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Dienstag, 24. Januar 2012
Hey man...
georgk, 01:37h
Seit einigen Tagen bin ich jetzt wieder in Australien, merkwürdigerweise fühlt es sich ein wenig an, wie zu Hause, wobei es nach so langer Aufenthaltszeit auch gar nicht mehr merkwürdig ist. Ich weiss gar nicht, was ich machen soll. Groß und breit über meinen Urlaub in Neu Seeland berichten oder einfach nur ein paar Bilder hochladen, die mit schlauen Kommentaren gespickt sind. Eigentlich müsste ich auch noch über meine letzte Zeit in Australien berichten, da es dort auch einige große Lücken zu stopfen gibt. Mein letzter wirklicher Bericht handelte von der Bananenfarm , glaube ich, also werde ich dort mal anknüpfen.
Nach drei Wochen mit Anton, Owen, Tom, Nick, einigen verrottenden Wildschweinen, starken Regenschauern und handgroßen Spinnen (von denen mich eine mit einem gelben Sekret bespritzte) beschloss ich, dass ich lange genug auf einer Bananenfarm gearbeitet zu haben um mit gutem Gewissen für den Rest meines Lebens Bananen essen zu können. Ich habe während der Arbeitszeit zwar keine Banane angefasst, aber das tut für mich nichts zur Sache.
Hier Anton, das tote Schwein und Owen, der Taliban, vlnr:

Kurz vor 7, gleich geht's los:

Mit scharfem Messer entlaubt es sich besser:

Und los geht's:

Wir hatten auch ein bisschen Spaß in Tully, hier beim Basketball spielen:

Durch meinen unermüdlichen Einsatz (na gut, manchmal war ich schon ganz schön kaputt) konnten die Bananenbäume gedeihen, viel Photosynthese betreiben, viele lange gelbe Früchte produzieren um nachdem sie derer erleichtert wurden nur einer Machete zum Opfer zu fallen und das Wasser ihres Stammes für den nächsten Bananenbaum zur Verfügung zu stellen. (Was für ein langer Satz; in der Blödzeitung wäre das schon ein ganzer Artikel über das politische Geschehen in der ganzen Welt!).
Hier die Landschaft, war gar nicht sooo schlecht:
Das(dass ich aufhören werde) sagte ich auch Steve, es war die Smokopause des 16. Novembers. Der war damit zwar nicht zufrieden, er mag es verständlicherweise, wenn seine „Boys“ länger bleiben, das war mir aber ziemlich egal. Ich versuche es zwar zu vermeiden, schlecht über Leute in meinem Blog zu reden, aber Steve kennt sowieso niemand und er ist ja auch nicht der einzige Steve in Tully. Steve war(ist er wahrscheinlich immer noch) ein chauvinistisches Arschloch. Zu diesem Urteil kam ich nach einigen Tagen in denen wir eigentlich nur während der Pausen mit mal redeten. Wenn er redete, ging es um Geld, seine phänomenalen Weltreisen, Frauen und Chingchongs(Asiaten, von denen viele auf der Farm arbeiteten). Bei letzteren ging es aber nicht darum, wie toll es ist, dass wir nicht alle gleich aussehen und es schön ist, dass es verschiedene Kulturen gibt. Wie auch immer, ich hatte eine Lawine losgetreten.
Er wusste, dass Tom mit mir zusammen reiste und stellte ihn deshalb vor die Wahl entweder lange bleiben oder auch das Säckchen nehmen. (gefeuert werden heißt unter anderem: to get the sack/sacked) Obwohl er Tom eigentlich mochte, da er wie Steve ein richtiger Engländer ist. Anton hatte von Bananenblättern auch genug und hatte schon in der Mittagspause gekündigt. In den letzten zweieinhalb Stunden, die ich mit Tom zusammen arbeitete, wägten wir das für und wider einiger Optionen für ihn ab und er fragte Steve, ob es in Ordnung sei, wenn er noch eine Woche bliebe. War es nicht, also hatten wir drei zusammen unsere Freiheit wieder. Achja, den Job, den ich die letzte Woche erledigt hatte, nannte sich „hormoning“ und katapultierte mich von der jahrtausende alten Art der Kriegsführung mit einer Klinge ins 21. Jahrhundert, wo der Feind mit Biologischen Mitteln bekäpft wird.
Um jeden Bananenbaum herum wachsen nämlich Triebe. Es wachsen aber viel mehr Triebe, als eigentlich nötig um den Fortbestand der Plantage zu gewährleisten. Neben jedem Bananenbaum sollte eigentlich ein etwas kleinerer Baum wachsen, damit man nicht so lange auf das Wachsen der Bäume warten muss, wenn der alte Baum, mit der Machete abgehackt wurde. Überflüssige Triebe/Bäume konkurrieren mit den „ausgesuchten“ Bäumen um Licht, Nährstoffe und Wasser.(wobei letzteres in Tully in Hülle und Fülle vorhanden ist).
Hier macht Anton eine Pause im Regen:
Deshalb müssen sie sterben. Steve läuft mit einer Dose Sprayfarbe durch die Haine und markiert die Bäumchen die „Lebenswert“ sind. Der Rest ist verdammt an übermäßiger Wassergier zu sterben. Die Pflanzen die also nicht weiter leben sollen, bekommen etwas Hormon auf das obere Blatt gespritzt, von dort ausläuft es zum Stamm, wo es von der Pflanze aufgenommen wird. Das Hormon stimuliert die Pflanze dazu Unmengen an Wasser aufzunehmen. Viel mehr als gut ist, weshalb die Pflanzen nach einigen Tagen am Stammansatz nahe am Boden platzen.
Sich seiner tödlichkeit bewusst, begrüßte Tom einige Pflanzen mit dem Satz „ My name ist Bond, James Bond“, bevor er sie mit seiner Giftmischung der Verderbnis preis gab. Bei einigen hundert bis tausend zu erledigenden Pflanzen pro Stunde gab er diese Angewohnheit aber schnell auf.
Hier nochmal ein anderer Job, Bananenbäume umhacken, hört sich lustig an, ist aber saumäßig anstrengend, wenn man es nicht gewöhnt ist(und wer gibt schon als Hobby:" Bananenbäume umhacken" an?!)

Anton schwer dabei:

Laaange Reihen:

Nachdem wir also gekündigt hatten, mussten wir noch einen Tag in Tully verbringen, da wir auf unsere letzten Schecks warteten. Aus dem einen Tag wurden zwei, es wurde sehr interessant und wenn ihr wissen wollt, was passierte, erzähle ich es euch gern bei einem Bier/Wein am Lagerfeuer in gemütlicher Runde. Ich befinde mich aber gerade in einer offentlichen Bibliothek, die in absehbarer Zeit die Pforten für einige Stunden der Nachtruhe schließen wird, und aus diesem Grund belasse ich es dabei. Am 18. Oktober sattelten wir dann die Pferde und zu dritt (Anton, Tom und ich) fuhren wir weiter nach Townsville. Mit dem guten Gefühl, den Bananen entkommen zu sein und unserer Geldsäckchen etwas praller werden zu lassen fuhren wir nach Süden.
Da der Ute nur Platz für zwei in der Fahrgastzelle hatte, musste immer einer auf der Ladefläche mitfahren. Da Owen ein Hobbymäßiger Rallypilot war, war das manchmal sehr interessant und nicht ganz Adrenalinfrei, vor allem, da die Messer auch hinten mitfuhren!^^

Nach einigen Tagen wurde er aber von Steve ermahnt, da er von den Farmeigenen Geschwindigkeitskameras erwischt wurde. Bei einigen hundert Mitarbeitern muss das wohl nötig sein. Ich wurde auch erwischt, aber Steve ermahnte fälschlicherweise Tom (hehehe).
Dicke schwere Regenwolken über den Bananenfeldern:

Der während der heißen Arbeitstage mit Eis und Wasser gefüllte unerlässliche Kanister:

Tom beim testen des Arbeitsgeräts:

Tom und der Ute:

Tom bei der Arbeit:

Muck und Spinne:

Nach drei Wochen mit Anton, Owen, Tom, Nick, einigen verrottenden Wildschweinen, starken Regenschauern und handgroßen Spinnen (von denen mich eine mit einem gelben Sekret bespritzte) beschloss ich, dass ich lange genug auf einer Bananenfarm gearbeitet zu haben um mit gutem Gewissen für den Rest meines Lebens Bananen essen zu können. Ich habe während der Arbeitszeit zwar keine Banane angefasst, aber das tut für mich nichts zur Sache.
Hier Anton, das tote Schwein und Owen, der Taliban, vlnr:

Kurz vor 7, gleich geht's los:

Mit scharfem Messer entlaubt es sich besser:

Und los geht's:

Wir hatten auch ein bisschen Spaß in Tully, hier beim Basketball spielen:

Durch meinen unermüdlichen Einsatz (na gut, manchmal war ich schon ganz schön kaputt) konnten die Bananenbäume gedeihen, viel Photosynthese betreiben, viele lange gelbe Früchte produzieren um nachdem sie derer erleichtert wurden nur einer Machete zum Opfer zu fallen und das Wasser ihres Stammes für den nächsten Bananenbaum zur Verfügung zu stellen. (Was für ein langer Satz; in der Blödzeitung wäre das schon ein ganzer Artikel über das politische Geschehen in der ganzen Welt!).
Hier die Landschaft, war gar nicht sooo schlecht:
Das(dass ich aufhören werde) sagte ich auch Steve, es war die Smokopause des 16. Novembers. Der war damit zwar nicht zufrieden, er mag es verständlicherweise, wenn seine „Boys“ länger bleiben, das war mir aber ziemlich egal. Ich versuche es zwar zu vermeiden, schlecht über Leute in meinem Blog zu reden, aber Steve kennt sowieso niemand und er ist ja auch nicht der einzige Steve in Tully. Steve war(ist er wahrscheinlich immer noch) ein chauvinistisches Arschloch. Zu diesem Urteil kam ich nach einigen Tagen in denen wir eigentlich nur während der Pausen mit mal redeten. Wenn er redete, ging es um Geld, seine phänomenalen Weltreisen, Frauen und Chingchongs(Asiaten, von denen viele auf der Farm arbeiteten). Bei letzteren ging es aber nicht darum, wie toll es ist, dass wir nicht alle gleich aussehen und es schön ist, dass es verschiedene Kulturen gibt. Wie auch immer, ich hatte eine Lawine losgetreten.
Er wusste, dass Tom mit mir zusammen reiste und stellte ihn deshalb vor die Wahl entweder lange bleiben oder auch das Säckchen nehmen. (gefeuert werden heißt unter anderem: to get the sack/sacked) Obwohl er Tom eigentlich mochte, da er wie Steve ein richtiger Engländer ist. Anton hatte von Bananenblättern auch genug und hatte schon in der Mittagspause gekündigt. In den letzten zweieinhalb Stunden, die ich mit Tom zusammen arbeitete, wägten wir das für und wider einiger Optionen für ihn ab und er fragte Steve, ob es in Ordnung sei, wenn er noch eine Woche bliebe. War es nicht, also hatten wir drei zusammen unsere Freiheit wieder. Achja, den Job, den ich die letzte Woche erledigt hatte, nannte sich „hormoning“ und katapultierte mich von der jahrtausende alten Art der Kriegsführung mit einer Klinge ins 21. Jahrhundert, wo der Feind mit Biologischen Mitteln bekäpft wird.
Um jeden Bananenbaum herum wachsen nämlich Triebe. Es wachsen aber viel mehr Triebe, als eigentlich nötig um den Fortbestand der Plantage zu gewährleisten. Neben jedem Bananenbaum sollte eigentlich ein etwas kleinerer Baum wachsen, damit man nicht so lange auf das Wachsen der Bäume warten muss, wenn der alte Baum, mit der Machete abgehackt wurde. Überflüssige Triebe/Bäume konkurrieren mit den „ausgesuchten“ Bäumen um Licht, Nährstoffe und Wasser.(wobei letzteres in Tully in Hülle und Fülle vorhanden ist).
Hier macht Anton eine Pause im Regen:
Deshalb müssen sie sterben. Steve läuft mit einer Dose Sprayfarbe durch die Haine und markiert die Bäumchen die „Lebenswert“ sind. Der Rest ist verdammt an übermäßiger Wassergier zu sterben. Die Pflanzen die also nicht weiter leben sollen, bekommen etwas Hormon auf das obere Blatt gespritzt, von dort ausläuft es zum Stamm, wo es von der Pflanze aufgenommen wird. Das Hormon stimuliert die Pflanze dazu Unmengen an Wasser aufzunehmen. Viel mehr als gut ist, weshalb die Pflanzen nach einigen Tagen am Stammansatz nahe am Boden platzen.
Sich seiner tödlichkeit bewusst, begrüßte Tom einige Pflanzen mit dem Satz „ My name ist Bond, James Bond“, bevor er sie mit seiner Giftmischung der Verderbnis preis gab. Bei einigen hundert bis tausend zu erledigenden Pflanzen pro Stunde gab er diese Angewohnheit aber schnell auf.
Hier nochmal ein anderer Job, Bananenbäume umhacken, hört sich lustig an, ist aber saumäßig anstrengend, wenn man es nicht gewöhnt ist(und wer gibt schon als Hobby:" Bananenbäume umhacken" an?!)

