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Freitag, 5. August 2011
Alles hat ein Ende...
georgk, 02:53h
Nachdem ich also die Arbeit auf dem Modulebuilder beschrieben habe, komme ich zum Bollbuggy fahren. Theoretisch könnte zwar der Pflücker auch selber zum Modulbuilder fahren und dort seine Baumwolle abkippen, jedoch würde das viel Zeit kosten. Zudem kann man mit dem Buggy die Baumwolle besser im Modulbuilder verteilen.
Gezogen wurde der Buggy vom 7810, ein ganz schöner Traktor, wenn auch noch nicht so modern wie der 7930. Beim 7810 kann man aber wenigstens noch die beiden Seitenfenster aufmachen und so dem wundervollen Klang des 6-Zylinder-Motors lauschen.
Beim Buggyfahren macht man dann folgendes: Man fährt versetzt links hinter dem Pflücker her und wartet darauf, dass der Korb voll ist.
Ist das der Fall muss man neben den Pflücker fahren, damit dieser die Baumwolle überladen kann. Hierbei muss man sich dem Picker asymptotisch annähern. Für alle, die nicht vor ein paar Jahren Abitur gemacht haben oder übermäßige Freude an der Mathemaik haben, das heißt: So nah wie möglich dran, OHNE ihn zu berühren. Dieses Spielchen ist sowieso ein Beliebtes in der Landwirtschaft. Das Problem ist, dass wenn man berührt, (touché, sozusagen) es entweder gewaltig kracht, oder auf längere Zeit gesehen Schäden auftreten. Wenn man zu weit weg ist, wird die Arbeit nicht vernünftig erledigt. Beim Buggy fällt dann Baumwolle auf den Boden.
Um noch ein Beispiel zu nennen. Mit dem Mulcher, mit dem die Baumwollsträucher nach der Ernte kleingemulcht werden, versucht man die Pflanze so dicht wie möglich über dem Boden abzuschlägeln, ohne den Boden mit den Schlägeln zu berühren.

Ist die Baumwolle sicher im Buggy, düst man los in Richtung Module Builder um dort wieder schön dicht neben den Builder zu fahren. Dann wird der Korb gekippt und die Baumwolle wird mit den Kratzketten in die Modulpresse befördert. Ist der Buggy dann leer, senkt man den Korb wieder und schaut nach was der Picker macht und das ganze Spiel beginnt von neuem.
Hört sich zwar recht simpel an, man muss aber doch ein bisschen mitdenken, vor allem wenn man für mehrere Pflücker zuständig ist. Und da man nicht unnötig viel auf dem Acker rumheizen will, um unnötige Bodenverdichtung zu vermeiden, muss man sich merken, welcher Pflücker wohl wann voll wird und dann auf dem Feld hinter ihm her fahren. Pikant wird das, wenn die Pflücker unterschiedlich große Körbe haben.
Deswegen ist man auch viel mim Funkgerät am quasseln.
Georg:„ You’re on channel, Bob?“
Bob: „Yes, dschooodsch”
G:”You think you gonna make it to the top or what?“
B:“Yeah , if you wanna pick me up on my way down?!”
G: “Alrighty-o!”

Da die Felder hier bewässert werden und sie dementprechend ein leichtes Gefälle haben, sind die Vorgewenden immer „Top“ oder „botton“.
Ein paar mal habe ich auch auf dem Baumwollpflücker gesessen und ihn gesteuert, jedoch nie für eine längere Zeit. Theoretisch weiss ich auch, was man wann machen muss, jedoch ist wohl, wie bei so vielen Maschinen nicht die allgemeine Bedienung die Schwierigkeit, sondern die Fähigkeit angemessen und fix mit auftretenden Problemen umzugehen.


Fast selbsterklärend.

Ein Problem der eher gefährlicheren Art hatte Edward dann. Nachdem schon etwas Rauch aus seinem Pflücker gekommen war, kam er am Vorgewende an und ich bemerkte brennende Baumwolle, die aus dem Pflücker fiel. Also hielt er an und wir versuchten das Malheur unter Kontrolle zu bringen. Sehr hilfreich war, dass auf dem Wasserfeuerlöscher des Pflückers kein Druck mehr war und er deshalb so nützlich war, wie Diesel für einen Benzinmotor. Also schlug ich vor, dass Edward mit dem Ute zur Halle fährt und einen funktionierenden Feuerlöscher holt, während ich versuchte mit Wasserflaschen und Erde die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.




