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Mittwoch, 20. April 2011
Inter Njet
georgk, 08:54h
Eigentlich sollte an dieser Stelle ein anderer Beitrag bezüglich meines Farmaufnethalts hier erscheinen. Da ich aber auch ein paar Photos mit hochladen möchte, ergibt sich ein Problem. Und zwar ist das Internet im Backpackerhaus die letzten Tage so stinkend lahm, dass es wahrscheinlich schneller wäre, wenn ich mich jetzt auf die Socken machen und jedem zu Haus die Bilder persönlich zeigen würde...
So viel sei gesagt, mir gehts gut. Ich war eben gerade bei Eugen(e) (juschien), der ursprünglich aus Rumänien kommt und über Neu Seeland hier in Australien gelandet ist. Eugen kümmert sich auf der Farm um die künstliche Besamung der Kühe. Außerdem war er so nett, mir etwas von seinem leckeren, selbstgemachten Käse mit zu geben, den ich hier gerade esse und für gut befunden habe.
Wenn der Lokführerstreik bei uns im Datennetz zu Ende ist, hört ihr wieder mehr von mir...
Übrigens muss ich auch bald mal wieder meinen USB-Surfstick aufladen, da ich in voraussichtlich zwei Wochen nicht mehr auf der Farm hier bin, sondern gemächlich auf dem Weg Richtung Tyunga! :)
So viel sei gesagt, mir gehts gut. Ich war eben gerade bei Eugen(e) (juschien), der ursprünglich aus Rumänien kommt und über Neu Seeland hier in Australien gelandet ist. Eugen kümmert sich auf der Farm um die künstliche Besamung der Kühe. Außerdem war er so nett, mir etwas von seinem leckeren, selbstgemachten Käse mit zu geben, den ich hier gerade esse und für gut befunden habe.
Wenn der Lokführerstreik bei uns im Datennetz zu Ende ist, hört ihr wieder mehr von mir...
Übrigens muss ich auch bald mal wieder meinen USB-Surfstick aufladen, da ich in voraussichtlich zwei Wochen nicht mehr auf der Farm hier bin, sondern gemächlich auf dem Weg Richtung Tyunga! :)
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Donnerstag, 14. April 2011
Der Grüne Palast....
georgk, 10:40h
Wer möchte blinde Kuh spielen?

Was hat dieser Teil der Wand mit Deutschland gemeinsam? ( ich freue mich über Antworten!)

