicht rumnerven und bei der späteren Bearbeitung irgendwelche Maschinen verstopfen!^^ Oberhalb der Erdoberfläche wird das mit dem Mulcher erledigt. Die Wurzeln erledigt der Rootcutter.
Bei der Baumwolle ist dieser Schritt übrigens doppelt wichtig, da diese sonst einfach weiter wachsen würde. Ich kümmerte mich also um viele, viele Hektar Maisland, bis ich am letzten Montag vom Regen gestoppt wurde. Da der Regen ziemlich ergiebig war, waren wir gezwungenermaßen in der großen Halle gefangen und mussten uns dort die Zeit vertreiben.
Als erstes baute ich mit Edward zusammen die Zinken der Lely-Kreiselegge ab, die ich noch gut aus dem Vorjahr kannte.

Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus, als erwartet. Mit einem riesigen Inbusschlüssel bewaffnet machte ich mich frohen Mutes ans Werk und konnte mit Hilfe eines langen Rohrs sogar einige Zinken befreien. Ich hatte das Gefühl Arnold Schwarzenegger zu seinen besten Zeiten hätte die Schrauben mit aller Kraft angezogen…der Rost und einige Arbeitsstunden taten wohl ihr übriges, um mir Widerstand zu leisten. Irgendwann war ich mit meinem Schlosserlatein am Ende, da ich immer wieder aus dem Schraubenkopf abrutschte.
Edward entschied, ein Teil des Inbusschlüssels abzusägen und ihn auf eine Mutter zu schweißen um letztendlich mit dem großen Schlagschrauber angreifen zu können. Was leider auch nicht zum lösen der Schrauben führte, da der Schlagschrauber hier zwar aussieht wie 100PS stark, letztendlich aber ein furchtbarer Schwächling ist. Bob kam dann auf die Idee, mit dem Schlagschrauber erst rechts und dann linksherum drehen zu lassen, um das Gewinde etwas los zu rütteln(Schlagschrauber: rattle gun: Rüttelpistole), woraufhin ich dann nochmal meine Julius Röhrich Technik anwendete, was auch ganz gut funktionierte.
http://youtu.be/MdkplnX92Tw?t=1m28s

"Sabbel nicht, dat geit!!!"
Hatte ich einige hundert Newtonmeter Drehmoment auf die Schraube ausgebübt, lösten diese sich meist mit einem lauten Knacken und Knarzen. Daraufhin konnte Eddie die Schrauben dann fix mit dem Schlagschrauber lösen (es nervt mich gerade, dass es kein Synonym für „Schlagschrauber gibt^^). Leider waren drei schrauben extrem widerstandsfähig weshalb sie eine Spezialbehandlung benötigten. Diese beinhaltete Folgendes: „ Schraube aufschweißen, schraube abreißen, kürzere Schraube aufschweißen , bis es endlich ging. Letztendlich brauchten wir für die drei Zinken wahrscheinlich genau so viel Zeit, wie für den ganzen Rest….aber so ist ja öfters mal, nicht wahr, kleiner Husqvarnamotorrad- Kolbenbolzenclip?! ;) Ich bin zwar noch nicht am Ende, aber der Tag ist es bald und ich muss ins Bett!
Gute Nacht!
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