Baumwolle ist aufgrund seiner Struktur hochentzündlich, weshalb ein Funke reicht um es in Brand zu setzen. Sehr gefährlich ist auch, dass es bei Sauerstoffmangel zwar aufhört zu brennen, aber still und leise weiter vor sich hin schwelt. Wenn man also glimmende Baumwolle in ein Modul gerät, kann es ein paar Tage dauern, bis außen ein schwarzer Fleck sichtbar wird und man feststellt, dass schon fast das ganze Modul von innen verbrannt ist.
Nachdem ich dann ein paar Liter Qualm inhaliert, den Feuerlöscher präventiv über noch nicht brennender Baumwolle entleert hatte, kam Edward mit dem funktionierenden Löscher wieder und der machte einen Superjob! Wir konnten also das Feuer unter der Kabine und auf dem Differential löschen. Um sicher zu sein, dass keine Baumwolle mehr irgendwo vor sich hin schwelt, spülten wir den Pflücker mit dem Wassertruck, der dann später kam.
Außer den verschmorten Antriebsriemen und Kabelage und der Kabine ist aber zum Glück nicht viel kaputt gegangen. Ein Feuer auf dem Pflücker endet auch gern mal so, dass die ganze Maschine ausbrennt und ein paar Hunderttausend Dollars futsch sind. Glück gehabt!!
Eine andere heiße Erfahrung hatten Bob und Johannes, die die kluge Idee hatten, an einem Modulbuilder zu schweißen, in dem schon etwas Baumwolle war. Es kam wie es kommen musste. Marc und ich, die etwas weiter am Dünger streuen bzw. Grubbern waren, unterbrachen unsere Arbeit für 5 Min um blöde Witze zu machen und wilde Spekulationen aufzustellen. Wie schön ist es doch, wenn Boss und Vorarbeiter gemeinsam etwas
vermasseln.
Das Ende vom Lied: ein paar Hundert Dollar verbrennen.

Naja, wie dem auch sei…die Baumwolle ist ja wie gesagt endlich durch und ich war auch echt froh drum. Die letzte Woche durfte ich mich dann mit dem 7930 und dem Rootcutter vergnügen. Bei der Gelegenheit kann ich euch noch ein wenig vom Fortschritt in der Landwirtschaft erzählen. Die modernen John Deere Traktoren
(hier isser Mal, der springende Hirsch:)

verfügen über das sogenannte "Implement Management System" (IMS).

Rechts neben dem schwarzen Knopf sind die beiden Knöpfe mit denen ich das IMS an/ausmache /bzw. eine Sequenz anlerne/speichere.
Übersetzt heißt das Anbaugerät-verwaltungs-system. Mit diesem Programm kann man Arbeitsabläufe speichern und sie dann automatisch ablaufen lassen. Zum Beispiel, wenn ich am Vorgewende gedreht habe und wieder in die Reihen reinfahre, mache ich jedes mal das gleiche: Hubwerk(mit Rootcutter) senken, die Differentialsperre an und ich erhöhe meine Geschwindigkeit.
Im Anlern Modus speichert das Programm die Tätigkeiten in der Reihenfolge in der ich sie ausführe. Da der Traktor hochelektronisiert ist, wird das möglich. Bei älteren Traktoren steuerte man ja noch direkt über Hebel Ventile und Kupplungen, während heute nur Knöpfe und Kippschalter betätigt werden. Über Elektronik wird dann der gewünschte Vorgang ausgeführt, wie zum Beispiel öffnen eines Hydraulikventils oder Einkuppeln der Zapfwelle. Bei Pantomimischen Darstellen vom Arbeiten mit einem modernen Trecker, würde man bei Betrachtung der rechten Hand wohl eher an einen Klavierspieler oder DJ denken. Faul ist die Menschheit.
Wenn ich also dern Traktor angelernt habe, muss ich nur noch einen Kippschalter zur rechten Zeit nach vorn drücken
Links oben über dem Hasen, mit der 1 und 2 drauf.
und dann erledigt das IMS Programm alles weitere für mich und ich werde auf dem kleinen Bildschirm informiert, was gerade geschieht.

Die letzte Zeile heißt entschlüsselt:
Set Speed in Forward 1 Up to 18,2km/h
also: Erhöhe Geschwindigekit in(Schaltbereich) Vorwärts 1 auf 18,2 km/h
Hier die zweite Sequenz für das Ende einer Bahn:

Geschw. reduzieren
Differentialsperre aus
Hubwerk heben
Nach der Baumwollernte hatte ich ihn mal gewaschen:

Meine Aussichten für viele, viele Stunden:


Bei Nacht:


Meine Erde war zwei Scheiben:


Je nach Bedarf musste ich mich dann mit dem groooßen Hammer und Schraubenschlüssel am Rootcutter auslassen um die Einstellungen zu optimieren. Das kann einem den letzten Nerv rauben, wenn man ständig nur am auf- und absteigen ist und man nicht wirklich was schafft.
Schön dagegen ist es, wenn man ein Feld fertig hat und man dank Boardcomputer sieht, wie viel man geschafft hat und das in das Traktorbuch einträgt, was das Belohnungszentrum im Gehirn besonders anregt.
Ich hatte Johannes angekündigt, am Freitag, dem 29.7. meinen letzten Arbeitstag zu haben und dazu kam es dann auch fast. Am Freitagnachmittag waren noch 70-80 ha zu bearbeiten. Da ich unbedingt fertig werden wollte, was aber keine Pflicht war, entschied ich mich eine Nachtschicht einzulegen und machte bis um ein Uhr morgens.

Nochmal auftanken, bei einem Dieseltank mitten im Feld, der eigntlich für einen Pumpenmotor ist, aber praktischerweise auch eine Zapfpistole hat und man so nicht immer zur Halle zurück muss. Da der Diesel aber nur mit Schwerkraft aus dem Fass läuft, dauert das tanken ein bisschen länger.
In dem guten Bewusstsein das ganze Baumwollland bearbeitet zu haben, verabschiedete ich mich vom 7930 und fuhr mit dem Ute nach Haus.
Beim Nachbarn sprießte schon die Winterfrucht, wovon ich ein schönes Bild machte.
Am Wochenende erledigte ich noch dies und jenes, wobei ich hauptsächlich mein Auto reisefertig machte. Unter anderem hatte mich Marc zu einer Spritztour mit seinem neuen Auto eingeladen. Ein roter Holden Commodore SS Ute mit 5.7 l V8 Motor und guten 300PS. Er entschied sich auch dazu ein paar von den hart verdienten Dollars spektakulär in Schall und Rauch umzuwandeln. Ich durfte dann auch mal fahren. :)
Das Holden Emblem:




Was für ein schöner Zustand diese beiden zweifelsohne cool aussehenden Buchstaben ganz unbefangen benutzen zu können. SA steht allgemein übrigens für South Australia.
Am Montag verabschiedete ich mach dann von meinen Mitarbeitern, was natürlich wieder mal nicht leicht fiel, aber sein musste. Mittlerweile bin ich in Noosa, der Perle der Sunshine Coast und genieße das schöne Wetter. Meine Tätigkeit lässt sich wohl auch mit einem Ausdruck beschreiben, der vor allem ehem. Wehrpflichtigen Bundis geläufig sein sollte:
Rumpimmeln…
Gezogen wurde der Buggy vom 7810, ein ganz schöner Traktor, wenn auch noch nicht so modern wie der 7930. Beim 7810 kann man aber wenigstens noch die beiden Seitenfenster aufmachen und so dem wundervollen Klang des 6-Zylinder-Motors lauschen.
Beim Buggyfahren macht man dann folgendes: Man fährt versetzt links hinter dem Pflücker her und wartet darauf, dass der Korb voll ist.
Ist das der Fall muss man neben den Pflücker fahren, damit dieser die Baumwolle überladen kann. Hierbei muss man sich dem Picker asymptotisch annähern. Für alle, die nicht vor ein paar Jahren Abitur gemacht haben oder übermäßige Freude an der Mathemaik haben, das heißt: So nah wie möglich dran, OHNE ihn zu berühren. Dieses Spielchen ist sowieso ein Beliebtes in der Landwirtschaft. Das Problem ist, dass wenn man berührt, (touché, sozusagen) es entweder gewaltig kracht, oder auf längere Zeit gesehen Schäden auftreten. Wenn man zu weit weg ist, wird die Arbeit nicht vernünftig erledigt. Beim Buggy fällt dann Baumwolle auf den Boden.
Um noch ein Beispiel zu nennen. Mit dem Mulcher, mit dem die Baumwollsträucher nach der Ernte kleingemulcht werden, versucht man die Pflanze so dicht wie möglich über dem Boden abzuschlägeln, ohne den Boden mit den Schlägeln zu berühren.