Also fange ich wieder mal am Anfang an, also vor ca. 2 1/2 Monaten. Währenddessen höre ich Johnny Cash zu, von dem ich mir hier sogar ne CD gekauft habe. Dessen Lebenswerk an Musik ist erstaunlich vielfältig und ich mag sie echt gern. Ein sehr schönes Lied zum Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=k9IfHDi-2EA
Wenn auch ein wenig nachdenlich stimmend...
Also am Anfang war das Wort, das da war "Wipe" und er "wipte" und er sah, dass es gut war. So verging der erste Tag. So in etwa lässt sich mein erster Tag im Melkstand beschreiben. Wie ihr in den Videos gesehen habt, muss hier jemand mit kleinen Frottehandtüchern die Euter der Kühe abwischen. Das war also erstmal meine Aufgabe. Das ca. 6h lang in der 8-16 Uhr Schicht. Es gibt im Melkstand drei Schichten. Von 0 Uhr bis 8 Uhr morgens, von 8 Uhr bis 16 Uhr und von 16- 24 Uhr. In jeder Schicht wird jede Kuh einmal gemolken(von den trocken Stehenden Mal abgesehen), also drei Mal am Tag. Mittlerweile habe ich jede Schicht mindestens fünf Mal mitgemacht, was an sich schon eine interessante Erfahrung ist, da man seinen Körper und seine aktiven und müden Phasen sehr gut kennen lernt.
Wenn ich euch also erzähle, dass ich in den letzten Wochen ein paar Mal die Nacht durchgemacht habe, so werden viele sagen : " Der alte versoffene Drecksack, ich dachte der Arbeitet da! "
Dazu kann ich nur sagen, dass ich seit Sylvester nicht mehr richtig betrunken war, was einerseits an den hohen Alkoholpreisen in Australien liegt, andererseits durch fehlenden Anlass bedingt ist.
Aber zu diesen Erfahrungen später mehr. Es ist echt schwierig da irgendwie eine Ordnung reinzubekommen.
Manch einer mag sich auch fragen, wieso ich meine Erfahrungen, beziehungsweise meine Tätigkeiten nicht direkt bei Stasibook öffentlich mache. Zum einen bin ich diesem Medium gegenüber sehr kritisch eingestellt, zum anderen hätte ich dann ja kaum noch was zu erzählen, wenn ich irgendwann mal wieder daheim bin! ;) Oder?!
Nach meiner ersten Schicht, brachte mich Gary zum Backpackerhaus, der Farm "The Green Palace".
(jetzt fällt mir gerade auf, dass ich aus Respekt vor unserem Domizil noch gar kein Photo davon gemacht habe...kommt noch^^)
Das Haus beherbergt fünf Backpacker und eine unbestimmbare Anzahl an Kakerlaken und Fliegen, von denen sich aber einige hundert schon verdächtig lange Zeit auf dem Fliegenfängern ausruhen.
Von den menschlichen Bewohnern habe ich schon erzählt. Also kann ich ja doch mit der Arbeit weiter machen.
Die ersten Wochen war ich nur im Melkstand unterwegs und habe Euter mit Iod besprüht, sie abgewischt, vor gemolken oder Melkzeuge angehängt.
Dabei ist Teamarbeit ziemlich wichtig, wenn man zügig und ohne große Wartezeiten das Melken hinter sich bringen möchten. Mit einem guten Team, kann man bis zu zwei Stunden schneller sein, als mit einem eher schlechtem. Nachdem ich dann also einige 10 Tsd Zitzen bearbeitet hatte, kam ich dann in den Genuss, auch mal aus dem Melkstand heraus zu kommen und andere nötige Aufgaben der Milchfarm zu erledigen. Das schöne dabei ist, dass sich diese als ziemlich vielfältig gestalten, was ich immer prima finde. Dabei sammelt man einiges an Erfahrung und Spass macht es meistens auch noch.
Achso, Geld gibt's für das ganze natürlich auch! Was ein Leben! :)
Zu den Aufgaben gehört zum Beispiel morgens die frisch geborenen Kälber vom Hauptstall einzusammeln (also auf den Anänger tragen, was sich manchmal als echt anstrengend herausstellt, wenn es eine besonders fruchtbare Nacht war bzw. wenn es scheint, als ob die Kälber über die Nabelschnur mit Blei versorgt wurden...). Nachdem ich einen Tag mit 13 Kälbern zu kämpfen hatte, ging ich auch nach der Arbeit direkt ins Bett und litt am nächsten Tag unter fiesem Muskelkater. Wenn man sich um die Kälber kümmert, nimmt man auch gleich ca. 1500l Milch für den Kälberstall mit, damit die genug Milch haben, um die ganzen kleinen Racker zu versorgen.

"Hach nein, wie putzich!!!"

Hier geht es drunter und drüber!

Alter Massey Ferguson mit den Kälberhänger! ( Aber von daheim weiss ich ja zum Glück, wie man mit alten Maschinen umzugehen hat!^^)


Nach dem Milchtransport muss dann alles schön mit Lauge ausgebürstet werden, damit sich kein Nährboden für fiese Keime bildet!

Eine andere sehr spassige Aufgabe ist Kühe bzw, Rinder mit Quads über die Felder zum gewünschten Bestimmungsort zu treiben. Dabei fahre ich gerne Mal Umwege oder versichere mich noch einmal, dass auch wirklich keine einsame Kuh zurück geblieben ist...

Knapp 400 junge Damen in Bewegung.

Wo ist Walter?
Das wars für heute, aber : Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage!!!


Was hat dieser Teil der Wand mit Deutschland gemeinsam? ( ich freue mich über Antworten!)

