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Donnerstag, 14. April 2011
Der Grüne Palast....
georgk, 10:40h
Wer möchte blinde Kuh spielen?

Was hat dieser Teil der Wand mit Deutschland gemeinsam? ( ich freue mich über Antworten!)

Also fange ich wieder mal am Anfang an, also vor ca. 2 1/2 Monaten. Währenddessen höre ich Johnny Cash zu, von dem ich mir hier sogar ne CD gekauft habe. Dessen Lebenswerk an Musik ist erstaunlich vielfältig und ich mag sie echt gern. Ein sehr schönes Lied zum Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=k9IfHDi-2EA
Wenn auch ein wenig nachdenlich stimmend...
Also am Anfang war das Wort, das da war "Wipe" und er "wipte" und er sah, dass es gut war. So verging der erste Tag. So in etwa lässt sich mein erster Tag im Melkstand beschreiben. Wie ihr in den Videos gesehen habt, muss hier jemand mit kleinen Frottehandtüchern die Euter der Kühe abwischen. Das war also erstmal meine Aufgabe. Das ca. 6h lang in der 8-16 Uhr Schicht. Es gibt im Melkstand drei Schichten. Von 0 Uhr bis 8 Uhr morgens, von 8 Uhr bis 16 Uhr und von 16- 24 Uhr. In jeder Schicht wird jede Kuh einmal gemolken(von den trocken Stehenden Mal abgesehen), also drei Mal am Tag. Mittlerweile habe ich jede Schicht mindestens fünf Mal mitgemacht, was an sich schon eine interessante Erfahrung ist, da man seinen Körper und seine aktiven und müden Phasen sehr gut kennen lernt.
Wenn ich euch also erzähle, dass ich in den letzten Wochen ein paar Mal die Nacht durchgemacht habe, so werden viele sagen : " Der alte versoffene Drecksack, ich dachte der Arbeitet da! "
Dazu kann ich nur sagen, dass ich seit Sylvester nicht mehr richtig betrunken war, was einerseits an den hohen Alkoholpreisen in Australien liegt, andererseits durch fehlenden Anlass bedingt ist.
Aber zu diesen Erfahrungen später mehr. Es ist echt schwierig da irgendwie eine Ordnung reinzubekommen.
Manch einer mag sich auch fragen, wieso ich meine Erfahrungen, beziehungsweise meine Tätigkeiten nicht direkt bei Stasibook öffentlich mache. Zum einen bin ich diesem Medium gegenüber sehr kritisch eingestellt, zum anderen hätte ich dann ja kaum noch was zu erzählen, wenn ich irgendwann mal wieder daheim bin! ;) Oder?!
Nach meiner ersten Schicht, brachte mich Gary zum Backpackerhaus, der Farm "The Green Palace".
(jetzt fällt mir gerade auf, dass ich aus Respekt vor unserem Domizil noch gar kein Photo davon gemacht habe...kommt noch^^)
Das Haus beherbergt fünf Backpacker und eine unbestimmbare Anzahl an Kakerlaken und Fliegen, von denen sich aber einige hundert schon verdächtig lange Zeit auf dem Fliegenfängern ausruhen.
Von den menschlichen Bewohnern habe ich schon erzählt. Also kann ich ja doch mit der Arbeit weiter machen.
Die ersten Wochen war ich nur im Melkstand unterwegs und habe Euter mit Iod besprüht, sie abgewischt, vor gemolken oder Melkzeuge angehängt.
Dabei ist Teamarbeit ziemlich wichtig, wenn man zügig und ohne große Wartezeiten das Melken hinter sich bringen möchten. Mit einem guten Team, kann man bis zu zwei Stunden schneller sein, als mit einem eher schlechtem. Nachdem ich dann also einige 10 Tsd Zitzen bearbeitet hatte, kam ich dann in den Genuss, auch mal aus dem Melkstand heraus zu kommen und andere nötige Aufgaben der Milchfarm zu erledigen. Das schöne dabei ist, dass sich diese als ziemlich vielfältig gestalten, was ich immer prima finde. Dabei sammelt man einiges an Erfahrung und Spass macht es meistens auch noch.
Achso, Geld gibt's für das ganze natürlich auch! Was ein Leben! :)
Zu den Aufgaben gehört zum Beispiel morgens die frisch geborenen Kälber vom Hauptstall einzusammeln (also auf den Anänger tragen, was sich manchmal als echt anstrengend herausstellt, wenn es eine besonders fruchtbare Nacht war bzw. wenn es scheint, als ob die Kälber über die Nabelschnur mit Blei versorgt wurden...). Nachdem ich einen Tag mit 13 Kälbern zu kämpfen hatte, ging ich auch nach der Arbeit direkt ins Bett und litt am nächsten Tag unter fiesem Muskelkater. Wenn man sich um die Kälber kümmert, nimmt man auch gleich ca. 1500l Milch für den Kälberstall mit, damit die genug Milch haben, um die ganzen kleinen Racker zu versorgen.

"Hach nein, wie putzich!!!"

Hier geht es drunter und drüber!

Alter Massey Ferguson mit den Kälberhänger! ( Aber von daheim weiss ich ja zum Glück, wie man mit alten Maschinen umzugehen hat!^^)


Nach dem Milchtransport muss dann alles schön mit Lauge ausgebürstet werden, damit sich kein Nährboden für fiese Keime bildet!

Eine andere sehr spassige Aufgabe ist Kühe bzw, Rinder mit Quads über die Felder zum gewünschten Bestimmungsort zu treiben. Dabei fahre ich gerne Mal Umwege oder versichere mich noch einmal, dass auch wirklich keine einsame Kuh zurück geblieben ist...

Knapp 400 junge Damen in Bewegung.