Ist die Baumwolle sicher im Buggy, düst man los in Richtung Module Builder um dort wieder schön dicht neben den Builder zu fahren. Dann wird der Korb gekippt und die Baumwolle wird mit den Kratzketten in die Modulpresse befördert. Ist der Buggy dann leer, senkt man den Korb wieder und schaut nach was der Picker macht und das ganze Spiel beginnt von neuem.
Hört sich zwar recht simpel an, man muss aber doch ein bisschen mitdenken, vor allem wenn man für mehrere Pflücker zuständig ist. Und da man nicht unnötig viel auf dem Acker rumheizen will, um unnötige Bodenverdichtung zu vermeiden, muss man sich merken, welcher Pflücker wohl wann voll wird und dann auf dem Feld hinter ihm her fahren. Pikant wird das, wenn die Pflücker unterschiedlich große Körbe haben.
Deswegen ist man auch viel mim Funkgerät am quasseln.
Georg:„ You’re on channel, Bob?“
Bob: „Yes, dschooodsch”
G:”You think you gonna make it to the top or what?“
B:“Yeah , if you wanna pick me up on my way down?!”
G: “Alrighty-o!”

Da die Felder hier bewässert werden und sie dementprechend ein leichtes Gefälle haben, sind die Vorgewenden immer „Top“ oder „botton“.
Ein paar mal habe ich auch auf dem Baumwollpflücker gesessen und ihn gesteuert, jedoch nie für eine längere Zeit. Theoretisch weiss ich auch, was man wann machen muss, jedoch ist wohl, wie bei so vielen Maschinen nicht die allgemeine Bedienung die Schwierigkeit, sondern die Fähigkeit angemessen und fix mit auftretenden Problemen umzugehen.


Fast selbsterklärend.

Ein Problem der eher gefährlicheren Art hatte Edward dann. Nachdem schon etwas Rauch aus seinem Pflücker gekommen war, kam er am Vorgewende an und ich bemerkte brennende Baumwolle, die aus dem Pflücker fiel. Also hielt er an und wir versuchten das Malheur unter Kontrolle zu bringen. Sehr hilfreich war, dass auf dem Wasserfeuerlöscher des Pflückers kein Druck mehr war und er deshalb so nützlich war, wie Diesel für einen Benzinmotor. Also schlug ich vor, dass Edward mit dem Ute zur Halle fährt und einen funktionierenden Feuerlöscher holt, während ich versuchte mit Wasserflaschen und Erde die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.




Baumwolle ist aufgrund seiner Struktur hochentzündlich, weshalb ein Funke reicht um es in Brand zu setzen. Sehr gefährlich ist auch, dass es bei Sauerstoffmangel zwar aufhört zu brennen, aber still und leise weiter vor sich hin schwelt. Wenn man also glimmende Baumwolle in ein Modul gerät, kann es ein paar Tage dauern, bis außen ein schwarzer Fleck sichtbar wird und man feststellt, dass schon fast das ganze Modul von innen verbrannt ist.
Nachdem ich dann ein paar Liter Qualm inhaliert, den Feuerlöscher präventiv über noch nicht brennender Baumwolle entleert hatte, kam Edward mit dem funktionierenden Löscher wieder und der machte einen Superjob! Wir konnten also das Feuer unter der Kabine und auf dem Differential löschen. Um sicher zu sein, dass keine Baumwolle mehr irgendwo vor sich hin schwelt, spülten wir den Pflücker mit dem Wassertruck, der dann später kam.
Außer den verschmorten Antriebsriemen und Kabelage und der Kabine ist aber zum Glück nicht viel kaputt gegangen. Ein Feuer auf dem Pflücker endet auch gern mal so, dass die ganze Maschine ausbrennt und ein paar Hunderttausend Dollars futsch sind. Glück gehabt!!
Eine andere heiße Erfahrung hatten Bob und Johannes, die die kluge Idee hatten, an einem Modulbuilder zu schweißen, in dem schon etwas Baumwolle war. Es kam wie es kommen musste. Marc und ich, die etwas weiter am Dünger streuen bzw. Grubbern waren, unterbrachen unsere Arbeit für 5 Min um blöde Witze zu machen und wilde Spekulationen aufzustellen. Wie schön ist es doch, wenn Boss und Vorarbeiter gemeinsam etwas
vermasseln.
Das Ende vom Lied: ein paar Hundert Dollar verbrennen.

Naja, wie dem auch sei…die Baumwolle ist ja wie gesagt endlich durch und ich war auch echt froh drum. Die letzte Woche durfte ich mich dann mit dem 7930 und dem Rootcutter vergnügen. Bei der Gelegenheit kann ich euch noch ein wenig vom Fortschritt in der Landwirtschaft erzählen. Die modernen John Deere Traktoren
(hier isser Mal, der springende Hirsch:)

verfügen über das sogenannte "Implement Management System" (IMS).