Also fange ich wieder mal am Anfang an, also vor ca. 2 1/2 Monaten. Währenddessen höre ich Johnny Cash zu, von dem ich mir hier sogar ne CD gekauft habe. Dessen Lebenswerk an Musik ist erstaunlich vielfältig und ich mag sie echt gern. Ein sehr schönes Lied zum Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=k9IfHDi-2EA
Wenn auch ein wenig nachdenlich stimmend...
Also am Anfang war das Wort, das da war "Wipe" und er "wipte" und er sah, dass es gut war. So verging der erste Tag. So in etwa lässt sich mein erster Tag im Melkstand beschreiben. Wie ihr in den Videos gesehen habt, muss hier jemand mit kleinen Frottehandtüchern die Euter der Kühe abwischen. Das war also erstmal meine Aufgabe. Das ca. 6h lang in der 8-16 Uhr Schicht. Es gibt im Melkstand drei Schichten. Von 0 Uhr bis 8 Uhr morgens, von 8 Uhr bis 16 Uhr und von 16- 24 Uhr. In jeder Schicht wird jede Kuh einmal gemolken(von den trocken Stehenden Mal abgesehen), also drei Mal am Tag. Mittlerweile habe ich jede Schicht mindestens fünf Mal mitgemacht, was an sich schon eine interessante Erfahrung ist, da man seinen Körper und seine aktiven und müden Phasen sehr gut kennen lernt.
Wenn ich euch also erzähle, dass ich in den letzten Wochen ein paar Mal die Nacht durchgemacht habe, so werden viele sagen : " Der alte versoffene Drecksack, ich dachte der Arbeitet da! "
Dazu kann ich nur sagen, dass ich seit Sylvester nicht mehr richtig betrunken war, was einerseits an den hohen Alkoholpreisen in Australien liegt, andererseits durch fehlenden Anlass bedingt ist.
Aber zu diesen Erfahrungen später mehr. Es ist echt schwierig da irgendwie eine Ordnung reinzubekommen.
Manch einer mag sich auch fragen, wieso ich meine Erfahrungen, beziehungsweise meine Tätigkeiten nicht direkt bei Stasibook öffentlich mache. Zum einen bin ich diesem Medium gegenüber sehr kritisch eingestellt, zum anderen hätte ich dann ja kaum noch was zu erzählen, wenn ich irgendwann mal wieder daheim bin! ;) Oder?!
Nach meiner ersten Schicht, brachte mich Gary zum Backpackerhaus, der Farm "The Green Palace".
(jetzt fällt mir gerade auf, dass ich aus Respekt vor unserem Domizil noch gar kein Photo davon gemacht habe...kommt noch^^)
Das Haus beherbergt fünf Backpacker und eine unbestimmbare Anzahl an Kakerlaken und Fliegen, von denen sich aber einige hundert schon verdächtig lange Zeit auf dem Fliegenfängern ausruhen.
Von den menschlichen Bewohnern habe ich schon erzählt. Also kann ich ja doch mit der Arbeit weiter machen.
Die ersten Wochen war ich nur im Melkstand unterwegs und habe Euter mit Iod besprüht, sie abgewischt, vor gemolken oder Melkzeuge angehängt.
Dabei ist Teamarbeit ziemlich wichtig, wenn man zügig und ohne große Wartezeiten das Melken hinter sich bringen möchten. Mit einem guten Team, kann man bis zu zwei Stunden schneller sein, als mit einem eher schlechtem. Nachdem ich dann also einige 10 Tsd Zitzen bearbeitet hatte, kam ich dann in den Genuss, auch mal aus dem Melkstand heraus zu kommen und andere nötige Aufgaben der Milchfarm zu erledigen. Das schöne dabei ist, dass sich diese als ziemlich vielfältig gestalten, was ich immer prima finde. Dabei sammelt man einiges an Erfahrung und Spass macht es meistens auch noch.
Achso, Geld gibt's für das ganze natürlich auch! Was ein Leben! :)
Zu den Aufgaben gehört zum Beispiel morgens die frisch geborenen Kälber vom Hauptstall einzusammeln (also auf den Anänger tragen, was sich manchmal als echt anstrengend herausstellt, wenn es eine besonders fruchtbare Nacht war bzw. wenn es scheint, als ob die Kälber über die Nabelschnur mit Blei versorgt wurden...). Nachdem ich einen Tag mit 13 Kälbern zu kämpfen hatte, ging ich auch nach der Arbeit direkt ins Bett und litt am nächsten Tag unter fiesem Muskelkater. Wenn man sich um die Kälber kümmert, nimmt man auch gleich ca. 1500l Milch für den Kälberstall mit, damit die genug Milch haben, um die ganzen kleinen Racker zu versorgen.

"Hach nein, wie putzich!!!"

Hier geht es drunter und drüber!

Alter Massey Ferguson mit den Kälberhänger! ( Aber von daheim weiss ich ja zum Glück, wie man mit alten Maschinen umzugehen hat!^^)


Nach dem Milchtransport muss dann alles schön mit Lauge ausgebürstet werden, damit sich kein Nährboden für fiese Keime bildet!

Eine andere sehr spassige Aufgabe ist Kühe bzw, Rinder mit Quads über die Felder zum gewünschten Bestimmungsort zu treiben. Dabei fahre ich gerne Mal Umwege oder versichere mich noch einmal, dass auch wirklich keine einsame Kuh zurück geblieben ist...

Knapp 400 junge Damen in Bewegung.

