Donnerstag, 14. Oktober 2010
Klima, Flora und Fauna...
Nachdem mich Buddy auf das Wetter ansprach und ich mich kurz über die Wetterlage in Mitteleuropa informierte, bleibt mir nur zu sagen: " Ihr OPFER! "

Wenn es hier heiter ist, wünsche ich mir fast ein paar Grad weniger, aber da die Trecker hier alle Klima haben geht das auch. Heute war es bedeckt und deswegen allerbestes T-Shirt Wetter...wirklich sehr angenehm. Der kühlste Ort hier in der Nähe, ist wahrscheinlich das Innere meiner Thunfischdose in meinem Kühlschrank.



Na, wer findet sie zuerst?

Auf dem folgenden Bild kann man ganz gut die pralle Sonne erkennen, die im Hintergrund scheint.



Im Vordergrund besprühe ich gerade, den Rahmen, mit dem ich hier schon den ein oder anderen Tag verbracht habe.



Erst mussten die Grubberschare und die Räder abgebaut werden, dann den alten Lack mit dem "anglegrinder" abschleifen (was dazu führte, dass mein Schnodder und meine Popel blau wurden und ich aussah wie ein Schlumpf).



Anschließend mit "sandpaper" noch mal leicht anrauen, mit Grunddierung besprühen und dann noch mehrere Schichten Lack drauf(mit Schutzmaske, wegen die giftigen Teile ausn Lack).



Seit gestern ist er endlich fertig :)

Und dann komme ich auch zum nächsten Thema. Als Mark (ein Mitarbeiter, der mir heute den Kontakt zu einem "chick" aus einer nahegelegen Stadt angeboten hat^^) und ich die Reifen von dem Rahmen abmachten, kam eine mittelgroße Spinne zu Tage, die ihr Gelege in Defensivstellung behütete...er erledigte sie mit einem gekonnten Schlag mit dem Schraubenschlüssel. Dabei traf er auch das Gelege und war infolgedessen mit grünen graupengroßen Eiern besprenkelt.
Heute habe ich beim Bäumefällen jemanden getroffen, der etwas mit mir gemeinsam hatte und zwar zwei Augen, ein bisschen Hirn (höhö) und haarige Beine. Nur dass Monsieur doppelt so viele Extremitäten(nicht zu verwechslen mit Exkrementen, wie schon vorgekommen^^(obwohl eig ein interessantes Thema, ich noch nie Spinnenkot gesehen, aber ich glaube ich schweife vom Thema ab,(wie 'ne Sternschnuppe) also weiter! )) hat wie ich. Ansonsten war die Spinne so groß wie meine Hand und auch irgendwann wieder verschwunden. In meinem Haus musste ich erst 3 Spinnen töten, da ihre Beine einen größereren Durchmesser als 1mm hatten.
Außerdem gibts hier Schlangen (alle giftig) und eines morgens kam Bob mit einem jungen Exemplar einer schwarzen Schlange an, die er beim zum Briefkasten gehen getroffen und spontan aus den Leben genommen hat.
"Dschoooodsch, lookathisguy....analwaysbecarful!!" . Bis jetzt habe ich hier noch keine lebende Schlange gesehen...kann aber eig auch drauf verzichten.

Des Weiteren gibt es hier Wildkatzen, exotische Vögel, die komisce Laute von sich geben und mir das Gefühl geben, ich sei im Dschungel,und viele Insekten(dementsprechend vor jedem Fenster und vor jeder Tür Insktengitter).

An den Pflanzen kann man wirklich erkennen, dass man sich in einem subtropischen Gebiet befindet...hier gibts Palmen und allerlei andere wilde Gewächse...



Das ist ein Bild das bei einem Sonntagsausflug zum Tabletop Mountain be Toowoomba entstand.

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Dienstag, 12. Oktober 2010
Schon wieder ein Tag rum...
Ja, die Zeit vergeht echt schnell hier. Bob (der echt schwer zu verstehdene "Vorarbeiter" hier) meinte mit einem Augenzwinkern, als ich ihm das sagte " Timeruns, whenyouhavefun, dschooodsch!" Wahrscheinlich ist das der Grund...^^

Naja, ich werd mal flink weitererzählen.
Ich war bei der Fahrt nach Tyunga(so heißt die Farm). Also, da angekommen wurde mir erstmal mein Haus gezeigt, von dem ich nur 50% nutze, da hier locker 4 normale Menschen oder ca.10 Flüchtlingsfamlilein auf längere Zeit unterkommen könnten. Ich nutze eig nur die Küche, das Bad, mein Zimmer und den Vorraum mit Waschmaschine. Also erstmal ausgiebig duschen und weitere Körperpflege betriben (welch Wohltat :) ), dann bin ich zum Haus von Johannes und seiner Familie gegangen, das ca 350m entfernt liegt.



