Mittwoch, 1. Februar 2012
Townsville-Brisbane
Um Anzufangen noch ein paar Photos als Eindrücke von der Bananenzeit.

Frische Staude:


Die heir ist etwas weiter:


Mit Tom aufm Weg zum Bach:


Waschweib:


Am Aligator Creek, an dem wir uns gerne nach der Arbeit entspannt haben:


Auf dem Weg zum kleinen Fluss, wo wir auch das einm oder andere Mal waren, man musste immer über eine Eisenbahnbrücke:


Also fuhren wir dann weiter nach Townsville, wo wir gegen Abend eintrafen. Dort wollten wir uns mit Noah treffen. Ich hatte Noah in Rainbow Beach kennen gelernt, er hat aber merkwürdigerweise bis jetzt noch keine Erwähnung in meinem Blog gefunden. Er kommt aus Kanada(somewhere near the Rockies,man) und ist ein prima Typ mit einer interessanten Sichtweise auf einige Dinge. Eines Abends stand ich neben einem ca. 1,80m hohen Holzzaun und unterhielt mich mit jemanden, als Noah über diesen Zaun gesprungen kam. Als wir ihn etwas fragend anblickten, sagte er nur: „ Hey man, gates are for pussies!“ „Hey Mann, (Zaun)Tore sind was für Weicheier!“

Hier ist er, rechts im Bild!


Er ist ein prima Zeitgenosse und reist mit seinem Fahrrad durch Australien. Wohlgemerkt Australien, wo man auch mal hundert Kilometer Straße ohne einen Rastplatz mit McDoofnalds haben kann. Noah hatte sich in Townsville ein Boot gekauft. (jaja, wie lustig, wahrscheinlich ist er gerade in Australien unterwegs um Tierpärchen zu suchen). Das Boot war zwar sehr günstig, dafür aber auch nicht richtig seetauglich. Seit ein paar Monaten ist er dabei, dass zu ändern. Das Boot steht momentan bei einer Werft, er arbeitet Tagsüber im Abrissgewerbe und abends an seinem Boot, in dem er mittlerweile auch lebt.


Die Tage, die wir in Townsville verbrachten hingen wir auf dem Werftgelände rum, Anton, der übrigens gelernter Koch ist, bekochte uns, wir gingen in die Stadt, entspannten uns und machten dies und jenes. Einen Tag halfen wir Noah auch ein bisschen bei seinem Boot, wofür er uns im Gegenzug einige Dosen Bier spendierte. Was für ein Deal. Arbeit gegen Naturalien. Der erste Schritt in der Befreiung von den Fesseln des Geldes, welches alles und jeden in seiner Macht hat ohne Gnade oder Mitgefühl für jene zu zeigen, die sich dem kapitalistischen System nicht anpassen wollen oder können. Oh man, ich glaube Karl Marx wäre stolz auf mich!

Entspannung:


Selbstgebarautes Bier von Noah abfüllen:


Rechts das Boot von Noah:


Hier warten wir auf Hühnchen, das im Garer ist:


Tom und ich beraten über die Aufteilung des Erdballs, nachdem wir die Weltherrschaft an uns gerissen haben:


Am Montagmorgen verabschiedete ich mich von Tom, für den die drei Schicksalsweberinnen eine Reise nach Tasmanien vorgesehen hatten. Ich fuhr dann mit Anton weiter nach Airlie Beach, wo ich nochmal einen Ausflug zum Great Barrier Reef machte. Anton buchte sich einen Segeltrip mit Tauchkurs und ich fuhr dann allein weiter nach Childers, wo ich noch mal zwei Nächte verbrachte, bevor es weiter nach Süden ging. Am 8. Dezember sollte mein Flug von Brisbane nach Auckland gehen.

Auf dem Weg nach Airlie Beach:


Anton:


Wir waren auch nochmal bei den Cedar Creek Falls, die aber leider immer noch trocken waren.


Ich in Airlie Beach mit der Gitarre, die Tom mir großzügigerweise überlassen und der ich versuche ab und zu mal ein paar wohlklingende Töne oder Melodien zu entlocken:


Armin erklärt mir den Bewässerer:


In Aktion:


Ich fuhr nochmal nach Rainbow Beach, surfte ein wenig, spielte mal wieder Fußball und lernte unter anderem Sjoerd aus Holland kennen, der sich dazu entschloss ein bisschen mit mir durch die Gegend zu fahren, weil sein Auto nach einem unglücklichen Missgeschick auf Fraser Island für unbestimmte Zeit in der Werkstatt war.
Hier eine fiese Schürfwunde vom Fußball spielen:



Also fuhren wir nach Noosa, wo wir das Wochenende verbrachten.