Wo ist Walter?
Das wars für heute, aber : Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage!!!

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Mittwoch, 13. April 2011
No Milk today...
georgk, 07:56h
Nichts dessen zum Trotz, dass es mir ziemlich gut geht, wie ich gerade festgestellt habe, gibt es hier eine Entwicklung, die ich mit großer Sorge betrachte. Wie ihr euch sicher denken könnt, rede ich von Bananenpreis, der mittlerweile die 10$/Kilo Marke locker geknackt hat. Frage an Fabian: „ Was ist da los??“ Komisch, ist dass man ja viel näher an den Bananen dran ist, als in Deutschland, aber trotzdem Preisschwankungen unterworfen ist, da die Bananen (fast ausschließlich)aus Australien kommen und nicht aus einer Bananenrepublik, wo die Leute furchtbar ausgebeutet werden!
Es ist wirklich interessant Deutschland und die Diskussion im Land der Eichen mal aus der Distanz zu betrachten!
Was ich fast schon mit Spott überziehen muss, ist die Diskussion über den Biosprit in Deutschland. Von den Medien (leider auch von den „seriösen“) gab es ja keine fundierte, unabhängige Berichterstattung . Den Quatsch den ich dann bei Tagesschau.de lesen musste, war echt schon lustig teilweise. Es ist ja nun nicht so, dass Deutschland, das erste Land ist, in dem dieser Kraftstoff ausprobiert wird. Trotzdem werden irgendwelche Halbwahrheiten in den Raum geworfen.
Der Sprit sei für viele Autos nicht gut. Was der Sprit lediglich tut, ist, dass er manche Dichtungen angreift, die in Autos vorkommen, die vor 1995 gebaut wurden. Und auch von denen vertragen ihn die meisten. Ich habe gelesen, dass in der „Welt“(bei einigen macht’s jetzt schon Klick) stand, bei der Verbrennung von Alkohol entstehe Wasser, welches sich im Öl lösen wurde und einen häufigeren Ölwechseln nötig machen würde. Die Kosten für einen Ölwechsel bei einem Sechszylindermotor lägen bei ca 200€. Jetzt Schritt für Schritt von hinten aufrollen. Der gewählte Motor ist natürlich etwas zu klein um den US-Amerikanischen Durchschnittsautomotor zu repräsentieren. Aber da bezahlt man in Dollar und die Bananen sind auch billiger.
Halt, jetzt habe ich da was durcheinander gebracht, wir waren ja in Deutschland. Sind denn größere Motoren wieder im Kommen, da der Sprit bei euch so billig geworden ist?! Ich seh’s schon vor mir: Der neue Golf 7 jetzt auch mit leistungsstarkem und garantiert nicht sparsamen 4 Liter V-8 Motor! Erst wenn ein Auto auf 100km soviel säuft wie eine Elefantenfamilie an einem Tag ist es „Das Auto“ !Bei der Verbrennung von Alkohol entsteht also Wasser. Ist das denn die Möglichkeit ? Wo Wasser doch so gefährlich ist und in 10 Liter Wasser mit Sicherheit einige Leute ertrinken können. Aber bei der Verbrennung von Benzin entsteht doch auch Wasser? Das ist aber nicht so schlimmes Wasser, da die Mineralölkonzerne vom Benzin verbrennen mehr Geld verdienen! Alles klar? Mal ganz davon abgesehen, dass man bei dem Artikel aus der Zeitung des Springer Verlags einige wichtige Rahmenbedingungen vergessen hatte, die der zum Thema interviewte BMW-Mitarbeiter doch erwähnt hatte. Er sprach nämlich von Ländern in denen die Qualität des Sprits nicht so hoch wäre wie in D… naja, so funktioniert wohl Journalismus.
Anstatt einfach mal alle wichtigen Pro und Contra Argumente aufzuzählen und sich jedem sein eigenes Bild daraus machen lassen, wird Angst und Undsicherheit geschürt.
Übrigens ist gerade strahlender Sonnenschein hier, wo wir schon beim nächsten Thema wären.