Im Laufe des abends lernte ich den Rest der Familie kennen, die Mutter, die beiden Töchter (15 und 7) und das Aupair, welches aus dem Rheinland kommt und eine Woche länger hier ist als ich. Alle sehr nett, ich komme dementsprechend gut mit allen aus und fühle mich in dem Haus wohl.

Die erste Woche, die ich da war, waren noch Ferien in OZ, deswegen waren auch alle die ganze Zeit da und ich bekam abends immer leckeres, warmes Essen. Mittlerweile hat die Schule wieder angefangen und die Kinder wohnen samt Mutter in der Woche in der nächsten Stadt (ca.50km entfernt). Heißt für mich: auch abends auf Nahrungssuche gehen...

Am Sonntag machten wir einen kleinen Ausflug zum Fluss (mit dem Pickup^^) und ich spielte CoD auf der X-Box gegen den Sohn und einen Kumpel von ihm. Da Übung nun mal den Meister macht, war der Kommentar über mich meistens: Neutralized!^^ Ich hab aber letztens mal wieder gespielt und da konnte ich den ein oder anderen "Feind" ins virtuelle Nirvana befördern. Und das als Ex- Zivi! :P

Am Montag gings dann (wie jeden Tag)um 7 los mit die Arbeit. Also um 6 aufstehen, Früstücken, am Anfang noch starken(zwecks Schlafumstellung), mittlerweile normalen Kaffe trinken. Dazu sei gesagt, dass ich jetzt einen Schlafrythmus habe, den ich in D aus unerklrälichen Gründen nie gefunden habe.^^
Naja, ich traf dann in der großen Halle ein und nach mir die anderen Mitarbeiter(im Schnitt sind da 4-5 Mitarbeiter, je nach Jahreszeit). Leider fiel es mir anfangs sehr schwer sie zu verstehen, da sie leichten Dialekt sprechen, zu schnell oder zu undeutlich oder alles zusammen. Das besserte sich aber mit der Zeit...
Nachdem ich einen platten Reifen von einer mobilen Förderschnecke abgebaut und das Loch identifiziert hatte, musste ich 2 Trecker waschen, von außen und innen. Das nahm ca 4 h in Anspruch und ich holte mir einen kleinen Sonnenbrand im Nacken...gegen Abend kam ich auch ncoh dazu mit einem Trecker zu arbeiten. Und zwar walzte ich in 2h 20ha Maisland direkt nach dem drillen mit einer Reifenwalze, damit es nicht zu schnell austrocknet. Interessant ist, dass hier jedes Jahr auf den gleichen kleinen Dämmen geplanzt wird, die 1m Abstand haben. Die werden mit GPS angelegt und selbst, wenn man später auf einem Trecker ohne GPS arbeitet kann man normalerweise zwischen den Vorgewenden die Finger vom Lenkrad lassen und ausgiebig in der Nase oder im Ohr Bohren oder oder sich ganz auf die Musik im Radio konzentrieren. Die Räder bleiben die meiste Zeit selbstständig in der Spur zwischen den Dämmen und man muss nur selten eingreifen, wenn sie ausscheren.





Dann war der erste Tag auch schon rum und ich schlief nach dem Essen in Frieden ein!

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Montag, 11. Oktober 2010
Essen...
Da ich mich hier größtenteils selbst versorgen und dementsprechnd auch selber bekochen muss, zeige ich euch mal, was es eben gerade gab:

Reispfanne mit: Reis (von heute Mittag), Scheinefleischstreifen, Tomaten, Käse, Oliven, Salz Pfeffer und 3 Eiern. In der Mitte sehr ihr ein gekochtes Ei von gestern auf einem Salatblatt. Foacking delicious!
Als Getränk eine Cola mit Zitrone und als Dessert ein Stück Trauben-Nuss-Schokolade.
Dazu hörte ich entspannte Musik von Chuck Berry :)
Wie ihr seht habe ich Freude daran gefunden, mir etwas aus dem scheinbar simplen Inhalt meines Kühlschranks zuzubereiten und dann genüsslich zu schmausen.

Leider wird dabei auch immer viel Geschirr dreckig um dass ich mich dann kümmern muss...aber auch das geit in Ordnung.

(Ich hab mir gerade vorgestellt, dass ich schizophren wäre und sich die Persönlichkeiten streiten, wer den Abwasch macht :D:D:D:D)

Was ich beim ersten Mal vergaß zu schreiben und mein Wohlbefinden erheblich steigert: Ich liebe es, ein leckeres, üppiges Mahl mit einem herzhaftem Aufstoßen zu beenden. Und das ohne blöd von der Seite angeschaut zu werden oder einen dummen Spruch zu bekommen. " Na ?!, wieder 'n Schwein satt? " " Weiss ich doch nicht...mir hats geschmeckt!" ;)


Hier ein paar weitere meine Mahlzeiten:
Ein Frühstück


Zubereitung


Eine Hauptmahlzeit


Nudeln

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