Anton schwer dabei:

Laaange Reihen:

Nachdem wir also gekündigt hatten, mussten wir noch einen Tag in Tully verbringen, da wir auf unsere letzten Schecks warteten. Aus dem einen Tag wurden zwei, es wurde sehr interessant und wenn ihr wissen wollt, was passierte, erzähle ich es euch gern bei einem Bier/Wein am Lagerfeuer in gemütlicher Runde. Ich befinde mich aber gerade in einer offentlichen Bibliothek, die in absehbarer Zeit die Pforten für einige Stunden der Nachtruhe schließen wird, und aus diesem Grund belasse ich es dabei. Am 18. Oktober sattelten wir dann die Pferde und zu dritt (Anton, Tom und ich) fuhren wir weiter nach Townsville. Mit dem guten Gefühl, den Bananen entkommen zu sein und unserer Geldsäckchen etwas praller werden zu lassen fuhren wir nach Süden.
Da der Ute nur Platz für zwei in der Fahrgastzelle hatte, musste immer einer auf der Ladefläche mitfahren. Da Owen ein Hobbymäßiger Rallypilot war, war das manchmal sehr interessant und nicht ganz Adrenalinfrei, vor allem, da die Messer auch hinten mitfuhren!^^

Nach einigen Tagen wurde er aber von Steve ermahnt, da er von den Farmeigenen Geschwindigkeitskameras erwischt wurde. Bei einigen hundert Mitarbeitern muss das wohl nötig sein. Ich wurde auch erwischt, aber Steve ermahnte fälschlicherweise Tom (hehehe).
Dicke schwere Regenwolken über den Bananenfeldern:

Der während der heißen Arbeitstage mit Eis und Wasser gefüllte unerlässliche Kanister:

Tom beim testen des Arbeitsgeräts:

Tom und der Ute:

Tom bei der Arbeit:

Muck und Spinne:

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