Japan und die Auswirkungen auf Deutschland! Nachdem in Japan ein Erdeben der Stärke 9.0 zu ernsthaften Schäden in einigen Reaktoren geführt haben, wurden viele deutsche Atommeiler abgeschaltet um ihre Sicherheit zu überprüfen. Da trotzdem weiterhin der Strom irgendwo herkommen muss, kauft man ihn beispielweise aus Frankreich (wo ja bekanntlich Baguettes verbrannt werden um Energie zu erzeugen). Das aber nur am Rande. Also werden Grohnde und Co auf Erdbebensicherheit und anderes überprüft. Erdbeben ? In Mitteleuropa? Kann ja sein, dass die Eurasische Platte irgendwann auf der Höhe von Bonn auseinanderbricht, wer weiss… Ich halte das ganze allerdings für Aktionismus um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Wenn sich die Diskussion wieder gelegt hat, gehen die Kraftwerke wieder ans Netz…man wird sehen. Das phänomenale Ergebnis der Grünen bei den Landtagswahlen konnte dadurch auch nicht verhindert werden. Hoffentlich handeln diese jetzt mal völlig Politikeruntypisch besonnen und überlegen sich eine Vernünftige Lösung für den Atomausstieg. Momentan sind wir leider meiner Meinung nach von der Atomenergie abhängig, da wir noch keine Alternativen haben. Jedoch sollte man wirklich so schnell wie möglich versuchen mit Atommüll produzieren aufzuhören, da jede Tonne Müll in Zukunft noch enorme Kosten verursachen wird, da es kein sicheres Endlager gibt und wir so eine fiese Hypothek für nachfolgende Generationen aufbauen. Das Atomstrom also billig ist, wird durch diesen Fakt auch relativiert. Für E-On und Co ist er mit Sicherheit billig…
Wie auch immer, genug der drögen Politik, jetzt mal wieder was von mir. (kl. Bemerkung: Da mein geistiger Ausfluss nun schon einige Wochen auf der Festplatte meines Computers herum gammelt, ist der Inhalt wahrscheinlich so aktuell wie die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel….)
Wie gesagt, wohne ich ja jetzt (seit EndeJanuar) in einem Haus der Leppington Pastoral Company. Diese Company produziert Milch. Viel Milch. 65.000 l am Tag! Außerdem wird der Kuhdung gewinnbringend verkauft, wo auch eine Stange Geld bei rauskommt. Als ich in das Haus einzog, wohnte ich einige Tage mit Tawanda(Simbabwe), Steven (Schottland), Paul (Massachussets) und Ido (Israel) zusammen hier in dem Haus. Leider zogen nach und nach alle aus verschiedenen Gründen aus und ich blieb zum Schluss nur noch mit Paul und Jens hier. Letzterer hatte auch hier angefangen um sich mal an Kühen zu probieren. Nachdem dann auch Paul wieder nach Amerika flog, wohnte ich mit Jens eine Woche alleine in dem Haus, was ziemlich langweilig war. Nachdem uns Gary (ein klasse Typ aus Michigan, unser Chef und der Kuhmanager) ein mal mit schwedischen Backpackerinnen verarscht hatte, die angeblich kommen sollten, kündigte er uns dann vollen Ernstes ein italienisches Pärchen an. Ich fand das ziemlich lustig, da Jens unabhängig davon schon ein paar mal seine Abneigung gegen das gestiefelte Volk klar zum Ausdruck gebracht hatte. Als er davon erfuhr ging er auch strack zu Gary um seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen. Es half alles nichts. Cristian und Giorga kamen ein paar Tage später an und erwiesen sich als ganz nett. Allerdings kann ich mir bessere Mitbewohner vorstellen, da sie nur schlechtes Englisch sprechen, was die Kommunikation sehr schwierig und anstrengend macht. Außerdem hängen sie nur viel in ihrem Zimmer rum und nehmen sowieso nicht so viel am Gemeinschaftsleben teil. Seit zwei Wochen wohnt aber auch Claus aus Dänemark (öremöresmörrebrö), der sich gerne über die Häufigkeit der Silbe „ge“ der deutschen Sprache lustig macht und deshalb manchmal einfach 2-3 Verben im Perfekt vor sich hin sagt: „gemacht, gelaufen“… ein prima Typ!