Wo ist Walter?
Das wars für heute, aber : Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage!!!


Was hat dieser Teil der Wand mit Deutschland gemeinsam? ( ich freue mich über Antworten!)

Also fange ich wieder mal am Anfang an, also vor ca. 2 1/2 Monaten. Währenddessen höre ich Johnny Cash zu, von dem ich mir hier sogar ne CD gekauft habe. Dessen Lebenswerk an Musik ist erstaunlich vielfältig und ich mag sie echt gern. Ein sehr schönes Lied zum Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=k9IfHDi-2EA
Wenn auch ein wenig nachdenlich stimmend...
Also am Anfang war das Wort, das da war "Wipe" und er "wipte" und er sah, dass es gut war. So verging der erste Tag. So in etwa lässt sich mein erster Tag im Melkstand beschreiben. Wie ihr in den Videos gesehen habt, muss hier jemand mit kleinen Frottehandtüchern die Euter der Kühe abwischen. Das war also erstmal meine Aufgabe. Das ca. 6h lang in der 8-16 Uhr Schicht. Es gibt im Melkstand drei Schichten. Von 0 Uhr bis 8 Uhr morgens, von 8 Uhr bis 16 Uhr und von 16- 24 Uhr. In jeder Schicht wird jede Kuh einmal gemolken(von den trocken Stehenden Mal abgesehen), also drei Mal am Tag. Mittlerweile habe ich jede Schicht mindestens fünf Mal mitgemacht, was an sich schon eine interessante Erfahrung ist, da man seinen Körper und seine aktiven und müden Phasen sehr gut kennen lernt.
Wenn ich euch also erzähle, dass ich in den letzten Wochen ein paar Mal die Nacht durchgemacht habe, so werden viele sagen : " Der alte versoffene Drecksack, ich dachte der Arbeitet da! "
Dazu kann ich nur sagen, dass ich seit Sylvester nicht mehr richtig betrunken war, was einerseits an den hohen Alkoholpreisen in Australien liegt, andererseits durch fehlenden Anlass bedingt ist.
Aber zu diesen Erfahrungen später mehr. Es ist echt schwierig da irgendwie eine Ordnung reinzubekommen.
Manch einer mag sich auch fragen, wieso ich meine Erfahrungen, beziehungsweise meine Tätigkeiten nicht direkt bei Stasibook öffentlich mache. Zum einen bin ich diesem Medium gegenüber sehr kritisch eingestellt, zum anderen hätte ich dann ja kaum noch was zu erzählen, wenn ich irgendwann mal wieder daheim bin! ;) Oder?!
Nach meiner ersten Schicht, brachte mich Gary zum Backpackerhaus, der Farm "The Green Palace".
(jetzt fällt mir gerade auf, dass ich aus Respekt vor unserem Domizil noch gar kein Photo davon gemacht habe...kommt noch^^)
Das Haus beherbergt fünf Backpacker und eine unbestimmbare Anzahl an Kakerlaken und Fliegen, von denen sich aber einige hundert schon verdächtig lange Zeit auf dem Fliegenfängern ausruhen.
Von den menschlichen Bewohnern habe ich schon erzählt. Also kann ich ja doch mit der Arbeit weiter machen.
Die ersten Wochen war ich nur im Melkstand unterwegs und habe Euter mit Iod besprüht, sie abgewischt, vor gemolken oder Melkzeuge angehängt.
Dabei ist Teamarbeit ziemlich wichtig, wenn man zügig und ohne große Wartezeiten das Melken hinter sich bringen möchten. Mit einem guten Team, kann man bis zu zwei Stunden schneller sein, als mit einem eher schlechtem. Nachdem ich dann also einige 10 Tsd Zitzen bearbeitet hatte, kam ich dann in den Genuss, auch mal aus dem Melkstand heraus zu kommen und andere nötige Aufgaben der Milchfarm zu erledigen. Das schöne dabei ist, dass sich diese als ziemlich vielfältig gestalten, was ich immer prima finde. Dabei sammelt man einiges an Erfahrung und Spass macht es meistens auch noch.
Achso, Geld gibt's für das ganze natürlich auch! Was ein Leben! :)
Zu den Aufgaben gehört zum Beispiel morgens die frisch geborenen Kälber vom Hauptstall einzusammeln (also auf den Anänger tragen, was sich manchmal als echt anstrengend herausstellt, wenn es eine besonders fruchtbare Nacht war bzw. wenn es scheint, als ob die Kälber über die Nabelschnur mit Blei versorgt wurden...). Nachdem ich einen Tag mit 13 Kälbern zu kämpfen hatte, ging ich auch nach der Arbeit direkt ins Bett und litt am nächsten Tag unter fiesem Muskelkater. Wenn man sich um die Kälber kümmert, nimmt man auch gleich ca. 1500l Milch für den Kälberstall mit, damit die genug Milch haben, um die ganzen kleinen Racker zu versorgen.

"Hach nein, wie putzich!!!"

Hier geht es drunter und drüber!

Alter Massey Ferguson mit den Kälberhänger! ( Aber von daheim weiss ich ja zum Glück, wie man mit alten Maschinen umzugehen hat!^^)


Nach dem Milchtransport muss dann alles schön mit Lauge ausgebürstet werden, damit sich kein Nährboden für fiese Keime bildet!

Eine andere sehr spassige Aufgabe ist Kühe bzw, Rinder mit Quads über die Felder zum gewünschten Bestimmungsort zu treiben. Dabei fahre ich gerne Mal Umwege oder versichere mich noch einmal, dass auch wirklich keine einsame Kuh zurück geblieben ist...

Knapp 400 junge Damen in Bewegung.

Wo ist Walter?
Das wars für heute, aber : Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage!!!

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