Der große Pelikan in Noosa:


Ich vor der großen Ananas irgendwo nördlcih von Brisbane. Letztens bin ich an der großen Banane in Coffs Harbour vorbei gefahren. Es gibt auch die große Erdnuss, die große Garnele, die große Mango usw. :



Am Montag fuhren wir nach Maleny, wo wir im örtlichen Pub zu Abend aßen und uns dann ein paar lokale Bands anhörten die da live spielten und eine tolle Atmosphäre schufen. Neben uns saß ein alter Mann. Eigentlich würde man ja aus Höflichkeit von einem älteren Herrn sprechen, Herr Evans ist aber 88 Jahre alt und deswegen nicht mehr nur ein älterer Herr. Das soll aber keine Abwertung sein.



Im Gegenteil, er ist ein knorke Typ! Er saß da wie wir, trank einige Gläser Wein, fragte nebenbei, wo wir über Nacht bleiben wollten und auf unsere Unwissende Antwort reagierte er mit dem Angebot uns bei ihm schlafen zu lassen. Die einzige Gegenleistung war halt, ihn nach Hause zu fahren. Noch ein klasse Geschäft in dem Geld keine Rolle spielte. Also übernachteten wir bei ihm im Kinderzimmer und er machte uns sogar am nächsten Tag noch Frühstück. Für seine 88 Jahre ist er echt noch ziemlich fit und ziemlich aktiv. Wie viele 88 jährige kennt ihr, die regelmäßig in die Kneipe gehen um Wein und Musik zu genießen?

Wir bei ihm zu Haus:


Am nächsten Tag fuhren wir nach Brisbane, der 8. Dezember rückte immer näher. Dort besuchten wir noch Freunde von Sjoerd, schauten uns ein wenig um und ich organisierte noch letzte Sachen und packte meinen Koffer.

Ich als Teil eines Kunstwerks im Museum in Brisbane:


Sjoerd erklärt mir gerade, warum die Welt für den Königlichen Niederländischen Verband des fusBalls gerade nicht ganz so rosig aussieht wie im Hintergrun:


Das Nummernschild!



Ich hatte mir unter anderem Beim „Big W“-Markt für 30$ ein kleines Zelt gekauft, welches ihr noch öfter sehen werdet.



Ich kann zwar in meinem Auto schlafen, aber diesen Vorzug hat ein Motorrad leider nicht. Dafür, da es keine schwere Karosserie und nur zwei anstatt der vier Reifen usw. mit sich herumfährt hat es den Vorteil eines sehr guten Gewichts/Leistungs verhältnisses was sich in einer fulminanten Beschleunigung äußert. Ein tolles Gefühl, mit einer leichten Drehbewegung der rechten Hand so ziemlich jedes Auto stehen lassen zu können. Das musste ich aber nicht jedem anderen Verkehrsteilnehmer zeigen, dass Wissen über dieses Potential ist meist schon genug.

Nichtsdestotrotz wurde mir des Öfteren ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert, wenn die vier kleinen, laut schreienden Zylinder die Kurbelwelle in Bereiche jenseits der 10.000 U/Min versetzten und so das volle Drehmoment zur Verfügung gestellt wurde.

Oh, jetzt bin ich schon etwas abgeschweift und hatte einen kleinen Exkurs. Soweit bin ich noch nicht. Nach einer furchbaren von ca. 50 Mücken geplagten vorerst letzten Nacht im Falcon, brachte mich Sjoerd zum Flughafen, er kümmerte sich die nächste Zeit um den Ford. Beim einchecken lief alles prima und nach 3 ½ Stunden Flug führte der Pilot eine klasse Landung in Auckland durch.

Ich war also in Neu Seeland. Weiter kann man sich auf dem Erdball nicht von Deutschland entfernen, der Zeitunterschied betrug genau 12h. Ende der Geschichte…für heute…nur noch ein kleiner Vorgeschmack:

... link (0 Kommentare)   ... comment