Nun denn, ich erzähl euch mal ein bisschen was von meiner Arbeit und fange beim elementarem an: Melken. Ich hab zwar auch ein paar Videos dazu gemacht., aber ich erzähle hier auch noch ein bisschen was dazu. Als erstes müssen die Kühe in den Fischgrätenmelkstand(heißt übrigens so, weil die Kühe in ihm so stehen, wie eine Fischgräte angeordnet sind) getrieben werden. Das geschieht nach Möglichekit freiwillig, ohne Gewalt und möglichst ruhig. Ruhige, entspannte Kühe geben nämlich mehr Milch und der Melkvorgang beschleunigt sich. Dann wird angefangen und der erste besprüht das Euter mit Iodflüssigkeit und melkt den ersten „Straps“ Milch aus jeder Zitze, das Vormelken. Das Iod tötet Bakterien und Keime ab, die ansonsten beim Melken leicht in den Milchkanal der Zitze gelangen könnten, was böse,böse Krankheiten zur Folge hätte. Das Vormelken hat zweierlei Zweck. Zum einen wird so die Zitze stimuliert und der Signal an das Gehirn gesendet. Die Kuh denkt sich „Oh, ein Kalb an meinem Euter!“(manchmal sogar die Wahrheit^^) und das Gehirn schüttet Oxytocin aus, ein Hormon welches Milchabgabe und –produktion bewirkt. Weiterhin wird beim Vormelken die Milch auf Krankheiten kontrolliert, was sich im Fall der Krankheit durch veränderte Konsistenz und Farbe der Milch äußert. Ist dies der Fall bekommt die Kuh eine entsprechende Behandlung.
Die Hauptkrankheit mit der Milcherzeuger zu kämpfen haben heißt allerdings nicht BSE, sondern Mastitis. Das ist eine durch Keime hervorgerufene Entzündung in einem Euterviertel. Wird die Mastits nicht behandelt, kann sich die Krankheit schlimm entwickeln und den Tod der Kuh zur Folge haben.
Der zweite Melker ist der sogenannte „Wiper“ , also Wischer. Er hat nämlich die Aufgabe, das Jodspray und den Dreck an der Zitze wegzuwischen um dem „Cupper“, (cup= Becher)dem Melkbecheranhänger vier Wundervoll saubere Zitzen zu hinterlassen. Der „Cupper“ hängt also das Melkzeug an das Euter der Kuh. Dann gibt die Kuh hoffentlich viel gute Milch. Wenn die Milchabgabe unter einen bestimmten Wert pro Minute sinkt, wird das Melkzeug automatisch abgenommen. Danach werden die Euter noch einmal mit Iodspray besprüht und wenn alle 36 Kühe ausgemolken sind, werden sie aus dem Melkstand gelassen und Platz für die nächsten 36 Kühe zu machen. Der Melkstand besteht also aus zwei Seiten mit jeweils 36 Plätzen. Unsere kleine Farm daheim könnte also mit einem Mal gemolken werden, in ca. 10 Min…
So weit so gut, ich habe, wie gesagt, auch einige Videos von dem Spass gemacht, die ihr euch gern anschaun könnt. In den nächsten Tagen lade ich auch ein paar Bilder mit hoch…habe ich heute aber leider Lust mehr zu…
http://www.youtube.com/watch?v=xvP54TcZSt0
http://www.youtube.com/watch?v=cBd-yXId__Y
Es ist wirklich interessant Deutschland und die Diskussion im Land der Eichen mal aus der Distanz zu betrachten!
Was ich fast schon mit Spott überziehen muss, ist die Diskussion über den Biosprit in Deutschland. Von den Medien (leider auch von den „seriösen“) gab es ja keine fundierte, unabhängige Berichterstattung . Den Quatsch den ich dann bei Tagesschau.de lesen musste, war echt schon lustig teilweise. Es ist ja nun nicht so, dass Deutschland, das erste Land ist, in dem dieser Kraftstoff ausprobiert wird. Trotzdem werden irgendwelche Halbwahrheiten in den Raum geworfen.
Der Sprit sei für viele Autos nicht gut. Was der Sprit lediglich tut, ist, dass er manche Dichtungen angreift, die in Autos vorkommen, die vor 1995 gebaut wurden. Und auch von denen vertragen ihn die meisten. Ich habe gelesen, dass in der „Welt“(bei einigen macht’s jetzt schon Klick) stand, bei der Verbrennung von Alkohol entstehe Wasser, welches sich im Öl lösen wurde und einen häufigeren Ölwechseln nötig machen würde. Die Kosten für einen Ölwechsel bei einem Sechszylindermotor lägen bei ca 200€. Jetzt Schritt für Schritt von hinten aufrollen. Der gewählte Motor ist natürlich etwas zu klein um den US-Amerikanischen Durchschnittsautomotor zu repräsentieren. Aber da bezahlt man in Dollar und die Bananen sind auch billiger.