Rechts neben dem schwarzen Knopf sind die beiden Knöpfe mit denen ich das IMS an/ausmache /bzw. eine Sequenz anlerne/speichere.
Übersetzt heißt das Anbaugerät-verwaltungs-system. Mit diesem Programm kann man Arbeitsabläufe speichern und sie dann automatisch ablaufen lassen. Zum Beispiel, wenn ich am Vorgewende gedreht habe und wieder in die Reihen reinfahre, mache ich jedes mal das gleiche: Hubwerk(mit Rootcutter) senken, die Differentialsperre an und ich erhöhe meine Geschwindigkeit.
Im Anlern Modus speichert das Programm die Tätigkeiten in der Reihenfolge in der ich sie ausführe. Da der Traktor hochelektronisiert ist, wird das möglich. Bei älteren Traktoren steuerte man ja noch direkt über Hebel Ventile und Kupplungen, während heute nur Knöpfe und Kippschalter betätigt werden. Über Elektronik wird dann der gewünschte Vorgang ausgeführt, wie zum Beispiel öffnen eines Hydraulikventils oder Einkuppeln der Zapfwelle. Bei Pantomimischen Darstellen vom Arbeiten mit einem modernen Trecker, würde man bei Betrachtung der rechten Hand wohl eher an einen Klavierspieler oder DJ denken. Faul ist die Menschheit.
Wenn ich also dern Traktor angelernt habe, muss ich nur noch einen Kippschalter zur rechten Zeit nach vorn drücken
Links oben über dem Hasen, mit der 1 und 2 drauf.
und dann erledigt das IMS Programm alles weitere für mich und ich werde auf dem kleinen Bildschirm informiert, was gerade geschieht.

Die letzte Zeile heißt entschlüsselt:
Set Speed in Forward 1 Up to 18,2km/h
also: Erhöhe Geschwindigekit in(Schaltbereich) Vorwärts 1 auf 18,2 km/h
Hier die zweite Sequenz für das Ende einer Bahn:

Geschw. reduzieren
Differentialsperre aus
Hubwerk heben
Nach der Baumwollernte hatte ich ihn mal gewaschen:

Meine Aussichten für viele, viele Stunden:


Bei Nacht:


Meine Erde war zwei Scheiben:


Je nach Bedarf musste ich mich dann mit dem groooßen Hammer und Schraubenschlüssel am Rootcutter auslassen um die Einstellungen zu optimieren. Das kann einem den letzten Nerv rauben, wenn man ständig nur am auf- und absteigen ist und man nicht wirklich was schafft.
Schön dagegen ist es, wenn man ein Feld fertig hat und man dank Boardcomputer sieht, wie viel man geschafft hat und das in das Traktorbuch einträgt, was das Belohnungszentrum im Gehirn besonders anregt.
Ich hatte Johannes angekündigt, am Freitag, dem 29.7. meinen letzten Arbeitstag zu haben und dazu kam es dann auch fast. Am Freitagnachmittag waren noch 70-80 ha zu bearbeiten. Da ich unbedingt fertig werden wollte, was aber keine Pflicht war, entschied ich mich eine Nachtschicht einzulegen und machte bis um ein Uhr morgens.

Nochmal auftanken, bei einem Dieseltank mitten im Feld, der eigntlich für einen Pumpenmotor ist, aber praktischerweise auch eine Zapfpistole hat und man so nicht immer zur Halle zurück muss. Da der Diesel aber nur mit Schwerkraft aus dem Fass läuft, dauert das tanken ein bisschen länger.
In dem guten Bewusstsein das ganze Baumwollland bearbeitet zu haben, verabschiedete ich mich vom 7930 und fuhr mit dem Ute nach Haus.
Beim Nachbarn sprießte schon die Winterfrucht, wovon ich ein schönes Bild machte.
Am Wochenende erledigte ich noch dies und jenes, wobei ich hauptsächlich mein Auto reisefertig machte. Unter anderem hatte mich Marc zu einer Spritztour mit seinem neuen Auto eingeladen. Ein roter Holden Commodore SS Ute mit 5.7 l V8 Motor und guten 300PS. Er entschied sich auch dazu ein paar von den hart verdienten Dollars spektakulär in Schall und Rauch umzuwandeln. Ich durfte dann auch mal fahren. :)
Das Holden Emblem:




Was für ein schöner Zustand diese beiden zweifelsohne cool aussehenden Buchstaben ganz unbefangen benutzen zu können. SA steht allgemein übrigens für South Australia.
Am Montag verabschiedete ich mach dann von meinen Mitarbeitern, was natürlich wieder mal nicht leicht fiel, aber sein musste. Mittlerweile bin ich in Noosa, der Perle der Sunshine Coast und genieße das schöne Wetter. Meine Tätigkeit lässt sich wohl auch mit einem Ausdruck beschreiben, der vor allem ehem. Wehrpflichtigen Bundis geläufig sein sollte:
Rumpimmeln…
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