Halt, jetzt habe ich da was durcheinander gebracht, wir waren ja in Deutschland. Sind denn größere Motoren wieder im Kommen, da der Sprit bei euch so billig geworden ist?! Ich seh’s schon vor mir: Der neue Golf 7 jetzt auch mit leistungsstarkem und garantiert nicht sparsamen 4 Liter V-8 Motor! Erst wenn ein Auto auf 100km soviel säuft wie eine Elefantenfamilie an einem Tag ist es „Das Auto“ !Bei der Verbrennung von Alkohol entsteht also Wasser. Ist das denn die Möglichkeit ? Wo Wasser doch so gefährlich ist und in 10 Liter Wasser mit Sicherheit einige Leute ertrinken können. Aber bei der Verbrennung von Benzin entsteht doch auch Wasser? Das ist aber nicht so schlimmes Wasser, da die Mineralölkonzerne vom Benzin verbrennen mehr Geld verdienen! Alles klar? Mal ganz davon abgesehen, dass man bei dem Artikel aus der Zeitung des Springer Verlags einige wichtige Rahmenbedingungen vergessen hatte, die der zum Thema interviewte BMW-Mitarbeiter doch erwähnt hatte. Er sprach nämlich von Ländern in denen die Qualität des Sprits nicht so hoch wäre wie in D… naja, so funktioniert wohl Journalismus.
Anstatt einfach mal alle wichtigen Pro und Contra Argumente aufzuzählen und sich jedem sein eigenes Bild daraus machen lassen, wird Angst und Undsicherheit geschürt.
Übrigens ist gerade strahlender Sonnenschein hier, wo wir schon beim nächsten Thema wären.
Japan und die Auswirkungen auf Deutschland! Nachdem in Japan ein Erdeben der Stärke 9.0 zu ernsthaften Schäden in einigen Reaktoren geführt haben, wurden viele deutsche Atommeiler abgeschaltet um ihre Sicherheit zu überprüfen. Da trotzdem weiterhin der Strom irgendwo herkommen muss, kauft man ihn beispielweise aus Frankreich (wo ja bekanntlich Baguettes verbrannt werden um Energie zu erzeugen). Das aber nur am Rande. Also werden Grohnde und Co auf Erdbebensicherheit und anderes überprüft. Erdbeben ? In Mitteleuropa? Kann ja sein, dass die Eurasische Platte irgendwann auf der Höhe von Bonn auseinanderbricht, wer weiss… Ich halte das ganze allerdings für Aktionismus um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Wenn sich die Diskussion wieder gelegt hat, gehen die Kraftwerke wieder ans Netz…man wird sehen. Das phänomenale Ergebnis der Grünen bei den Landtagswahlen konnte dadurch auch nicht verhindert werden. Hoffentlich handeln diese jetzt mal völlig Politikeruntypisch besonnen und überlegen sich eine Vernünftige Lösung für den Atomausstieg. Momentan sind wir leider meiner Meinung nach von der Atomenergie abhängig, da wir noch keine Alternativen haben. Jedoch sollte man wirklich so schnell wie möglich versuchen mit Atommüll produzieren aufzuhören, da jede Tonne Müll in Zukunft noch enorme Kosten verursachen wird, da es kein sicheres Endlager gibt und wir so eine fiese Hypothek für nachfolgende Generationen aufbauen. Das Atomstrom also billig ist, wird durch diesen Fakt auch relativiert. Für E-On und Co ist er mit Sicherheit billig…
Wie auch immer, genug der drögen Politik, jetzt mal wieder was von mir. (kl. Bemerkung: Da mein geistiger Ausfluss nun schon einige Wochen auf der Festplatte meines Computers herum gammelt, ist der Inhalt wahrscheinlich so aktuell wie die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel….)
Wie gesagt, wohne ich ja jetzt (seit EndeJanuar) in einem Haus der Leppington Pastoral Company. Diese Company produziert Milch. Viel Milch. 65.000 l am Tag! Außerdem wird der Kuhdung gewinnbringend verkauft, wo auch eine Stange Geld bei rauskommt. Als ich in das Haus einzog, wohnte ich einige Tage mit Tawanda(Simbabwe), Steven (Schottland), Paul (Massachussets) und Ido (Israel) zusammen hier in dem Haus. Leider zogen nach und nach alle aus verschiedenen Gründen aus und ich blieb zum Schluss nur noch mit Paul und Jens hier. Letzterer hatte auch hier angefangen um sich mal an Kühen zu probieren. Nachdem dann auch Paul wieder nach Amerika flog, wohnte ich mit Jens eine Woche alleine in dem Haus, was ziemlich langweilig war. Nachdem uns Gary (ein klasse Typ aus Michigan, unser Chef und der Kuhmanager) ein mal mit schwedischen Backpackerinnen verarscht hatte, die angeblich kommen sollten, kündigte er uns dann vollen Ernstes ein italienisches Pärchen an. Ich fand das ziemlich lustig, da Jens unabhängig davon schon ein paar mal seine Abneigung gegen das gestiefelte Volk klar zum Ausdruck gebracht hatte. Als er davon erfuhr ging er auch strack zu Gary um seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen. Es half alles nichts. Cristian und Giorga kamen ein paar Tage später an und erwiesen sich als ganz nett. Allerdings kann ich mir bessere Mitbewohner vorstellen, da sie nur schlechtes Englisch sprechen, was die Kommunikation sehr schwierig und anstrengend macht. Außerdem hängen sie nur viel in ihrem Zimmer rum und nehmen sowieso nicht so viel am Gemeinschaftsleben teil. Seit zwei Wochen wohnt aber auch Claus aus Dänemark (öremöresmörrebrö), der sich gerne über die Häufigkeit der Silbe „ge“ der deutschen Sprache lustig macht und deshalb manchmal einfach 2-3 Verben im Perfekt vor sich hin sagt: „gemacht, gelaufen“… ein prima Typ!
Nun denn, ich erzähl euch mal ein bisschen was von meiner Arbeit und fange beim elementarem an: Melken. Ich hab zwar auch ein paar Videos dazu gemacht., aber ich erzähle hier auch noch ein bisschen was dazu. Als erstes müssen die Kühe in den Fischgrätenmelkstand(heißt übrigens so, weil die Kühe in ihm so stehen, wie eine Fischgräte angeordnet sind) getrieben werden. Das geschieht nach Möglichekit freiwillig, ohne Gewalt und möglichst ruhig. Ruhige, entspannte Kühe geben nämlich mehr Milch und der Melkvorgang beschleunigt sich. Dann wird angefangen und der erste besprüht das Euter mit Iodflüssigkeit und melkt den ersten „Straps“ Milch aus jeder Zitze, das Vormelken. Das Iod tötet Bakterien und Keime ab, die ansonsten beim Melken leicht in den Milchkanal der Zitze gelangen könnten, was böse,böse Krankheiten zur Folge hätte. Das Vormelken hat zweierlei Zweck. Zum einen wird so die Zitze stimuliert und der Signal an das Gehirn gesendet. Die Kuh denkt sich „Oh, ein Kalb an meinem Euter!“(manchmal sogar die Wahrheit^^) und das Gehirn schüttet Oxytocin aus, ein Hormon welches Milchabgabe und –produktion bewirkt. Weiterhin wird beim Vormelken die Milch auf Krankheiten kontrolliert, was sich im Fall der Krankheit durch veränderte Konsistenz und Farbe der Milch äußert. Ist dies der Fall bekommt die Kuh eine entsprechende Behandlung.
Die Hauptkrankheit mit der Milcherzeuger zu kämpfen haben heißt allerdings nicht BSE, sondern Mastitis. Das ist eine durch Keime hervorgerufene Entzündung in einem Euterviertel. Wird die Mastits nicht behandelt, kann sich die Krankheit schlimm entwickeln und den Tod der Kuh zur Folge haben.
Der zweite Melker ist der sogenannte „Wiper“ , also Wischer. Er hat nämlich die Aufgabe, das Jodspray und den Dreck an der Zitze wegzuwischen um dem „Cupper“, (cup= Becher)dem Melkbecheranhänger vier Wundervoll saubere Zitzen zu hinterlassen. Der „Cupper“ hängt also das Melkzeug an das Euter der Kuh. Dann gibt die Kuh hoffentlich viel gute Milch. Wenn die Milchabgabe unter einen bestimmten Wert pro Minute sinkt, wird das Melkzeug automatisch abgenommen. Danach werden die Euter noch einmal mit Iodspray besprüht und wenn alle 36 Kühe ausgemolken sind, werden sie aus dem Melkstand gelassen und Platz für die nächsten 36 Kühe zu machen. Der Melkstand besteht also aus zwei Seiten mit jeweils 36 Plätzen. Unsere kleine Farm daheim könnte also mit einem Mal gemolken werden, in ca. 10 Min…
So weit so gut, ich habe, wie gesagt, auch einige Videos von dem Spass gemacht, die ihr euch gern anschaun könnt. In den nächsten Tagen lade ich auch ein paar Bilder mit hoch…habe ich heute aber leider Lust mehr zu…
http://www.youtube.com/watch?v=xvP54TcZSt0
http://www.youtube.com/watch?v=cBd-yXId__Y
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